Die Gnadenkirche ist derzeit ohne eigenen Pfarrer. Foto: Thomas Merkenich

Eine Nachfolge für Pfarrer Thomas Werner an der Gnadenkirche ist vorerst nicht in Sicht. Zunächst werde es eine Übergangslösung geben, um anschließend die Pfarrstelle auszuschreiben und in den Bewerbungsprozess zu gehen, heißt es beim Presbyterium. Die Schwerpunkte der Gnadenkirche in den Bereichen Kultur und Diakonie sollen beibehalten werden.

„Wir sind derzeit dabei eine Übergangslösung zu organisieren“, sagt Carsten Bierei als Vorsitzender des Presbyteriums auf Anfrage. Für rund ein Jahr solle es einen „Pastoralen Dienst im Übergang“ geben, der die Grundversorgung an der Gnadenkirche übernehme.

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Hierzu befinde man sich in Gesprächen mit einem Kandidaten, sagt Bierei, der selbst Pfarrer der Heilig-Geist-Kirche in Hand ist. Bei diesen Gesprächen gehe es auch um einen Termin für den Amtsantritt. Das verzögere sich allerdings ein wenig, da der Kandidat derzeit noch ein anderes Amt inne habe.

Kultur und Diakonie bleiben

Im Anschluss werde man die Ausschreibung für die Pfarrstelle an der Gnadenkirche in Ruhe vorbereiten. Wann genau es eine Nachfolge für Pfarrer Werner gebe, sei daher noch offen.

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„Ich wollte als Pfarrer nie Vorbild sein!“

Pfarrer Thomas Werner stand 30 Jahre der ältesten evangelischen Kirchengemeinde in Bergisch Gladbach vor – dem Pfarrbezirk 1 mit der Gnadenkirche. Nun geht er in den Ruhestand und zieht Bilanz. Er spricht über sein Selbstverständnis als Pfarrer, große Erlebnisse im Kleinen, bittere Momente und ein paar Dinge, die er nicht geschafft hat.

Klar sei jedoch, dass man die Schwerpunkte in Kultur und Diakonie beibehalten wolle. „Dies ist schließlich ein Aushängeschild des Pfarrbezirks 1″, betont Bierei.

Die Gemeinde an der Gnadenkirche muss gleichwohl nicht auf Gottesdienste verzichten. Bis zum Start des „Pastoralen Dienstes im Übergang“ übernehmen Pfarrer und Prädikanten aus der Region die Dienste im Pfarrbezirk I.

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Holger Crump

ist Reporter und Kulturkorrespondent des Bürgerportals.

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