Landrat Stephan Santelmann mit Anja Möldgen, Gleichstellungbeauftragte des Rheinisch-Bergischen Kreises (rechts) und Ann-Kristin Jaeger, Mitarbeiterin der Gleichstellungsstelle (links)

Zum Tag gegen Gewalt an Frauen gibt es auch in Bergisch Gladbach und in RheinBerg viele Aktionen. Sie sollen für das Thema sensibilisieren und Beratungsangebote sowie und Hilfen bekannt machen.

Auch in diesem Jahr beteiligt sich der „Runde Tisch keine Gewalt gegen Frauen im Rheinisch-Bergischen Kreis“ wieder mit Aktionen am Tag gegen Gewalt an Frauen, der am 25. November stattfindet. „Wir möchten das Thema in den Fokus der Öffentlichkeit rücken und betroffenen Frauen den Mut geben, sich Unterstützung zu suchen“, so Landrat Stephan Santelmann.

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Weitere Ziele sind, Hilfsangebote des runden Tischs gegen Gewalt an Frauen im Rheinisch-Bergischen Kreis und auch das bundesweite Hilfetelefon für Frauen bekannter zu machen und alle Bürgerinnen und Bürger zu sensibilisieren, bei Problemen nicht wegzuschauen, sondern aktiv zu werden.

„Häusliche Gewalt ist keine Privatsache“, erklärt Anja Möldgen, Gleichstellungsbeauftragte des Rheinisch-Bergischen Kreises. „Mit den Aktionen möchten wir Barrieren abbauen. Denn Betroffenen fällt es häufig sehr schwer, über die traumatischen Erlebnisse zu sprechen und sich Hilfe zu holen.“

Die orangene Bank – ein Mahnmal gegen Gewalt an Frauen

Orange ist die Farbe der gemeinsamen Gegen-Gewalt-Kampagne von UN Women, Zonta International und den Vereinten Nationen und hat sich als „Antigewaltfarbe“ etabliert. Deshalb findet sie sich auch in den Aktionen wieder. Ab dem 21. November stellen die Akteurinnen des runden Tischs gegen Gewalt an Frauen in den Kommunen des Kreises orangefarbene Sitzbänke auf, um ein Mahnmal gegen Gewalt an Frauen zu setzen.

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Die Bänke werden in Bergisch Gladbach vor der Familienberatungsstelle Esperanza, vor dem Amtsgericht und der Polizeibehörde sowie vor dem Löwencenter stehen.

Zusätzlich haben in diesem Jahr Jugendliche aus den Bergisch Gladbacher Jugendzentren Krea-Jugendclub und Café Leichtsinn vier Bänke gestaltet, wovon jeweils eine dauerhaft vor den Jugendzentren stehen wird.

Außerdem wird eine orangene Bank auch vor dem Rathaus in Rösrath und Leichlingen aufgestellt.

Flagge zeigen gegen Gewalt an Frauen

Seit 2001 ruft der Verein „Terre des Femmes“ in allen Regionen Deutschlands und weiteren Ländern jährlich dazu auf, am internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November die blauen Fahnen „Frei leben – ohne Gewalt“ zu hissen. Im Rheinisch-Bergischen Kreis sind auch in diesem Jahr alle öffentlichen kommunalen Gebäude der acht Städte und Gemeinden mit den Fahnen beflaggt.

Vor dem Kreishaus wird die Flagge im Aktionszeitraum vom 21. bis 25. November zu sehen sein. „Somit wollen wir nicht nur an einem Tag auf die Problematik aufmerksam machen, sondern eine ganze Woche lang ein deutlich sichtbares Zeichen gegen Diskriminierung und Gewalt an Frauen und Mädchen setzen“, so Anja Möldgen.

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Runder Tisch keine Gewalt an Frauen

Der „Runde Tisch keine Gewalt an Frauen im Rheinisch-Bergischen Kreis“ wurde 2003 ins Leben gerufen. Er bringt unterschiedliche Akteurinnen und Akteure zusammen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, über das Thema Gewalt an Frauen aufzuklären und die Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren.

Fünf- bis sechsmal im Jahr treffen sich die Beteiligten aus dem Frauenhaus Bergisch Gladbach, den Frauenberatungsstellen, Justiz und Staatsanwaltschaft, Polizei, Opferhilfe, Jugendämtern, Kinderschutzbund und Gleichstellungsstellen.

Durch dieses Netzwerk und den Austausch werden Synergien optimal genutzt und Maßnahmen der einzelnen Organisationen – von der Prävention bis zur Begleitung und dem Schutz der Opfer – in den Kommunen kreisweit bekannt gemacht. Die Maßnahmen des runden Tischs werden vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen finanziell gefördert.

Frauen, die Hilfe benötigen, können sich neben den regionalen Beratungsstellen auch telefonisch an das Hilfetelefon, eine bundesweite professionelle Beratungshotline, unter 08000 116 016 wenden. Die Hilferufnummern sind jederzeit erreichbar. Weitere Informationen gibt es zudem auf der Website des Rheinisch-Bergischen Kreises www.rbk-direkt.de unter dem Stichwort „Gleichstellung“.

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Rheinisch-Bergischer Kreis

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