Seit 2016 kämpft der Bürgerverein Romaney für einen multifunktional nutzbaren Dorfplatz. Nun ist ein entscheidender Schritt gelungen: Aus dem Förderpropgramm „Dorferneuerung NRW“ wurden Landesmittel bewilligt. Die Planung eines „Ausflugs-Picknick-Dorfplatz mit Spielfunktionen“ kann in Angriff genommen werden.

Gute Nachrichten für die Anwohnerinnen und Anwohner im Stadtteil Romaney: Das Land Nordrhein-Westfalen hat mit Bescheid vom 21. November 2022 111.000 Euro als Zuwendung zur Gestaltung des neuen Dorfplatzes bewilligt. Die Stadtverwaltung hatte einen entsprechenden Antrag im Förderprogramm „Dorferneuerung NRW“ gestellt. Die Kostenkalkulation geht von einem Gesamtvolumen von 131.000 Euro aus; die Förderquote beträgt 85 Prozent.

Bereits seit 2016 gibt es die Idee zur Errichtung eines Dorfzentrums im Stadtteil Romaney. Ein solches Dorfzentrum soll multifunktional nutzbar und identitätsstiftend sein und zur Stärkung der Gemeinschaft beitragen. Die nächsten Schritte, die nun nach Bewilligung der Landesmittel anstehen, sind die Ausschreibung der Planungsleistung und die Bauantragstellung.

Die Anregungen der Bewohnerinnen und Bewohner sollen im Planungsprozess nicht außen vor bleiben, deshalb wird es auch eine weitere Bürgerbeteiligung geben. Ideen gibt es schon einige für eine ansprechende Aufenthaltsqualität: So stehen eine Boulebahn, mehrere Sitzbänke, Spielgeräte für Kinder, eine attraktive Bepflanzung auch mit Nutzpflanzen und eine Freifläche für vom Bürgerverein veranstaltete Zusammenkünfte auf der Wunschliste. 

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Der Ortsteil Romaney hat sich in den vergangenen 20 Jahren verändert, die Bewohner:innen sind zuletzt wieder mehr, jünger und vielfältiger geworden. Mit dem Ende der Pandemie konnte der Bürgerverein schon fast verloren geglaubte Traditionen neu beleben. Zum Beispiel das Martinsfest – das auf eine große Resonanz stieß.

Romaney ist ein dörflich geprägter Stadtteil mit der geringsten Einwohnerzahl im Stadtgebiet. Diese Zahl hat sich jedoch in den letzten Jahren stark entwickelt. So ist die Romaneyer Bevölkerung laut Einwohnerstatistik 2021 in den vorangegangenen drei Jahren um 84 Personen angestiegen, was einem prozentualen Anteil von 13 % entspricht.

Der Grund ist die verstärkte Bautätigkeit vor Ort. So entstanden beispielsweise 11 Reihenhäuser auf der Fläche des ehemaligen Restaurants Fachwerk 33. In diese Neubauten sind viele junge Familien eingezogen, für die eine lebendige Nachbarschaft und soziale Infrastruktur besonders wichtig sind.

Das Ortsbild von Romaney, bestehend aus mehreren zerstreuten Kleinsiedlungsbereichen, ist geprägt vor allem durch die Lage an der Bundesstraße 506, die den Stadtteil einerseits mit der Stadtmitte verbindet, andererseits mit ihrem dichten Verkehr die Bebauung in zwei Teile zerschneidet. Vor ca. einem Jahr ist eine Ampelanlage errichtet worden, die die Querung der Straße erleichtert, insbesondere für Kinder.

Die Bürgerinnen und Bürger in Romaney zeigen ein hohes Interesse und viel Engagement für ihren Stadtteil. Es gibt einen sehr aktiven Bürgerverein, in dem sich gerade ein Generationenwechsel vollzieht.

Der Bürgerverein Romaney nimmt eine maßgebliche Rolle beim Dorfplatz-Projekt ein. Er ist der „Motor“, der es am Laufen hält und vorantreibt. So organisiert der Bürgerverein Treffen mit den unterschiedlichen Beteiligten, um einen breiten Konsens über die Nutzung des geplanten Dorfplatzes zu schaffen und informiert die Bürgerinnen und Bürger über den weiteren Fortgang des Projekts. Zudem versteht sich der Verein als Schnittstelle zwischen Anwohnenden und Stadtverwaltung.

Mit dem Wunsch zur Errichtung des Dorfzentrums im Jahr 2016 bot ein Anwohner sein Grundstück für die Verwirklichung an. Dieses befindet sich an der Straße „Kuckelberg“ auf dem Areal des ehemaligen Fachwerk 33, somit in der Nähe der neuen Bebauung und der Ampelanlage. Nicht nur den Nachbarn im Dorf soll der Platz zur Verfügung stehen, sondern auch Wanderern, die auf ihrem Weg dort Rast machen – quasi ein „Ausflugs-Picknick-Dorfplatz mit Spielfunktionen“.

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Pressestelle Stadt BGL

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