Foto: Thomas Merkenich

Im neuen Jahr präsentiert das Kunstmuseum ausgewählte Künstlerinnen und Künstler mit zeitgenössischen Positionen zu Malerei, Zeichnung oder Kunst aus Papier – dem Sammlungsschwerpunkt des Museums. In der Reihe „Ortstermin“ wird ein regionalen Künstler vorgestellt. Die Galeriekonzerte der aktuellen Spielzeit präsentieren neue und neueste Musik.

Carola Willbrand – Der Künstlerinnenkomplex

29. Januar bis 21. Mai 2023

Carola Willbrand, Das HimmelsHöllenKleid, 2016/17, Nähmaschinenzeichnungen, Totentanzmotive, auf handgeschöpftem Papier aus performativ getragener Kleidung, Leporello, Unikat, ca. 320 x 580 cm, Foto: Marcel Peda, Admont/Passau
© VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Carola Willbrand (Jahrgang 1952) ist innerhalb der Performance- und internationalen Künstlerbuchszene fest etabliert. Ihr extrem vielseitiges Werk ist von den gesellschaftlichen Umbrüchen der späten 60er Jahre geprägt.

Auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen und -materialien entwickelte sie eine feministische Position, in der Kunst und Alltag aufs Engste miteinander verwoben sind und für die der genähte Faden und der unmittelbare Ausdruck in Performances charakteristisch sind.

Galeriekonzerte 2023 in der Villa Zanders
20. Januar 2023
Lieblingsstücke – Lebensstücke
Dale Kavanagh (Gitarre)

24. März 2023
Max -Bruch-Jazzquartett
Alexander Schimmeroth (Klavier), Matthias Muche (Posaune), Constantin Herzog (Kontrabass), Marcel Wasserfuhr (Schlagzeug)

5. Mai 2023
Pas de deux
Linda Guo (Violine), Manuel Lipstein (Cello)

16. Juni 2023
Johanna Klein Quartett – Kosmos
Johanna Klein (Saxophon, Komposition), Leo Engels (Gitarre), Nicolai Amrehn (Kontrabass), Jan Philipp (Schlagzeug)

Christoph Gesing – Duochrome

5. März bis 6. August 2023

Christoph Gesing, 300 Duochrome für Oberhausen, 2015, Malerei-Installation Verein für aktuelle Kunst Oberhausen, Foto : Michael Wittassek

Der Maler Christoph Gesing (Jg. 1956) ist für eine kompromisslose Malerei bekannt, in der er Flächen unterschiedlicher Größe und Farbe zueinander in Beziehung setzt. Seit 2009 hat er diese Farbuntersuchungen weiter reduziert, indem er in einer stetig wachsenden Serie von „Duochromen“ nur noch zwei Farben zueinander in Beziehung setzt.

Für diese Ausstellung inszeniert Gesing einen spannungsvollen, farblich gestaffelten Rundgang und stimmt die Räume neu. Der Farbe kann optisch und leiblich nachgespürt werden kann.

Mechtild Frisch – Sehstücke

4. Juni bis 8. Oktober 2023

Mechthild Frisch, Gucki, 1983, Acryl auf Pappe, 37 cm, d 19,5 cm, Foto: Thomas Köster, © VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Bereits in den 1980er Jahren hat die Bildhauerin Mechtild Frisch ihr Werk transparenter werden lassen, indem sie ihre Mal- und Eckstücke durch Löcher und Einschnitte zum Raum hin öffnete. Künftig verwandte sie Pappen und Kartonagen für ihre bildhauerischen Befragungen von Raum und Form. Das Durchlöchern und Durchlichten wurde dabei zu ihrem zentralen Arbeitsprinzip, dem sie über Jahrzehnte ganze Serien widmete.

In der Sammlung Kunst aus Papier des Kunstmuseum Villa Zanders ist Mechtild Frisch seit den frühen 1990er Jahren vertreten. Diese Ausstellung zeigt Frischs künstlerische Entwicklung in den vergangenen vierzig Jahren.

Die Ausstellung wird gefördert durch die Kultur- und Umweltstiftung der Kreissparkasse Köln.

Rainer Plum – Ortstermin

20. August bis 12. November 2023

Rainer Plum, o.T.,  2022, Graphit auf Offsetkarton, 35×37 cm

Rainer Plum (geb. 1952) gehört zu den herausragenden Künstlerpersönlichkeiten im Rheinisch-Bergischen Kreis, die neben einem Studium an der Kunstakademie Düsseldorf ein Studium an der Kunsthochschule für Medien in Köln absolviert hat, um seine Ausdrucksmöglichkeiten zu erweitern.

Trotz einer Hinwendung zu Laserinstallationen und Lichträumen ist er der Zeichnung stets verbunden geblieben, so dass diese auch das verbindende Element der einzelnen Ausstellungsräume bilden.

Die Ausstellung wird gefördert von der VR-Bank in der Reihe Ortstermin.

Rolf Rose

29. Oktober 2023 bis 2024

Anlässlich des 90. Geburtstag dieses vitalen Malers (geb. 1933) blickt das Kunstmuseum auf Roses Schaffen, das über Jahre im Umfeld des Radical Painting und der Farbmalerei angesiedelt war. In einem gestrafften Überblick wird die Kontinuität im Werk gezeigt und auch die farblich expressiven Äußerungen des aktuellen Spätwerks finden Eingang in diese Ausstellung.

Arbeiten auf Leinwand und Papier, in denen stets die Farbe als Material Thematisierung findet, offenbaren Roses Arbeit mit pastosen Malmitteln und unterschiedlichen Werkzeugen.

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Holger Crump

ist Reporter und Kulturkorrespondent des Bürgerportals.

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