Nach den Schüssen auf ein Fenster eines Einfamilienhauses in Paffrath ermittelt die Kölner Staatsanwaltschaft in alle Richtungen. Hinweise auf ein ausländerfeindliches oder ein anderes konkretes Motiv hat sie bislang nicht – und sie geht auch nicht von einer Tötungsabsicht aus.

Mehrere Kugeln waren am Freitag kurz vor Mitternacht in der Nacht auf Samstag in einem Fenster im ersten Stock eines Wohnhauses an der Alten Wipperfürther Straße im Bergisch Gladbacher Stadtteil Paffrath eingeschlagen. In einer Wohnung, in der sich ein Elternpaar mir zwei Kindern aufhielt. Die Kölner Polizei setzte eine Mordkommission ein, die Erkenntnisse sind jedoch noch spärlich.

Trotz der Einschläge in das Fenster des offensichtlich belebten Hauses gehe die Staatsanwaltschaft derzeit nicht von einer Tötungsabsicht aus, sagte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer dem Bürgerportal.

Die erhöhte Lage des Hauses und der Schusswinkel deuteten nicht darauf hin, dass gezielt auf Personen geschossen worden sei. Es war auch niemand verletzt worden, in dem betroffenen Zimmer hatten sich entgegen anderslautenden Berichten keine Personen aufgehalten.

Daher ermittele die Staatsanwaltschaft derzeit lediglich wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Keine konkreten Hinweise auf Tatmotiv

Bei dem Familienvater handelte es sich um einen Geschäftsmann, daher werde neben dem privaten auch das geschäftliche Umfeld betrachtet, sagte Bremer weiter. Weitere Details zu den Opfern des Anschlags nannte er nicht.

Es gebe jedoch keine Hinweise auf einen ausländerfeindlichen Hintergrund. Und auch für eine Tat aus dem sogenannten Rocker-Milieu, in dem solche Drohgebärden gebräuchlich sind, gebe es keine Anhaltspunkte.

Nach wie vor werden Zeugen gesucht, die Hinweise zum Tatgeschehen auf der Alten Wipperfürther Straße oder dem/den flüchtigen Schützen geben können. Sie werden gebeten, sich unter 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de beim Kriminalkommissariat 11 zu melden.

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Redaktion

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2 Kommentare

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  1. Liebe Staatsanwaltschaft, ihre Annahme ist natürlich völlig richtig.
    Wer nachts mit einer scharfen Waffe durch das geschlossene Fenster einer Wohnung schießt, kann keine Tötungsabsicht haben, da er ja nicht sicher sein kann, ob er auch wirklich jemanden trifft. Ausserdem, wenn im falschen Winkel auf ein zu hoch gelegenes Fenster geschossen wird, ist das maximal ein böser Streich unter Nachbarn.