Viele gute Geschichten und Nachrichten sind in diesem Jahr viel zu schnell an uns vorbei gezogen. Daher nutzen wir die ruhigen Tagen für einen Blick zurück: Auf besondere Texte, beste Fotos und wichtige Ereignisse. Im Januar zeichnen sich bereits viele Themen ab, die uns das Jahr begleiten werden: Kita-Notstand, Laurentiusstraße und einige Streitthemen mehr. Für Aufregung sorgte auch das Erzbistum Köln. Die Geschichte des Monates war eine positive: Holger Crump schildert, wie das Palliativ-Team des VPH Menschen hilft, ihre letzten Tage in Würde zu erleben.
Die Geschichte des Monats
Reportage
Mit dem Palliativ-Team unterwegs: „Mittwoch ist Schwester-Martina-Tag“
Wer nicht mehr lange zu leben hat, muss nicht automatisch ins Krankenhaus. Betroffene können ihre verbleibende Zeit oft gut und mit mehr Lebensqualität in den eigenen vier Wänden verbringen. Unterstützt werden sie dabei von ambulanten Palliativ- und Hospizdiensten wie dem SAPV-Team des Vinzenz Pallotti Hospitals. Wir haben mit Mitarbeiterinnen gesprochen und sie bei Patientenbesuchen begleitet.
Thema des Jahres: Kita-Notstand
Gleich zu Jahresbeginn wird deutlich, was uns das ganze Jahr beschäftigen wird: es gibt nicht nur viel zu wenig Kita-Plätze in Bergisch Gladbach – es fällt den bestehenden Einrichtungen auch immer schwerer, ausreichend qualifiziertes Personal zu finden. Im Januar musste die AWO-Kita Kunterbunt ihr Angebot drastisch reduzieren, andere Einrichtungen folgten später im Jahr. (Alle 60 Beiträge zum Thema Kita)
Leseempfehlungen zum Thema
Das neue normale Elternleben
Die schlimme Krankheitswelle von Dezember scheint überstanden. Die kleinen (und größeren) Infekte gehen trotzdem weiter. Was das für arbeitende Eltern bedeutet: ständige Ausfälle. Schuldgefühle. Einsamkeit. Dagegen kann man erst einmal nicht viel machen – aber man kann seinen Umgang mit der Situation ändern. Eine Kolumne von Bürgerportal-Reporterin Laura Geyer.
Das Geheimnis der Kita Dreckspatz
Bei den aktuellen Debatten gewinnt man leicht den Eindruck, dass in den Kitas einfach nur alles schlecht aussieht. Das ist zum Glück nicht so. Im Schildgener Dreckspatz zum Beispiel läuft es ziemlich gut. Warum das so ist – darüber habe ich mit der Leiterin und mit zwei Erzieherinnen gesprochen. Eine von ihnen ist seit 30 Jahren dabei und sagt: „Hier will ich alt werden.“ Wenn das nichts heißen will.
Kitastrophe: Hälfte der Kindergärten in Rhein-Berg stark überlastet
Eine Recherche von Correctiv und Lokalmedien wie dem Bürgerportal zeigt gravierende Folgen des Personalmangels in Kindertagesstätten auf: Viele Kitas müssen zeitweilig schließen, Erzieher:innen sind überlastet und werden krank, die Kinder leiden. Die Zahlen für den Rheinisch-Bergischen Kreis liegen im NRW-Schnitt, doch offenbar gibt es eine hohe Dunkelziffer. Die Bestandsaufnahme einer Lage, die Correctiv mit „Kitastrophe“ betitelt.
Fotos des Monats












Fotos: Thomas Merkenich, Markus Bollen
Die Personen des Monats
Thomas Droege verließ überraschend die Katholische Jugendagentur, die er als Geschäftsführer mit vielen Projekten groß gemachte hatte, aufgrund offenbar unüberbrückbaren Differenzen mit dem Erzbistum Köln. Allerdings ging der ideenreiche Macher für Bergisch Gladbach nicht verloren, im Mai tauchte er wieder auf, als Leiter des Sachgebiets „Integration und sozialräumliche Netzwerkarbeit“ bei der Stadt Bergisch Gladbach.
Horst Becker kehrt zu seinen Wurzeln zurück. Mit dem neuen Verwaltungs- und Schulungsgebäude „Isotec Campus“ hinter dem Bergisch Gladbacher Bahnhof bringt er rund 100 Arbeitsplätze an den historischen Startpunkt seines Unternehmens zurück. Der Rohbau steht, der Innenausbau beginnt, Anfang 2024 soll das ambitionierte Gebäude bezogen werden.
Pilotprojekt „Pastorale Einheit“ scheitert
Noch einmal sorgte die katholische Kirche im Januar für Schlagzeilen, als Kreisdechant Norbert Hörter die „Pastorale Einheit“ der Gemeinden in Bergisch Gladbach im Zuge eines Pilotprojektes quasi über Nacht durchsetzen wollte – und dabei auch noch zwei beliebte Pfarrer, Wilhelm Darscheid (Schildgen, Paffrath, Hand) und Winfried Kissel (Refrath, Frankenforst), kalt stellte. Es folgten viele empörte Stellungnahmen – und das Erzbistum trat den Rückzug an.
Laurentiusstraße sorgt für viel Ärger
Thema des Monats war der misslungene Verkehrsversuch für die Fahrradstraße in der Laurentiusstraße – der für viel Aufregung, heftige Reaktionen und hunderte von Kommentare führte. Bis Bürgermeister Frank Stein den Versuch mit seiner unechten Sackgasse und der Umleitung über die Buchmühle verfrüht abbrach. Nun kommt die Fahrradstraße in abgepeckter Form, mit einer Durchfahrtsmöglichkeit für Autos – und ist immer noch hoch umstritten. (Alle Beiträge zur Laurentiusstraße)
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Baulandbeschluss wirft viele Fragen auf
Um den sozialen Wohnungsbau voran zu treiben beschloss der Stadtrat in geheimer Abstimmung, dass Investoren dafür künftig bei sehr großen Bauprojekten 30 Prozent der Einheiten reservieren müssen. Damit setzen Grüne und SPD den Baulandbeschluss mit fremder Hilfe gegen erbitterten Widerstand der CDU und FDP ein zentrales Projekt durch. Das damit eng verbundene Handlungskonzept Wohnen fiel jedoch durch. Zweifel, ob das Gesamtkonstrukt rechtlich haltbar ist, blieben bestehen. Und auch die Sorge, dass es dem sozialen Wohnungsbau nicht hilft, sondern womöglich schadet, wurde nicht ausgeräumt. (Alle Beiträge zum Thema)
Hinweis der Redaktion: Wir befinden uns in einer Feiertagspause, der nächste Newsletter erscheint erst am 7. Januar 2024 wieder.
Gastronomische Nachricht des Jahres

Unser Restauranttipps und Beiträge zur Gastronomie der Stadt stoßen immer auf große Resonanz. Die Nachricht, dass Sonja Grell die Paffrather Frittenbude wieder eröffnet, schlug jedoch alle Rekorde. Alle Gastro-Tipps finden Sie hier.
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