Die Integrierte Gesamtschule Paffrath gehörte zu den beiden Schulen, die mehr Anmeldungen als Plätze zur Verfügung hatte. Foto: Redaktion

Auf Platz 1 der langen Liste der priorisierten Schulsanierungen steht die Integrierte Gesamtschule Paffrath. Offiziell starten die Arbeiten jetzt mit der Beauftragung einer Machbarkeitsstudie. Die soll bis Anfang 2025 klären, ob das Gebäude der IGP überhaupt sanierbar ist. Wenn das möglich ist muss ein weitere Studie untersuchen, ob die Sanierung oder doch ein Abriss günstiger ist.

Wir veröffentlichen eine Mitteilung der Stadt Bergisch Gladbach

+ Anzeige +

Erst im Februar hat der Ausschuss für Schule und Gebäudewirtschaft eine Prioritätenliste beschlossen, in welcher Reihenfolge Schulen in Bergisch Gladbach saniert werden sollen. Auf Platz 1: Die Integrierte Gesamtschule Paffrath (IGP). Als großen Startschuss zur Abarbeitung der Liste hat der Ausschuss für Schule und Gebäudewirtschaft am Donnerstag, den 25. April 2024 die Beauftragung einer Machbarkeitsstudie für die IGP beschlossen. Auch eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung für die Sanierbarkeit bzw. den Abbruch und Neubau der Schule kann sich anschließen.

„Wir wollen keine Zeit verlieren – deshalb ist es gut, dass bereits in der ersten Sitzung nach dem Beschluss der Prioritätenliste auch das erste große Projekt schnellstmöglich vorangetrieben wird“, erklärt Alexandra Meuthen, Fachbereichsleiterin der Gebäudewirtschaft.

Hintergrund: Die Prioritätenliste umfasst 24 Schulen, davon kann die Stadtverwaltung vier bis fünf Projekte gleichzeitig neu anfassen; in 25 weiteren Schulen laufen die Sanierungen bereits. Beide Listen finden Sie in diesem Beitrag.

Die Machbarkeitsstudie soll die Sanierbarkeit der Schule inklusive der Sporthalle und die Umsetzung des vorläufigen Raumprogramms untersuchen. Besonders berücksichtigt werden dabei die Themen Brandschutz, Baurecht sowie Barrierefreiheit.

Teil der Machbarkeitsstudie ist eine Grobbewertung des Sanierungsbedarfs, der technischen Gebäudeausrüstung, der Möglichkeit einer energetischen Sanierung, sowie der Entwicklung von möglichen Szenarien hinsichtlich Ergänzungsbauten, Anbauten und Aufstockungen, sofern sich das Gebäude als sanierungsfähig darstellt und das Raumprogramm nicht im nötigen Umfang im vorhandenen Bauvolumen unterzubringen wäre.

Ziel der Machbarkeitsstudie ist unter anderem ein Kostenrahmen für die Sanierung und eventuelle Erweiterungen.

Im Anschluss an die Machbarkeitsstudie kann noch eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung beauftragt werden. Diese beinhaltet dann eine Gegenüberstellung von Sanierung und Abbruch/Neubau, auch unter Einbeziehung der Faktoren Zeit und Kosten für eine Interimslösung, Nachhaltigkeit und Lebenszykluskosten.

In einer nachvollziehbaren Matrix sollen dann Ziele, monetäre und nicht monetäre sowie zeitliche Belange miteinander verglichen werden. Auch ein Beschaffungsvariantenvergleich (z. B. Einzelgewerke, Generalplaner, Generalunternehmer, Totalunternehme etc.) soll erfolgen.

„Die Machbarkeitsstudie wird uns helfen, die Basis für die Sanierung bzw. den Abbruch und Neubau der IGP zu schaffen. Erst mit ihr können wir beurteilen, wie wir weiter Vorgehen und in welchem Zeit- und Kostenrahmen wir uns befinden“, erläutert Alexandra Meuthen.

Die Machbarkeitsstudie wird nun beauftragt. Mit einer Fertigstellung ist bis Anfang 2025 auszugehen.

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

6

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Verstehe ich den Newsletter heute richtig, dass der Neubau zehn (10!!) Jahre dauern würde?
    Burj Khalifa hat 6 gedauert :D

    1. Die reinen Bauarbeiten am Burj Khalifa haben 6 Jahre lang gedauert. Hinzu kommen die vorangegangenen Arbeiten (Bedarfsermittlung, Planungen, Einholung von Genehmigungen, Auswahl beteiligter Unternehmen, Vertragsverhandlungen etc.), die ebenfalls mehrere Jahre in Anspruch genommen haben dürften. Folglich hinkt Ihr Vergleich.

  2. Es wurde bereits Anfang 2023 über den maroden Zustand des IGP berichtet. Ich frage mich was in den letzten rund 1,5 Jahren passiert ist um eine Entscheidung herbeizuführen. Eine Machbarkeitsstudie bei der möglicherweise am Ende herauskommt dass eine Sanierung möglich ist, ist herausgeschmissenes Geld. Diese Studien sind sehr kostspielig und am Ende stellt sich sogar die Frage ob die Kosten dieser Studie den möglichen Vorteil einer Sanierung nicht komplett auffressen. Für mein Empfinden wird hier im Hinblick auf den Löwenanteil der Kosten für Sanierung oder Neubau ein Spiel auf Zeit betrieben.

    1. das sehe ich etwas anders: bei den enormen hohen Summen/Steuergeldern ist es unumgänglich, eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben. (Klar, die wird auch teuer , wird aber nicht wie manch andere Gutachten nicht in der Schubblade verschwinden). Neben der WIRTSCHAFTLICHKEIT sollte der ökologische Fußabdruck auch ein Kriterium sein. (der spricht oft- siehe Stadthaus- für Sanierung statt Neubau) Nur paar Gedanken, ich bin MEIN Fachmann

    2. Ihr Vorschlag ist also einfach abreißen und neubauen, egal was kommt? Das kann die Stadt etliche Millionen mehr kosten…
      Wie die Kosten von Neubau und Sanierung sich zueinander verhalten ist doch überhaupt nicht absehbar.
      Die Machbarkeitsstudie ist schon dadurch kein herausgeschmissenes Geld, weil sie
      zu einem wesentlichen Teil in eine spätere Sanierung (und auch zu einem, zugegebenermaßen, kleineren Teil in einen möglichen Neubau).
      Klar kann man sich als naiver Bürger hinstellen und sagen, die sollen dat Ding einfach abreißen und was neues hinstellen, ist doch nicht so schwer, Schulen gibt’s genug. Aber das geht halt nicht so einfach.
      Kleiner Tipp… wenn es einen interessiert, einfach mal bei den Zuständigen der Stadt anrufen. Die erklären einem gerne, was sich da alles für Schwierigkeiten türmen, und warum das (leider) Jahre dauert.