v.l. Olga Martinez, Sabine Schiek, Pfarrer Epperlein, Achim Rieks ©H&Ä

Pfarrer Ulrich Epperlein und seine Frau Olga Martinez aus Nicaragua haben das Himmel un Ääd-Café besucht, um für die Quartalsprojekt-Spende von 2022 zu danken. Sie berichteten, wie die Spende das indigene Frauenprojekt der Mayangna unterstützte. Und brachten ein Krokodil mit.

Wir veröffentlichen eine Mitteilung des Cafés Himmel un Ääd.

Pfarrer Ulrich Epperlein und seine Frau Olga Martinez aus Nicaragua waren am 8. Juni zu Besuch im Himmel un Ääd-Café, um persönlich Danke zu sagen für die Quartalsprojekt-Spende von H&Ä aus 2022 und um zu berichten, wie das Spendengeld in einem indigenen Frauenprojekt eingesetzt wurde.

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Seit den 80er-Jahren lebt und arbeitet Ulrich Epperlein in Mittelamerika und seit über 10 Jahren im Reservat Sauni As, Musawas, an der Ostküste Nicaraguas bei und mit dem indigenen Volk der Mayangna.

Die Mayangna siedeln seit über tausend Jahren an der Nordostküste Nicaraguas in einem ca. 1.700 Quadratkilometer großen Reservat. Es leben dort circa 25.000 Menschen dieses Stammes, verteilt auf ca. 25 kleine Dörfer, an den Ufern der Flüsse Rio Waspuk und Rio Bocay, die für die Menschen die wichtigste Lebensader darstellen. Die Verbindung zwischen den Gemeinden und zu den Agrarflächen erfolgt über Fahrten mit dem Einbaum, dem einzigen zur Verfügung stehenden Verkehrsmittel (Straßen gibt es dort keine).

Die indianischen Mayangna-Gebiete leiden heutzutage unter der Bedrohung der Zerstörung der Wälder und Gefährdung der Wasseradern, z.B. durch Kolonialisten und illegale Goldsucher. Religiöses und zugleich kulturelles Zentrum bilden die Kirchen in den Gemeinden, die der Iglesia Morava angehören, einer in diesem Gebiet bedeutenden evangelischen Freikirche, für die Pfarrer Epperlein arbeitet. Mit seiner Frau Olga wohnt er in einem der größeren Dörfer des Reservates.

Das von H&Ä unterstützte Projekt war der Bau einer einfachen Holzhütte für eine Bäckerei mit Café und einem Altkleiderladen für die Frauen der Kirchengemeinde, die mit den Überschüssen dieser Aktivitäten die Ärmsten in der Gemeinde und dem Dorf unterstützen.

Holz, Zement und alle Baumaterialien für die Hütte mussten in den weiter entfernt liegenden Kleinstädten gekauft und mit dem Einbaum oder Flössen und die letzten Kilometer auf dem Rücken der Männer herbeigeschafft werden; ebenso die Bäckerei- und Caféausstattung, die Altkleider und alles andere, zum Teil auch Sachspenden aus Bergisch Gladbach,  die von Ehepaar Schiek organisiert waren.

Pfarrer Epperlein hatte nicht nur den Dank der Mayangna-Frauen mitgebracht, sondern auch ein von einem Mayangna-Jungen handgeschnitztes Krokodil aus Balsaholz als Erinnerung und besonders Dankeschön für das H&Ä-Team und alle Spender:innen, die diese Projektunterstützung möglich gemacht hatten.

Himmel un Ääd ist das ökumenische Begegnungscafé in Schildgen. Sie finden uns auf der Alteberger-Dom-Str. 125

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