Der kleine Garten vor der VHS bietet Insekten viel Lebensraum.

Um Insekten zu schützen, veranstaltet der Rheinisch Bergische Kreis eine Reihe von Workshops. Dabei kann man lernen, den eigenen Garten mit einfachen Mittel so umzugestalten, dass die Artenvielfalt profitiert. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Wir veröffentlichen einen Beitrag des Rheinisch Bergischen Kreises

Schottergärten waren über einige Jahre hinweg eine beliebte Alternative für den Vorgarten. Im Zuge des Klimawandels und dem Insektensterben sind sie jedoch in den letzten Jahren in Verruf geraten. Ihre Gestaltung ist nicht insektenfreundlich, Starkregen können auf den Flächen kaum versickern und das viele Steinmaterial heizt sich in den heißen Sommermonaten stark auf. Vor einer kompletten Umwandlung schrecken viele jedoch ab. 

+ Anzeige +

Daher bietet der Rheinisch-Bergische Kreis im Spätsommer und Herbst drei Interessierten aus dem Kreisgebiet die Möglichkeit, im Rahmen eines Vor-Ort-Workshops Tipps zu bekommen, wie der eigene Garten mit wenigen Mitteln einfach umgestaltet werden kann.

Die Workshops werden gemeinsam mit der Bergischen Agentur für Kulturlandschaft angeboten und finden an drei Freitagen zwischen dem 15. September und dem 24. Oktober von 17 bis 19 Uhr statt. Bei den Veranstaltungen wird gezeigt, wie ein Schottergarten mit einfachen Mitteln und ohne Entsiegelung aufgewertet werden kann, welche Pflanzen sich dafür eignen und worauf man achten sollte.

Neben den Eigentümerinnen und Eigentümern der Gärten sind auch alle Bürgerinnen und Bürger dazu eingeladen, sich bei den Workshops sich über das Thema zu informieren und praktische Tipps mitzunehmen. „Es geht uns bei der Aktion nicht darum jemanden zu verurteilen, vielmehr wollen wir Menschen unterstützen ihre Schottergärten aufzuwerten.

Oftmals fehlt es ja einfach an Ideen für die Umgestaltungsmaßnahmen. In den Workshops wollen wir zeigen, wie der Pflegeaufwand geringgehalten werden kann und trotzdem die Artenvielfalt gefördert wird“, betont Cornelia Lösche von der Bergischen Agentur für Kulturlandschaft.

Getreu dem Motto: „Jeder Quadratmeter für die Artenvielfalt zählt“, bieten die Aktionen eine ideale Möglichkeit, mit wenig Aufwand erste Umgestaltungsmaßnahmen vorzunehmen. Darüber hinaus werden kostenlose, insektenfreundliche Pflanzen an die Teilnehmenden verteilt, die für Schottergärten geeignet sind.

Interessierte, die den Workshop gerne im eigenen Garten durchführen möchten, melden sich bitte bis zum 31. Juli an standortentwicklung@rbk-online.de oder telefonisch an 02202 13-2810. Auch Gäste, die dabei sein wollen, werden gebeten, sich hierüber anzumelden. Die Orte werden dann rechtzeitig bekannt gegeben.

Weitere Beiträge zum Thema

Wie der Gartenbauverein Refrath für die Blüten und Gärtner von morgen sorgt

Seit 25 Jahren führt der Obst- und Gartenbauverein Refrath zusammen mit den Kitas und Grundschulen des Stadtteils im Frühjahr und Herbst Pflanzaktionen durch. Um die Kinder auf spielerische und natürliche Art an die Natur und das Gärtnern heran zu führen. Unsere Autorin hat sich angeschaut, wie das abläuft.

Auf grünen Wegen durch Gronau

Der Stadtteil Gronau besitzt ein vielfältiges grünes Potenzial: einigen kaum genutzte und verwaiste öffentlichen Grünflächen könnten mit wenig Aufwand in ansprechende grüne Oasen verwandelt werden. Zu diesem Ergebnis kommen Inge Andersch, Doro Corts und Michael Wittassek vom ForumGronau, die unsere Autorin auf einem grünen Spaziergang durch Gronaus unbekannte Winkel begleiten. 

Refrather Schülerfirma sorgt für Ordnung im Garten

Die Verbundschule Mitte in Refrath betreibt eine ganze Reihe von Schülerfirmen, in denen die Jugendlichen sich selbst erproben können und auf die Berufswelt vorbereitet werden. In der Firma „Easy Gardening“ sind die Schülerinnen und Schüler freitags unterwegs, um private Gärten vor dem Verwildern zu retten. Mit einem Besuch der Truppe setzen wir unsere Serie MehrGrün fort.…

Zaubersee, Steinbreche und Motte: Grüne Vielfalt in … Refrath

Wer in Refrath nur Dolmanstraße und Peter-Bürling-Platz kennt, verkennt Refrath. Der Ortsteil ist von großen grünen Flächen umgeben und bietet im Inneren viele grüne Inseln, die der Seele guttun, Schatten spenden und zum Ausruhen einladen. Annette Voigt hat den Zaubersee, den Kahnweiher, die Steinbreche, die Motte und weitere kleine Oasen entdeckt – und setzt damit…

Eine Pforte ins Paradies, eine Reise in die Zeit der Papiermacher

Auch ein Bauerngarten gehört zum LVR Industriemuseum Alte Dombach – und macht deutlich, wie wichtig die Nutzgärten für die Familien der Papiermacher früher waren. Heute wird der Garten von drei Ehrenamtler:innen bewirtschaftet, die die Tradition wach halten und sich selbst einen paradiesischen Ort der Stille und Demut geschaffen haben.

Eine grüne Idylle am Herkenfelder Weg

Die Kleingartenanlage zwischen Paffrath und Katterbach bietet den Pächtern seit 40 Jahren eine sehr individuelle eigene Welt in einer gut funktionierenden Gemeinschaft. Sie ist aber auch ein öffentlich zugängliches Naherholungsgebiet – mit Spielplatz, Obsthain, Lehrpfad und offenem Garten. Mit einem Besuch am Herkenfelder Weg setzen wir unsere Serie MehrGrün fort. 

Viel Grün bei Blau-Weiß Hand

Der Sportverein SV Blau-Weiß Hand mag es gerne grün und nachhaltig. Für seinen Dachgarten ist er schon beim Wettbewerb „Bunt statt grau“ ausgezeichnet worden. Er setzt auf Photovoltaik, auf Kork und Regenwasser – und integriert den Einsatz für den Klimaschutz in das Vereinsleben. Denn er versteht sich als mehr, als ein Ort zum Sport treiben.…

Grüne Vielfalt in … Bensberg

Grüne Inseln, die das Stadtbild verschönern, den Blick erfreuen, der Seele guttun und zum Ausruhen einladen. Öffentliche Rückzugsorte, kleine grüne Paradiese mitten in der Betriebsamkeit der Stadt, die für die Bevölkerung Lebensqualität bedeuten. Dies bietet die Vielfalt der öffentlichen Grünflächen, die Annette Voigt in Bergisch Gladbachs Stadtteilen entdeckt hat. Damit setzen wir unsere Serie MehrGrün fort und starten…

„Eilert weiß Bescheid“: Gartentipps für Herbst und Winter

Seit mehr als fünfzig Jahren ist Eilert Ohrt im Bensberger Obst -und Gartenbauverein und in seinem eigenen Garten aktiv. Seinen reichen Erfahrungsschatz teilt der 89-Jährige gerne. Zum Beispiel, wie man seinen Garten jetzt für den Winter fit macht.

„Blühendes GL“ kämpft gegen monotones Einheitsgrün an

Mehr Grün in der Stadt ist schön und gut, aber für das Gemüt und für den Artenreichtum sind vielfältige und bunte Lebensräume noch viel besser. Dafür setzt sich seit sieben Jahren der Initiative „Blühendes GL“ ein, die Teil des Bienen-Zuchtvereins Bergisch Gladbach ist. Sie liefert Samentütchen – und viel Know-how bei Anlegen von Blühwiesen. 

Wie aus Beton ein buntes Beet entsteht

Eine betonierte Fläche in ein blühendes Staudenbeet verwandeln? Wie das geht, das hat das Theas Theater mit Hilfe des „Fernsehgärtners“ Rüdiger Ramme in einer Pflanzaktion demonstriert. Trotz des immensen Aufwands ist der Effekt begrenzt – aber die Aktion ist erst der Auftakt für mehr Grün rund um das kleine Theater an der Jakobstraße.

Eine Oase der Erinnerung, Kühle und Ruhe auf dem Quirlsberg

Die „Gärten der Erinnerung“ auf dem evangelischen Friedhof Quirlsberg stoßen auf eine große Nachfrage, daher wurden sie in den vergangenen Jahren deutlich erweitert. Bei der Eröffnung der neuen Bestattungsgärten hoben die Verantwortlichen den besonderen Charakter dieses Ortes hervor – der als „ökologische Nische“ allen Stadtbewohner:innen guttue.

Something went wrong. Please refresh the page and/or try again.

Rheinisch-Bergischer Kreis

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.