Die Probleme mit der Statik des Fußball- und Basketballanlage an der GGS Hebborn waren nicht so gravierend, wie befürchtet. Die Nachbesserung ist abgeschlossen, jetzt fehlt nur noch ein Schild.

Aktualisierung 7.9.2026: Die Stadt teilt mit, dass der Platz ab sofort genutzt werden kann.

Die bereits mehrfach verschobenen Eröffnung des neuen Multicourts an der GGS Hebborn war zu Beginn der Sommerferien ausgefallen. Ein Statiker hat bei der Prüfung der Anlage moniert, die vom Hersteller genutzte Bauweise genüge nicht den Vorschriften. Das hat sich zwar offenbar bewahrheitet – aber mit einer Nachbesserung konnten die Defizite noch in den Schulferien behoben werden, teilt die Stadtverwaltung jetzt auf Nachfrage mit.

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Einen Termin für die Eröffnung der modernen Anlage, die den alten Bolzplatz ersetzen soll, gibt es allerdings nach wie vor nicht.  Nun fehle noch ein Schild, das die Ruhezeiten bzw. Betriebszeiten der Anlage regelt. Dieses Zusatzschild befinde sich derzeit „in der Anfertigung“, so die Stadt. Da nicht bekannt sei, wann das Schild geliefert werde, könne auch noch kein Eröffnungstermin genannt werden.

Der ursprüngliche Beitrag vom 13.7.:

Fragen zur Statik verhindern Eröffnung des Multicourts

Seit sechs Wochen ist die Fußball- und Basketballanlage an der GGS Hebborn fertig. Die Eröffnung des sogenannte Multicourts musste jetzt jedoch auf unbestimmte Zeit verschoben werden – weil bei einer Überprüfung der Statik Probleme auftraten.

Die für Anfang Juli angekündigte Eröffnung des sogenannten Multicourts an der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) in Hebborn ist ausgefallen, ein Ersatztermin nicht absehbar. Der hoch eingezäunte, 350.000 Euro teure Platz bleibt für die Schule und für die Kinder in der Nachbarschaft verschlossen.

Der Grund dafür liegt im Untergrund. Bei einer Prüfung durch einen Statiker ist – offenbar erst nach Fertigstellung – festgestellt worden, dass die vom Hersteller genutzte Bauweise nicht den Vorschriften genügt. „Abweichungen zwischen der Systemstatik des Herstellers und der baulichen Umsetzung“ müssen geprüft werden, bestätigt die Stadtverwaltung auf Anfrage des Bürgerportals.

Konkret geht es um die Frage, ob die Aufbauten (Zäune, Tore, Basketballkörbe) ausreichend verankert sind.

Wann es weitergeht? Alles offen. Ein Fachmann bewerte die Situation und prüfe, „ob und gegebenenfalls welche Maßnahmen erforderlich sind“, so die Stadt. Ein Termin für die Inbetriebnahme könne nicht genannt worden.

Für die entstehenden Kosten – im schlimmsten Fall muss der Belag entfernt und das Fundament der Aufbauten erneuert werden – müsse die beauftragte Baufirma aufkommen.

Für den Bau der Sofortschule ab Anfang 2023 hatten die Schulgemeinschaft und die Anwohnerschaft auf den beliebten Bolzplatz und Theaterwiese verzichtet. Als Ersatz war auf dem verbliebenen Platz zwischen Neubau und angrenzenden Grundstücken der Multicourt in den Hang gebaut worden. Dabei handelt es sich um einen kleinen Fußballplatz und eine Basketball-Wurfanlage, die mit hohen Metallzäunen eingefasst sind.

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Unter Zeitdruck waren die Grundschulen in Hebborn und Refrath vor drei Jahren erweitert worden, um allen Kindern Platz bieten zu können. Dabei waren Kompromisse in Kauf genommen und auf eine Lüftungsanlage verzichtet worden. Ein Fehler, wie sich schnell zeigte – doch der Versuch einer Lösung ist gescheitert, die Gebäude sind in der Hitze nicht nutzbar. Der Bolzplatz in Hebborn ist durch einen Multicourt ersetzt worden – aber auch dort stellen sich Fragen.

Der Multicourt soll während der Schulzeit durch die GGS und OGS Hebborn genutzt werden, in der Regel bis 16 Uhr. Außerhalb dieser Zeit sei der Multicourt für die Öffentlichkeit zugänglich, hatte die Stadt zuvor erläutert.

Die Schule regelt die Nutzung durch Aufschließen der Türen selbst; einer der Eingänge führt auf das Schulgelände, der andere ist von außen zugänglich. Betreiber der Bolzplätze der Stadt und damit auch des Multicourts sei die Abteilung StadtGrün. Der Schul-Hausmeister übernehme jedoch die Reinigung morgens und nach dem Wochenende.

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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  1. Hallo Heinz Krienke, dem kann ich nur beipflichten.
    Und sicherlich könnte man behelfsweise einen DIN-A4-Ausdruck einlaminieren und aufhängen.

  2. Das ist wohl ein Scherz!
    Eröffnung noch nicht möglich weil ein Schild fehlt. Wann ist denn das in Auftrag gegeben worden?
    Und dann ist nicht bekannt wann das geliefert wird. Wenn ich etwas in Auftrag gebe, erfrage und erhalte einen realistischen Liefertermin.
    Mir tun die Kinder leid, die in den nun zu Ende gehenden Ferien vor der verschlossenen Anlage stehen und ihre Zeit dort nicht verbringen können.

  3. Vor Jahren las ich mal die Stadt hätte einen Baustellen-Manager eingestellt (?). Irgendwie scheint es eine Systematik zu geben, wenn die Baustellen fertig sind fällt irgendjemanden auf, das was in der Bauphase (offenbar) falsch gelaufen ist.

    Wo ist da eine zeitnahe Überwachung der dafür Verantwortlichen. NCG / Verkleidung Fehler nach Fertigstellung Abbau/neu, Fußgängerzonen in Bergisch Gladbach und Bensberg ähnlich. In Bensberg „moniert“ die halbe Anwohnerschaft während des Pflaster-Verlegevorgangs die Mängel, während die Verantwortlichen der Stadt entgegnen, das diese Mängel von der Baufirma nach Fertigstellung behoben werden.

    Viel Geld für Pfusch, viel Geld für Korrekturen (oder die ausführende Firma ist pleite). Drohende Haushaltsicherung….., es könnte auch Zusammenhänge geben.

    1. Hallo Dietmar Nuhn, ich will nun die Stadt nicht in Schutz nehmen. Das kann sie selbst besser als ich.

      Aber so manch ein Problem entsteht dadurch, dass Aufträge ab einer bestimmten Summe öffentlich (europaweit) ausgeschrieben werden müssen. Leider unterbieten sich dann die Firmen in den Angeboten und können die Arbeiten nicht wirklich richtig und gut ausführen. Am Ende wird es also teurer, als wenn man direkt einen Auftrag an einen Unternehmer vergeben hätte den man auch kennt. (Ich spreche nun nicht im Sinne von “kennen – Vetternwirtschaft”).

  4. Was für ein bodenloser Vorgang. Mal ganz im Sinne des Wortes…. Pfusch am Bau bei einem Bauwerk für Kinder. Möge diese tolle Firma den höchstmöglichen Beitrag nachzahlen. Sowas ärgert mich einfach nur.