Künftig sollen auch für Schüler der GGS Moitzfeld keine speziellen Schulbusse mehr eingesetzt werden. Foto: Thomas Merkenich

Bislang gab es für eine Reihe von Kindern der Grundschulen in Herkenrath und Moitzfeld einen eigenen Schulbusverkehr. Dieser soll Ende des Jahres endgültig abgeschafft werden. Künftig sollen die betroffenen Kinder reguläre Linienbusse nutzen. Die Stadt sieht nach einer erneuten Prüfung keine Gründe, die dagegen sprechen. Die Eltern sind anderer Auffassung.

Die Stadt hält an ihrem Plan fest, die letzten Schulbusse in Bergisch Gladbach zum Jahresende einzustellen. Ab Januar 2027 soll der sogenannte Schülerspezialverkehr für die beiden Grundschulen in Herkenrath und Moitzfeld enden. Eine Prüfung hat laut Verwaltung ergeben, dass die betroffenen Schüler:innen die vorhandenen öffentlichen Linienbusse für den Schulweg nutzen können.

Der Rat hatte im Juli beschlossen, den Schülerspezialverkehr befristet bis zum 31. Dezember 2026 fortzuführen. Außerdem hatte er die Verwaltung damit beauftragt, in Abstimmung mit den betroffenen Schulen und dem Verkehrsunternehmen zu prüfen, wie die Schüler:innen sicher und pünktlich zum Unterricht und wieder zurückkommen. Das Ergebnis dieser Prüfung stellt die Verwaltung im kommenden Schulausschuss vor. 

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Kritik an der kurzfristigen Entscheidung

Ursprünglich hatte die Stadt die Eltern vor den Sommerferien darüber informiert, die Schulbusse bereit nach den Sommerferien einzustellen. Schüler:innen der GGS Herkenrath und der GGS Moitzfeld sollen stattdessen reguläre Linienbusse und das Deutschlandticket Schule nutzen. 

Gegen diese kurzfristige Entscheidung hatten sich die Eltern gewehrt, an die Öffentlichkeit gewandt und eine Petition gestartet. Sie sorgten sich um die Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg und darum, dass die Kinder in überfüllten Linienbussen zu spät zum Unterricht kommen könnten. Der Stadtrat hatte sich daraufhin einstimmig für eine vorübergehende Fortsetzung bis Jahresende der Schulbusse verständigt. 

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Stadt streicht Schulbusse: Eltern wehren sich

Grundschulkinder in Moitzfeld und Herkenrath sollen künftig Linien- statt Schulbusse nutzen. Knapp 100.000 Euro spart die Stadt Bergisch Gladbach so pro Jahr ein, und führt weitere Argumente an. Die Eltern kritisieren die kurzfristige Entscheidung der Stadt und sorgen sich um die Sicherheit ihrer Kinder. Die CDU-Fraktion fordert mit einem Dringlichkeitsantrag den Erhalt der Schulbusse.

Kommunal, kurz & schmerzlos: Schulbusse fahren weiter

Nach einer kurzen, intensiven, öffentlichen Debatte hat der Stadtrat einstimmig das Vorhaben der Verwaltung gestoppt, die Schulbusse für die Grundschulen in Herkenrath und Moitzfeld kurzfristig abzuschaffen. In der Sitzung ging es außerdem um die Fahrradstraßen, das Nachtflugverbot und die Frage, ob die neuen Kitas noch gebraucht werden.

Nach der Prüfung kommt die Verwaltung nun (erneut) zu dem Schluss, dass keine Gründe vorlägen, die eine dauerhafte Fortführung des Schülerspezialverkehrs rechtfertigen. Sie sei aus schulfachlicher, verkehrlicher und wirtschaftlicher Sicht nicht erforderlich“, heißt es in der Mitteilungsvorlage. Denn: Eine sichere und pünktliche Beförderung sei auch durch die Nutzung des ÖPNV gegeben. 

Zwei Buslinien für den Schulweg

Die Verwaltung begründet ihre Entscheidung auch mit veränderten Rahmenbedingungen: Die Schulbusse waren ursprünglich eingerichtet worden, weil es in den betroffenen Gebieten keine Buslinien des ÖPNV gab. Das ist inzwischen anders. 

Die Fußwege der Kinder zu den Haltestellen verändern sich laut Verwaltung nicht: Die bislang von den Schulbussen angefahrenen Haltestellen werden auch von den Linienbussen bedient – nämlich von den Linien 421 (für Schüler:innen der GGS Moitzfeld) und 453 (GGS Herkenrath). 

Hinweis der Redaktion: In der Ratssitzung am 13.10. hat die CDU-Fraktion (nach Gesprächen mit Eltern-Vertretern) eine Reihe von weiteren Fragen an die Stadtverwaltung gestellt. Dabei geht es u.a. um unzumutbare Verkehrsverhältnisse in der Straße Am Ball, wenn dort morgens rund 1000 Schüler:innen gleichzeitig einträfen. Die Beantwortung der Fragen steht noch aus.

Das Verkehrsunternehmen Wupsi habe zudem ausreichende Kapazitäten bestätigt, um die zusätzlichen Schulkinder mit Linienbussen mitzunehmen. Sollte sich im tatsächlichen Betrieb zeigen, dass auf einzelnen Fahrten ein höherer Bedarf besteht, könnten größere Fahrzeuge eingesetzt werden. 

Foto: Thomas Merkenich

Pünktlich zum Unterricht

Die Verwaltung hat erneut die Fahrtzeiten der öffentlichen Buslinien mit den Unterrichtszeiten abgeglichen. Für die GGS Moitzfeld ist eine Anpassung der Unterrichtszeiten demnach nicht erforderlich. Für die GGS Herkenrath bittet die Verwaltung die Schulleitung zu prüfen, ob eine geringfügige Anpassung des Unterrichtsbeginns um etwa fünf Minuten möglich sei.

Die Schulleitung lehnte dies zunächst ab, eine Begründung stand laut Verwaltung noch aus. Allerdings gehe es dabei lediglich nur um die Frage, ob dadurch eine „noch bessere Abstimmung“ zwischen Bus- und Schulzeiten möglich werde. An der grundsätzlichen Entscheidung, die Schulbusse einzustellen, ändere dieser Aspekt nichts.

Das Verhältnis von Kosten und Nutzen

Gemäß Schülerfahrkostenverordnung ist die Stadt als Schulträgerin zur Sparsamkeit verpflichtet und dazu, die Wirtschaftlichkeit zu berücksichtigen: So ist der öffentliche Linienverkehr einem gesonderten Schülerspezialverkehr vorzuziehen, wenn die Nutzung zumutbar und wirtschaftlich ist. Die Stadt schätzt die Einsparungen im konkreten Fall auf knapp 100.000 Euro. 

Zudem seien die speziellen Schulbusse nur noch wenig genutzt worden. Auf den Hinfahrten hätten laut Verwaltung rund 25 Schüler:innen der GGS Moitzfeld und etwa 40 von der GGS Herkenrath die Schulbusse genutzt, auf den Rückfahrten deutlich weniger.

Bushaltestelle in Moitzfeld. Foto: Thomas Merkenich

Keine Sonderbehandlung mehr

Gegen eine Fortführung des Spezialverkehrs ausschließlich für Kinder dieser beiden Schulen sprechen laut Verwaltung auch Aspekte der Gleichbehandlung. So nutzen bereits Dutzende Grundschüler:innen im Stadtgebiet den öffentlichen Linienverkehr für ihren Schulweg. 

Während Eltern für die Nutzung des Linienverkehrs ihrer Kinder grundsätzlich einen Eigenanteil zum Schülerticket leisten, galt das für die betroffenen Familien für die Schulbusse bislang nicht. Künftig soll es für ein für alle geltendes, einheitliches System geben. Das bedeutet: Auch die Eltern von Kindern der GGS Moitzfeld und der GGS Herkenrath müssen sich an den Kosten für das Deutschlandticket Schule beteiligen.

Die Argumente der Eltern

Aus Sicht einiger betroffener Eltern stellt der Wechsel von Schulbussen auf öffentliche Linienbusse keine „sichere, verlässliche und kindgerechte Schülerbeförderung“ dar, wie sie in einem Brief an die Stadtverwaltung und mehrere Ratsfraktionen ausführen. (Das vollständige Schreiben finden Sie unten.)

Demnach sind die regulären Busverbindungen nicht ausreichend auf die Unterrichtszeiten abgestimmt: Unter anderem komme der reguläre Linienbus wegen des hohen Verkehrsaufkommens häufig verspätet in Herkenrath an – die Kinder dadurch zu spät zum Unterricht. 

Außerdem sei es vor allem an der Haltestelle „Ball“ in Herkenrath für jüngere Kinder sehr unübersichtlich, weil Schüler:innen verschiedener Schulformen und Altersgruppen aufeinandertreffen. Hinzukomme, dass es zwei Linien mit der Nummer 453 gibt, die in unterschiedliche Richtungen fahren. Das könnte dazu führen, dass jüngere Kinder in den falschen Bus einsteigen.

Die Eltern befürchten, der Wegfall der Schulbusse werde zu mehr Elterntaxis führen – was die ohnehin schon angespannte Verkehrssituation etwa in Herkenrath noch verschärfe. 

Dokumentation

Das Schreiben der Eltern an Stadtverwaltung und Politik

„Zunächst möchten wir uns ausdrücklich dafür bedanken, dass der Schülerspezialverkehr für die Kinder aus Bärbroich zunächst bis zum Ende des Jahres weitergeführt wird. 

Die in der Ratssitzung am 14. Juli 2026 getroffene Entscheidung ist für viele Familien eine Erleichterung und ein wichtiges Signal, dass die Situation der betroffenen Kinder und Eltern ernst genommen wird. Gleichzeitig möchten wir uns mit diesem Schreiben noch einmal an Sie wenden, weil die Fortführung bis zum Jahresende aus unserer Sicht nur ein erster Schritt sein kann. Unser Anliegen ist es, gemeinsam mit Ihnen ins Gespräch zu kommen und eine tragfähige, langfristige Lösung zu finden. 

Aus unserer Sicht wird die Situation vor Ort in Bärbroich bisher nicht ausreichend aus der tatsächlichen Perspektive der betroffenen Grundschulkinder und ihrer Familien betrachtet. 

In dem Infoschreiben der Stadt Bergisch Gladbach vom 9. Juli 2026 (“Einstellung des Schülerspezialverkehrs und Beantragung des Deutschlandticket Schule” / FB-4-40 Bildung, Kultur, Schule und Sport) wird darauf verwiesen, dass inzwischen eine Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr über die regulären Linien bestehen würde und die Schülerbeförderung damit grundsätzlich als zumutbar angesehen wird. Außerdem wird auf Wirtschaftlichkeit, vorhandene Kapazitäten und Gleichbehandlung verwiesen. 

Genau an diesem Punkt möchten wir jedoch widersprechen: Die formale Existenz einer Busverbindung bedeutet aus unserer Sicht noch nicht automatisch, dass der Schulweg für Grundschulkinder aus Bärbroich auch tatsächlich sicher, verlässlich und zumutbar ist. 

Besonders wichtig sind aus unserer Sicht folgende Punkte:

1. Es geht hier um eine erhebliche Zahl betroffener Kinder

  • Nach Angaben aus der Schulleitung werden schätzungsweise rund 45 Kinder aus Bärbroich für das aktuelle Schuljahr 2026/2027 erwartet. Das entspricht etwa einem Viertel der gesamten Schülerschaft der GGS Herkenrath. 
  • Damit handelt es sich also nicht um einzelne Ausnahmefälle, sondern um eine relevante Gruppe von Grundschulkindern, deren täglicher Schulweg zuverlässig organisiert sein muss.
  • Dass dieses Anliegen auch über den Kreis der unmittelbar betroffenen Familien hinaus breite Unterstützung findet, zeigt die Online-Petition „Erhalt des Schülerspezialverkehrs in Herkenrath und Moitzfeld“. Sie wurde bereits von mehr als 850 Personen unterzeichnet und hat damit das ursprünglich gesetzte Sammelziel von 750 Unterschriften überschritten. Diese große Resonanz verdeutlicht, welchen Stellenwert ein sicherer und verlässlicher Schulweg für viele Menschen vor Ort hat.

2. Die morgendliche ÖPNV-Anbindung ermöglicht keinen verlässlichen Unterrichtsbeginn  

  • Gerade bei Grundschulkindern muss gewährleistet sein, dass sie zuverlässig und pünktlich in der Schule ankommen. Dies ist derzeit jedoch nicht sichergestellt: Der Bus fährt in Oberkülheim erst um 7:40 Uhr ab und erreicht Herkenrath aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens auf den Zufahrtsstraßen sowie rund um den Busknotenpunkt „Am Ball“ häufig verspätet. 
  • Bei der Beurteilung der Verbindung darf zudem nicht allein die Ankunftszeit des Busses betrachtet werden. Auch der zusätzliche Fußweg von der Haltestelle bis zur Schule muss berücksichtigt werden. Dadurch kommen die Kinder teilweise erst nach Unterrichtsbeginn an der Schule an. 

3. Die Situation am Busknotenpunkt in Herkenrath („Bergisch Gladbach Ball“) und in den regulären Linienbussen ist für kleine Kinder sehr unübersichtlich

  • Am gemeinsamen Haltepunkt treffen Kinder mehrerer Schulen und unterschiedlicher Altersgruppen aufeinander. Für Erst- und Zweitklässler ist es sehr schwer, sich in dieser Situation sicher zu orientieren, den richtigen Bus zu erkennen und sich im Gedränge zurechtzufinden. Hinzu kommt, dass die Kinder dort gemeinsam mit deutlich älteren Schülerinnen und Schülern unterwegs sind, was die Situation zusätzlich erschwert. Erschwerend kommt hinzu, dass es zwei Linien mit der Nummer 453 gibt, die in unterschiedliche Richtungen fahren. Gerade für jüngere Grundschulkinder erhöht dies die Gefahr, versehentlich in den falschen Bus einzusteigen.
  • Auch die Abfahrtszeiten stimmen nicht mit den Unterrichtszeiten überein: Die 4. und 5. Stunde enden um 11:30 Uhr beziehungsweise 12:30 Uhr. Die nächsten Linienbusse fahren jedoch erst um 11:49 Uhr beziehungsweise 12:49 Uhr an der Haltestelle „Bergisch Gladbach Ball“ ab. Die Kinder müssen somit jeweils rund 20 Minuten warten.
  • Nach der 6. Stunde stellt sich die Situation genau umgekehrt dar: Der Unterricht endet um 13:15 Uhr, der Bus in Richtung Oberkülheim fährt bereits um 13:21 Uhr ab. Den Kindern bleiben damit lediglich sechs Minuten, um nach Unterrichtsschluss die Haltestelle zu erreichen und den richtigen Bus zu finden. Verpassen sie diese Verbindung, müssen sie eine weitere halbe Stunde auf den nächsten Bus warten. Darüber hinaus sind die Linienbusse bereits heute sehr stark ausgelastet. 
  • Der in der Argumentation der Stadt angeführte Einsatz eines größeren Busses, beispielsweise eines Gelenkbusses, erscheint unter den tatsächlichen Bedingungen vor Ort kaum realisierbar. Schon jetzt fehlt am Busknotenpunkt der notwendige Platz. So mussten beispielsweise zuletzt zwei Busse mitten auf der Straße halten. Es stellt sich daher die Frage, wie insbesondere Erst- und Zweitklässler diese unübersichtliche und potenziell gefährliche Situation sicher bewältigen sollen. 
  • Zudem ist aus unserer Sicht fraglich, wie eine größere Anzahl von Kindern – also bis zu rund 45 – zuverlässig in den bestehenden Linienverkehr integriert werden kann. 
  • Wir weisen ergänzend darauf hin, dass laut Beförderungsbedingungen des Verkehrsverbundes kleinere Kinder Sitzplätze benötigen sollten. Ob dies unter den aktuellen Bedingungen sichergestellt werden kann, erscheint zumindest fraglich.

4. Der Weg zu alternativen Haltestellen beziehungsweise der Schulweg insgesamt ist in der ländlichen Situation nicht ohne Weiteres zumutbar

  • Gerade in den Wintermonaten spielen unbeleuchtete oder nicht ausreichend gesicherte Wege, längere Fußstrecken und die allgemeine Verkehrssituation eine wichtige Rolle. Was auf dem Papier als „machbar“ erscheint, ist für ein sechs- oder siebenjähriges Kind in der Praxis oft etwas ganz anderes.

5. Bewertung der Verkehrssicherheit vor Ort

  • Laut den uns vorliegenden Informationen sollte nach der Verordnung zur Ausführung des § 97 Abs. 4 Schulgesetz (Schülerfahrkostenverordnung) bei der Beurteilung der besonderen Gefährlichkeit des Schulwegs auch die örtliche Verkehrssituation berücksichtigt und gegebenenfalls eine Stellungnahme der zuständigen Kreispolizeibehörde eingeholt werden. Eine solche Bewertung erscheint aus unserer Sicht für die Situation vor Ort sinnvoll.

6. Der spezielle Schulbus ist ein deutlicher Sicherheitsgewinn

  • Ein eigener Bus für Grundschulkinder schafft einen geschützten, verlässlichen und überschaubaren Rahmen. Gerade für jüngere Kinder ist dies ein wesentlicher Unterschied zum allgemeinen Linienverkehr. Hinzu kommt, dass der Schulbus früher abfährt und den Kindern dadurch eine pünktliche Ankunft in der Schule ermöglicht.

7. Die bisherige Nutzung des regulären Linienverkehrs sagt aus unserer Sicht nur begrenzt etwas über den tatsächlichen Bedarf aus

  • Der Schülerspezialverkehr deckt bereits heute nicht alle Unterrichtsenden ab: Es gibt lediglich eine Rückfahrt nach der 4. beziehungsweise 5. Stunde. Endet der Unterricht zu einem anderen Zeitpunkt, muss die Rückfahrt privat organisiert werden. Wenn zugleich der reguläre Linienbus zeitlich nicht passend fährt oder nur eingeschränkt nutzbar ist, erklärt dies, warum Eltern auf andere Lösungen angewiesen sind. Aus der bisherigen Nutzung des Linienverkehrs kann daher nicht geschlossen werden, dass kein Bedarf an einem verlässlichen Spezialverkehr besteht.  

8. Ein Wegfall des Spezialverkehrs würde sehr wahrscheinlich zu mehr Elterntaxis führen

  • Viele Eltern würden ihre Kinder unter diesen Umständen nicht allein mit dem ÖPNV fahren lassen. 
  • Die Folge wäre ein zusätzliches Verkehrsaufkommen im ohnehin angespannten Umfeld der Schule. Das wäre weder im Sinne der Verkehrssicherheit noch im Sinne einer sinnvollen Schulorganisation.

Deshalb möchten wir Sie bitten, die Situation noch einmal aus der konkreten Perspektive der betroffenen Grundschulkinder und ihrer Familien zu bewerten. Die bis zum Jahresende beschlossene Fortführung des Schülerspezialverkehrs bietet aus unserer Sicht die Chance, diese Zeit für eine gemeinsame Prüfung und die Entwicklung einer langfristig tragfähigen Lösung zu nutzen.

Wir begrüßen einen zeitnahen Austausch mit Ihnen und freuen uns auf Ihre Rückmeldung. 

Gerne stehen wir für ein persönliches Gespräch vor Ort zur Verfügung, um die Situation gemeinsam zu erörtern und tragfähige Lösungswege für die Zukunft zu entwickeln. “

ist seit 2024 Redakteurin des Bürgerportals. Zuvor hatte die Journalistin und Germanistin 15 Jahre lang für den Kölner Stadt-Anzeiger gearbeitet. Sie ist unter anderem für die Themen Bildung, Schule, Kita und Familien zuständig und per Mail erreichbar: k.stolzenbach@in-gl.de

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  1. Daran erkennt man wieder wunderschön, dass anscheinend niemand der Verantwortlichen sich ein Bild vor Ort gemacht hat. Die Bushaltestelle Steinacker ist schon seit Jahren ein Thema, weil die Sicherheit für jeglichen Fußgänger oder Radfahrer überhaupt nicht gegeben ist! Zebrastreifen? Fehlanzeige! Sichere Überquerungshilfen? Fehlanzeige! Tempo 50 der Autos? Sehr selten!
    Über die völlig überfüllten Busse erwähne ich am besten kein Wort, dass ist schon an Peinlichkeit nicht mehr zu überbieten.

    1. Hallo Dirk,
      ich empfehle Ihnen mal den Asselborner Weg vom Asselborner Hof aus zu Fuß (und dann in der Dunkelheit) zu gehen. Vermutlich werden Sie sich dann in Steinacker und Umgebung sofort total sicher fühlen.

  2. Dass die Ungleichbehandlung einzelner Grundschulen auf Dauer ein Problem darstellt, kann ich nachvollziehen. Allerdings gibt es schlicht keine Linienbusse, auf die die Schüler:innen aus Steinacker, Klein & Groß Hohn oder dem Volbachtal ausweichen könnten.
    Die Eltern werden durch die Einstellung des Schulbusses faktisch gezwungen, ihre Kinder per Auto oder Fahrrad zur Schule zu bringen. Hoffentlich können sie sich zumindest koordinieren & abwechseln.

    1. Guten Morgen U.Kleinert, das sehe ich etwas anders. Warum sollen die Kinder nicht zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule ? So lernen die Kinder schon von klein auf sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen und zu verhalten. Meine beiden Kinder sind so auch zur GGS Moitzfeld gekommen, ca. zwei Kilometer Fußweg, und es hat Ihnen nicht geschadet.

    2. Hallo U. Kleinert, ich kenne die Linienbussituation in den von Ihnen genannten Straßen nicht. Jedoch trifft es auf viele Kinder zu, dass sie an an einem Ort wohnen, an dem es weder den Schul- noch den Linienbus gibt. So z.B. die Kinder aus den Straßen Unterasselborn, Oberasselborn, Am Bücheler Hof, Bech, Asselborner Hof. Die Kinder laufen entweder zu Fuß die 2 und mehr KM Strecke zur Schule oder werden von den Eltern gefahren.

      Die Stadt setzt mit dem Wegfall geltendes Recht um, und das wird aufgrund der finanziellen Situation in Kürze noch viele andere Bereiche treffen.

      Wenn sie es nicht täte, würde sie den Kindern für heute die Zahlung im Erwachsenenalter aufbürden. Wer das beste für seine Kinder will nimmt Einsparungen (in allem Lebensbereichen) heute für sich und seine Kinder hin.

      1. Zum besseren Verständnis sollte man die zurückzulegenden Entfernungen zukünftig besser nicht in KM ausdrücken, sondern eher in GEHMINUTEN bei Schritttempo.
        Manche haben ja vielleicht vergessen/verlernt, dass man für 2 Km keine 2 Stunden benötigt, sondern nur 20 – 25 Gehminuten.