Dezenter Hinweis auf ein Parkhaus. Ob es da noch freie Plätze gibt? Wo liegen die Alternativen?

Im Spätsommer, so hatte die Stadtverwaltung verkündet, sollten nicht nur die Parkpalette an der Buchmühle, sondern auch das neue Parkleitsystem in der Innenstadt fertig sein und in Betrieb gehen.  Dass es mit der Parkpalette so schnell nichts wird, hatte sich schon im Juli herausgestellt, jetzt räumt die Pressestelle indirekt ein, dass es auch beim Parkleitsystem eine erhebliche Verzögerung gibt.

Im Dezember an den Start gehen

Den Fertigstellungstermin 31.8.2014 habe die Baufirma SWARCO aus organisatorischen Gründen  nicht eingehalten, bestätigt ein Pressesprecher. Bislang seien nur 13 der insgesamt 30 „Schildertragwerke“ fertig gestellt. Was damit gemeint ist, lässt sich am Driescher Kreuz besichtigen: ein im Boden verankerte Mast mit Kabeln, der einmal die Anzeigetafeln aufnehmen soll.

Ein Schildertragwerk. Hier soll das Parkleitsystem moniert werden.

Die neue Prognose: die ausstehenden Arbeiten brauchen noch ungefähr sechs Wochen, „sodass die Funktionsweise des Parkleitsystems ab November getestet und zum Weihnachtsgeschäft im Dezember dann an den Start gehen kann“.

Acht Stationen mit 2000 Stellplätzen (Doppelklick zur Vollansicht)

An das neue System angeschlossen seien im Prinzip alle Parkplätze mit mehr als 50 Stellplätzen:

  • RheinBerg Galerie,
  • RheinBerg Passage,
  • Parkhaus Löwencenter,
  • Parkplatz Schnabelsmühle,
  • Parkhaus Bergischer Löwe,
  • Parkpalette Buchmühle,
  • Parkhaus am Marienkrankenhaus
  • Parkhaus am Evangelischen Krankenhaus.

Nur das Parkhaus Gohrsmühle habe sich bislang nicht angeschlossen, insgesamt würden 2000 Parkplätze erfasst.

Die Kosten für das System beziffert die Stadt auf 330.000 Euro. Dabei werde die Investition mit 60 Prozent durch das Land Nordrhein-Westfalen bezuschusst. Die Stadt rechnet mit Folgekosten in Höhe von 9000 Euro im Jahr. Daran sollen sich die (privaten) Parkhausbetreiber beteiligen, nicht jedoch an den Investitionskosten.

So funktioniert das Parkleitsystem

Martin Hardt und Lutz Urbach stellten im Frühjahr das System vor

Die Planung stammt von einem Ingenieurbüro, dabei folgt das System dem aus in anderen Städten bekannten Muster:

  • Aus fünf Richtungen (Bensberg, Köln, Leverkusen, Odenthal und Kürten) wird der Verkehr zunächst „vorsortiert“.
  • Die Beschilderung beginnt an der Bensberger Straße/ Schnabelsmühle, an der Hauptstraße/ Driescher Kreisel, an Paffrather Straße/ Am Stadion, Odenthaler Straße/ am Broich und Hauptstraße/ Ferrenbergstraße.
  • Die jeweils folgenden Schilder gehen immer weiter ins Detail und zeigen am Schluss konkrete Parkeinrichtungen an, jeweils mit den aktuell zur Verfügung  stehenden Stellplätzen.

Gezählt werden die Bewegungen an den Schrankenanlagen der Zu- und Ausfahrten. Zusätzlich soll die Möglichkeit bestehen, an den Eingangstafeln über „Stadtinfo“-Module Informationen über die Verkehrslage oder Veranstaltungshinweise anzuzeigen. Insgesamt sind 30 Schilderstandorte vorgesehen.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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2 Kommentare

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  1. Die Parkpalette sah am vergangenen Samstag noch eher nach Rohbau aus. Ich bin kein Experte, aber eine Fertigstellung im September würde mich überraschen.

  2. Ich mach’ mal den Spielverderber: Einst wollte Bergisch Gladbach eine Stadt mit vorbildlich wenig Schildern werden (“Simply City”). Jetzt wird die Innenstadt für viel Geld mit großen Anzeigetafeln zugepflastert. Dabei ist zu erwarten ist, dass schon bald fast jedes Navigationsgerät und Smartphone zum nächsten freien Parkplatz lotst. Oder?
    Mehr zum Thema Verkehrswende in GL:
    https://in-gl.de/2013/07/07/verkehrspolitische-herausforderungen-in-gl/