Erst im Oktober geht es mit dem von Strundeverband und der Stadt verantworteten Großbauprojekt „Strunde hoch vier“ los, doch schon im Vorfeld verlegen Telekom und Belkaw ihre Versorgungsleitungen im Bereich der Odenthaler Straße. Am Montag (17.8.2015) beginnt die Belkaw mit Strom, Erdgas und Trinkwasser. Und zwar  in „erheblichem Umfang”, warnt der Energieversorger.

Zur Erinnerung: bei „Strunde hoch vier” geht es vor allem um Hochwasserschutz: der Hebborner Bach wird an die Strunde angeschlossen (hoch eins). Dafür muss das Regenwasser gereinigt werden – und dafür wird ein Klärbecken gebaut (hoch2). Gleichzeitig soll im Rahmen der Regionale 2010 die Strunde im Forumpark offen gelegt (hoch 3) und dann noch die Kreuzung an der Schnabelsmühle zum Kreisverkehr umgebaut (hoch 4) werden. Unter anderem müssen dafür 59 Bäume gefällt werden. Die Details finden sich in dieser Mitteilungsvorlage, siehe unten.

So stellen sich die Planer den künftigen Kreisverkehr vor. Foto: Stadtverwaltung

Der Strundeverband informiert an jedem 2. Donnerstag im Monat am Runden Tisch im Baustellenbüro am Buchmühlenparkplatz. Die erste Veranstaltung findet am 13.8., 18 Uhr statt. Das Baustellenbüro ist mittwochs und freitags von 10 – 12 Uhr geöffnet. Mehr Infos

Schon allein das Hochwasserprojekt (Stunde hoch eins bis zwei) hat gewaltige Auswirkungen auf den gesamten Straßenverkehr in der östlichen Innenstadt – und das auf viele Monate. Alle Baumaßnahmen sollen bis Ende 2017 abgeschlossen werden. Zusätzlich kommt die Umsetzung des – gemessen an den Kosten – zehnmal größeren Abwasserbeseitigungskonzepts.

Odenthaler Straße wird teilweise Einbahnstraße

In Höhe des Durchlasses der Strunde bzw. der Zufahrt zum Parkdeck Buchmühle, an der Odenthaler Straße, wird die Belkaw ihre Gas- und Wasserleitung sechs Meter tief verlegen, um den dort entstehenden Hochwasserkanal zu unterqueren. Zudem müssen mehrere Stromleitungen umgelegt werden, wofür die Odenthaler Straße in diesem Bereich gequert werden muss.

Daher ist es möglich, dass die Zufahrt zum Buchmühlenparkplatz zeitweise eingeschränkt wird.

Zudem muss die Verkehrsführung geändert werden: Die Odenthaler Straße wird ab Montag, 17. August 2015 stadtauswärts ab der Einmündung Hauptstraße bis zur Kreuzung Am Broich/Am Mühlenweg einspurig in eine Einbahnstraße verwandelt.

In Gegenrichtung stadteinwärts wird der Verkehr über Am Mühlenberg und Vollmühlenweg umgeleitet, die ebenfalls zu Einbahnstraßen werden. Bis zum 23. Oktober 2015 sollen die Arbeiten der Belkaw in diesem Bereich abgeschlossen sein. Anschließend beginnt die weit größere Baustelle des Strundeverbandes mit einer umfangreicheren Umleitung und wieder geänderter Streckenführung.

Baustelle im Knoten Hauptstraße/Odenthaler Straße

An der Kreuzung der Hauptstraße/Odenthaler Straße muss die BELKAW zwei große DN 400 und DN 600 Trinkwassertransportleitungen und eine Gasleitung verlegen, um Platz für ein Trennbauwerk zu schaffen. Auch hier wird viel Platz für die Baugrube benötigt. Hier geht es eine Woche später, am Montag, 24. August 2015, los.

Dazu wird eine Baustellenampelanlage den Verkehr an der Kreuzung regeln. Die Ampelschaltungen sollen mit den Ampelanlagen an der Kreuzung Odenthaler Straße/Am Mühlenberg und Hauptstraße/Sander Straße/Vollmühlenweg koordiniert werden, um den Rückstau so gering wie möglich zu halten.

Die Belkaw rechnet, dass diese Arbeiten in den betroffenen vier Straßenabschnitten der Odenthaler Straße bis Anfang Dezember abgeschlossen sind.

Östlichen Stadteingang umfahren – sehr weiträumig

Danach beginnen die eigentlichen Tiefbaumaßnahmen des Strundeverbandes, womit auch weiterhin mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen ist.

Daher empfiehlt die Belkaw: ortskundigen Kraftfahrern, die Baustelle „großräumig zu umfahren”.

Das macht Sinn. Allerdings: wenn man sich den Stadtplan anschaut wird man rasch erkennen, das „großräumig” wirklich „sehr großräumig” bedeutet.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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2 Kommentare

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  1. Der 1. Tag der Großbaustelle in Bergisch Gladbach City zeigte seine Wirkung für alle Autofahrer. Um von der Bensberger Str. über die Hauptstr. bis zum Am Mühlenberg zu kommen, benötigt man für ca. 800 m Fahrstrecke regulär 5 Min.- heute über eine halbe Stunde Fahrzeit, und das demnächst bis Dezember!!! Beschwerden hörte ich von vielen Autofahrern, d.h. das Konzept der Verkehrsführung / Ampelschaltung an der Hauptstr. ist schon ein Desaster. Warum muss hier überhaupt die 2. Spur (Linksabbiegespur in die Odenthaler Str.) gesperrt werden, da eh´nur wenige wegen der Einbahnstraße hier abbiegen können. Die Ampelphase an der Einmündung Odenthaler ist ebenfalls für alle Beteiligten viel zu kurz und bedarf einer Änderung.
    Die Verkehrsentzerrung aus dem Zentrum ist nicht richtig bedacht, hier hätte z.B. die Laurentiusstr. komplett geöffnet werden müssen.
    Ich kann nur hoffen, dass es noch zu einer abgeänderten Verkehrsfürung/- schaltung kommt, ansonsten besteht der Kollaps jeden Tag. Lebensqualität für die Anwohner ist das jedenfalls nicht.

  2. Aus Radfahrer-Sicht ist der Turbokreisel die absolute Katastrophe. – Kein Wunder, wurde doch diese Verkehrsführung zusammen mit dem Driescher-Kreisel geplant.

    Umlaufende Radwege um einen Kreisverkehr sind nachweislich die gefährlichste Führung, gleichzeitig lehnt die ERA 2010 aber bei Turbo-Kreiseln die Führung auf der Fahrbahn ab.

    Die zweite Fahrspur, welche zur Zeit noch problemloses Überholen von Radfahrern Richtung Bensberg ermöglicht, fällt weg.

    Die Busse fahren offenkundig komplett ohne eigene Einmündung in den Kreisverkehr ein und aus (Über durchgezogene Linien).

    Warum dort kein einfacher Kreisel mit recht großem Radius reichen soll weiss warscheinlich niemand mehr.