Das junge Ensemble beim Zuschauergespräch nach dem Stück.

Das junge Ensemble im Theas Theater zeigt seine Produktion „Im Schatten“ auch vormittags für Schulklassen und ich durfte dabei sein. Eine 8. Klasse hatte sich angemeldet.

Zu Beginn war es sehr laut, nach einer Ermahnung seitens der Lehrer war es nur noch unruhig, nach einer nochmaligen Ermahnung dann leise, das Stück begann. Und dann geschah, womit ich nicht gerechnet hatte: Es war 90 Minuten lang mucksmäuschenstill.

Danach standen die Schauspieler für Fragen der Schüler bereit. Darauf war ich sehr gespannt, das war der Grund, warum ich zu dieser Schülervorstellung gegangen war.

Aber die Fragen waren dann gar nicht zum Inhalt des Stücks, sie alle wollten etwas über die Schauspieler wissen. Namen, Alter, wie oft sie schon auf der Bühne gestanden haben.

Dabei stellte sich heraus, dass das junge Ensemble altersmäßig sehr gemischt war, es ging von 13 bis 18 Jahren. Auch die Bühnenerfahrung war unterschiedlich. Die Jüngeren standen zum ersten oder zweiten Mal auf der Bühne, die Älteren zum dritten oder vierten Mal.

Eine gute Frage, die niemand gestellt hat, die mir aber später gestellt wurde und die ich nicht beantworten konnte war: Warum mussten die heute Vormittag nicht in die Schule?

Die Fragen der Lehrer und meine eigenen betrafen den Inhalt des Stücks. Nein, niemand der Darsteller hatte eigene Erfahrung vom Leben auf der Straße. Das Thema wurde ihnen vorgegeben, geschrieben haben sie das Stück aber selbst.

Wie macht man das, ohne eigene Erfahrung? Sie haben Bücher gelesen, Filme angeschaut und über eine Kontaktperson auch persönlichen Kontakt über Whatsapp zu einigen Straßenkindern aufgenommen.

Was hat es den Darstellern am Ende gebracht? Sie seien sensibler geworden im Umgang mit obdachlosen Menschen und Straßenkindern.

Weitere Abendvorstellungen:  17. / 18. / 24. und 25.11. jeweils um 20 Uhr, alle mit Publikumgsgesprächen nach den Vorstellungen.

Zum Inhalt des Stücks:

Im Schatten: Theas zeigt Alltag von Straßenkindern

(Frau Wirrkopf) Seit 1980 bin ich Bürger dieser Stadt, das ist fast mein halbes Leben. Nach 6 Jahren Hartz IV genieße ich nun seit Herbst 2012 meine wohlverdiente Rente. Ich lebe gerne hier. Daran, dass ich mehr Zeit als Geld habe, hat sich aber auch mit der Rente nichts geändert. Darum bin ich mit...

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