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Seit Gründung des ADFC Kreisverbandes RheinBerg-Oberberg e.V. in 2013 bin ich im Vorstand, seit Herbst 2015 Vorstandsvorsitzender.

3 Kommentare zu “Radeln in der Fußgängerzone: Miteinander läuft’s”

  1. Danke für den guten Artikel. Ich mache meine Erledigungen in der Stadt meistens mit dem Fahrrad und habe auch das Glück zu meiner Arbeitsstelle in der Stadt bei Wind und Wetter zu jeder Jahreszeit radeln zu können.So diene ich der Umwelt, brauche keinen Parkplatz, tue was für meine Gesundheit, spare Geld und habe auch noch Spaß dabei. Schon lange warte ich auf die Erlaubnis durch die Fußgängerzone fahren zu dürfen. Rücksichtsvolles Fahren finde ich selbstverständlich, egal mit welchem Verkehrsmittel. Ich freue mich und denke, dass es eine gute Sache sein wird. Fahrradfreundlich Städte haben eine höhere Lebensqualität.

  2. Sehr geehrter Herr Werheid,

    da sind aber einige Wünsche die Väter Ihrer Gedanken. Ich darf mir ein Urteil über Fahrradfahren oder nicht in Fußgängerzonen (Fgz) erlauben, weil ich bei sehr vielen, mehrtägigen Radtouren immer wieder durch Städte komme, die radfahrfreie und -verbotene Fgz haben. Dabei habe ich eins begriffen: Es gibt keine für alle tragbare Lösung!

    Die von ihnen verniedlichten “Rowdies” sind rücksichtslos, erschrecken nicht nur alte Leute – von denen es immer mehr gibt, wie auch Sie wissen sollten – und Kinder, legen es manchmal auf solche Gelegenheiten an und sind nicht geeignet, sich in Fgz zu bewegen. In einer Fgz, in der Fußgänger und Radfahrer ähnliche Rechte haben, müsste viel reguliert und dafür mindestens Ordnungskräfte abgestellt werden. Wer zahlt das?

    Viele, auch jüngere Leute besitzen nicht das Gehör, ein leise von hinten sich näherndes Fahrrad zu hören. Ebenso wenig sind Radfahrer geneigt, ihre Klingel einzusetzen, wenn sie überhaupt eine haben. Wie also soll in einer Fgz während mittlerer Begehung das Miteinander gestaltet werden? Radfahrer sollen absteigen, und die Fußgänger? Die können nicht mehr, wie das eine FUSSGÄNGERUONE signalisiert, gehen, wie sie wollen, die Richtung plötzlich wechseln oder stehen bleiben.

    Ihre Tipps zum “Radfahren in der Fußgängerzone” sind reines Wunschdenken, wie ich am Anfang schon behauptete. Alle richten sich an Radfahrer, von denen viele bis ins mittlere Alter hinein lachen werden. Aber nicht aus Spott sondern wegen der Undurchführbarkeit. Ich halte Ihre Tipps und die meisten anderen Ihrer Behauptungen für nicht zutreffend. Und da habe ich über die Radwege auf der Kölner Straße und die geplanten auf der Buddestraße noch nicht geschrieben. Was da abgeht und abgehen soll ist unverantwortlich.

    MfG
    Rolf Havermann

  3. “Die Gruppe der Verkehrsrowdys wird sich auch weiterhin nicht an Verbote halten, aber für die überwiegend rücksichtsvolle Mehrheit …” ist ein Satz, der zwei Teile enthält: Im ersten Teil gibt man endlich zu, dass es Verkehrsrowdys überhaupt gibt – das wurde bisher vehement bestritten. Der zweite Teil ist nach meiner Beobachtung falsch: Es wird der Radweg auf den falschen Straßenseite genutzt, oft wird der für teueres Geld angelegte Radweg gar nicht genutzt, knapp hinter dem Fußgänger geklingelt, durch die Fußgängerzone schon heute zu schnell gefahren. Leider ist es nicht die “überwiegende Mehrheit”, die sich rücksichtsvoll verhält, sondern die Mehrheit der Radfahrer. Hinzu kommt, dass die ach so vorsichtigen Eltern ihren Kindern bewußt Fehlverhalten beibringen. Auch dass habe ich leider immer wieder beobachtet. Die gut gemeinten Tipps brauchen rücksichtsvolle Radfahrer eigentlich nicht, denn auch sie sind mal zu Fuß oder (oh Schreck) als Autofahrer unterwegs und achten deshalb von selbst auf ein gutes Miteinander.

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