Zehn Wochen nach der Entdeckung einer Verunreinigung des Trinkwassers hat die Belkaw die Chlorung in Hebborn wieder eingestellt. Die kontinuierlich entnommenen Proben seien seit Wochen keimfrei, daher sei die Vorsichtsmaßnahme in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt jetzt eingestellt worden, teilte das Versorgungsunternehmen am Mittwoch mit. 

Im Leitungsnetz der Druckzone 2 könnten noch kleine Restmengen von Chlor vorhanden sein, die werden aber in wenigen Tagen komplett ausgespült sein, so die Belkaw weiter. Die Chlormenge war bereits in den vergangenen Tagen deutlich herunter gefahren worden. Weiterhin werde das Trinkwasser durch eine „intensive Beprobung überwacht und streng kontrolliert”.

Das Chlorwasser war gesundheitlich unbedenklich, hatte aber einen deutlichen Geruch. Daher griffen viele Haushalte in Hebborn in den vergangenen Wochen auf Trinkwasser aus Flaschen zurück – preiswertes stilles Wasser war in den Supermärkten des Viertels regelmäßig ausverkauft. 

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Die Belkaw hatte sich für das Ungemach entschuldigt und eine symbolische Wiedergutmachung in Form von 50.000 Euro für die Sanierung der Grundschule Hebborn versprochen. Sollten Bürger durch die Verunreinigung und den folgenden Maßnahmen einen Schaden erlitten haben, sollen sie sich bei der Belkaw melden. Das Unternehmen hatte angekündigt, alle Ansprüche zu prüfen.

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Am 15. Dezember hatte die Belkaw mitgeteilt, dass in einem eng umgrenzten Bereich an der Odenthaler Straße Enterokokken im Trinkwasser gefunden worden waren. Das Gesundheitsamt verfügte zunächst ein strenges Abkochgebot, gleichzeitig wurde das Wasser mit Chlor desinfiziert.

Erst nach Wochen wurde die Ursache der Verkeimung gefunden: Bauarbeiter hatten bei Schweißarbeiten Mehl eingesetzt, um Feuchtigkeit zurückzuhalten. Sie hatten das Mehl im Rohr gelassen und so den natürlichen Keimen im Mehl eine optimale Brutstätte verschafft. 

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Redaktion

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1 Kommentar

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  1. Mal eine bescheidene Frage dazu, dass die Belkaw den großzügigen Betrag v. 50.000 Euro als Entschuldigung an die Grundschule in Hebborn gespendet hat : gibt es eigentlich einen Grund dafür, dass die anderen betroffenen Einrichtungen (z B. Strunde-Grundschule, diverse Kindergärten…) keine Entschuldigungszahlung bekommen haben? Ich verstehe das nicht wirklich . Persönliche Beziehungen von Belkaw-Entscheidungsträgern zu einzelnen Schülern / Lehrern der Grundschule Hebborn können doch sicherlich als Grund ausgeschlossen werden,oder?!