Thomas Kunze ist Kreissprecher der AfD, die in den Ratssaal in Bensberg eingeladen hatte. Foto: Screenshot

Nach dem 3. „populistischen Aschermittwoch” der AfD Rhein-Berg im Rathaus Bensberg ist das Maß für die SPD voll. Fraktionschef Klaus Waldschmidt erstattet Anzeige wegen Volksverhetzung gegen einen Redner. Die gesamte Veranstaltung ist per Video dokumentiert. Schauen Sie es sich an – und bilden Sie sich eine eigene Meinung. 

Im Video trifft man Thomas Kunze als Gastgeber wieder. Er war Landtagskandidat der AfD, vertrat über Jahre hinweg seine Frau im Integrationsrat und ist Kreissprecher der AfD. Anschließend reden die beiden Bundestagkandidaten der AfD auf RheinBerg, Roland Hartwig und Harald Weyel. Beide rechnen mit der Bundesregierung und den anderen Parteien ab. In einer Art und Weise, die sie als humorvoll verstehen. 

Danach spricht Uwe Jung, der AfD-Fraktionsvorsitzender im Landtag von Rheinland-Pfalz. In Minute 43 bezeichnet er Flüchtlinge als „kriminelles Pack” – und lieferte Waldschmidt damit den Anlass für die Strafanzeige.

Waldschmidt erklärt: „Es ist untragbar, dass geflüchtete Menschen in unserem Bergisch Gladbacher Rathaus als kriminelles Pack verunglimpft werden. Das sehe ich als Volksverhetzung. Wir müssen Konsequenzen aus diesem Verhalten ziehen. Damit unsere Rathäuser nicht weiterhin missbraucht werden von diesen Hetzern.“

Die Stadtverwaltung hatte bislang immer argumentiert, keine Möglichkeit zu haben, Veranstaltungen der AfD im Ratssaal abzulehnen. Solange es zu keinen Straftaten komme.

Machen Sie sich selbst ein Bild:

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3 Kommentare

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  1. Jemand, der einen Spruch absondert wie der „Wehrhafte Bürger“ und dann zu feige ist, seinen richtigen Namen darunter zu setzen, passt genau in das Bild, das nicht so wehrhafte Bürger von der AFD haben. Die Menschen, die diese Partei aus weniger politischen als mehr völkischen Überlegungen heraus gewählt haben, mögen sich daran erinnern, was solche Volksverhetzer mit Europa gemacht haben. Waren damals die Phantasien der braunen Machthaber geeignet, den Menschen eine Zukunft zu geben? Nein, sie haben nur über 30 Millionen Tote gebracht und das tausendjährige Reich dauerte mal gerade 12 Jahre!

    Darum gilt heute: Wehret den Anfängen!“, mögen die AFDler und deren Erfüllungsgehilfen noch so allheilend wirken wollen, wie sie das niemals wollen und können.

  2. Ich habe mir alle Reden angehört und bin der Meinung, dass sie ausländerfeindlich, rassistisch, menschenverachtend sind.
    Es wird gegen Flüchtlinge und Helfer und Ausländer und Politiker der demokratischen Parteien, CDU und FDP und SPD geredet.
    So eine AFD gehört als Partei verboten und vom Verfassungsschutz beobachtet.
    Das Rathaus in Bensberg sollte der AFD verbieten dort aufzutreten.
    Ich hoffe dass jedem klar ist, wer die AFD wählt, wählt auch die Höckes und Poggenberg und den Rassismus und Antisemitismus und Flüchtlingsfeinde.