Marcus Otto

Die Kreishandwerkerschaft Bergisches Land hat neue Pläne für eine Vereinsgründung, denn das Handwerk muss für junge Leute attraktiver werden. 

Der Verein verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke, kann Spenden entgegennehmen und diese Gelder unmittelbar zur Unterstützung und Förderung der beruflichen Bildung im Rheinisch-Bergischen Kreis, Oberbergischen Kreis und Leverkusen einsetzen.

Mit diesen Mitteln sollen beispielsweise technische Einrichtungen oder Arbeitsmaterialien angeschafft oder auch die Berufsausbildung und/oder Weiterbildung im Ausland gefördert werden.

„Qualifizierte Handwerker sind die Grundlage eines erfolgreichen Wirtschaftsmotors“, erklärt der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land, Marcus Otto, sein Engagement.

„Über den Fachkräftemangel zu sprechen sei das eine, aber das Handwerk ist jeher dafür bekannt, die Herausforderungen zu lösen und anzupacken. Daher machen wir uns auch weiterhin für die berufliche Aus- und Weiterbildung stark. Wir warten nicht auf eine Veränderung, sondern unser Ziel ist es, an der Veränderung aktiv mitzuwirken.“

Dank der Innungsbetriebe in der Region konnte die Kreishandwerkerschaft bereits im vergangenen Jahr – gegenläufig zum allgemeinen Trend – eine Steigerung von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr bei den Ausbildungsabschlüssen verzeichnen. Das ist ein sehr erfreuliches Ergebnis.

Um den aktuellen Bedarf jedoch zu decken, müsste ein Plus von bis zu 20 Prozent erreicht werden. Daher bleibt es auch weiterhin vorrangig, neue Wege zu finden, um junge Menschen anzusprechen und für das Handwerk zu begeistern.

Aus diesem Grund bietet die Kreishandwerkerschaft Bergisches Land beispielsweise seit kurzer Zeit eine eigene App an, die über die unterschiedlichen Handwerksberufe informiert und offene Stellen anbietet.

Einstimmiges Votum für „Förderverein Bildung”

Die Mitgliederversammlung der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land, bestehend aus ihren dreizehn Obermeistern und weiteren Delegierten inklusive ihrer Geschäftsführung, hat bei ihrer Klausurtagung Ende vergangener Woche in Bergisch Gladbach einstimmig die Gründung des Fördervereins Bildung der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land e.V. beschlossen.

Ein ausführlicher Vortrag zur Thematik der Regionale 2025 durch ihren Geschäftsführer, Dr. Reimar Molitor, hat die Klausurtagung im Tagungszentrum Kardinal-Schulte-Haus in Bergisch Gladbach abgerundet.

Der Zusammenschluss der drei Kreise, Oberbergischer Kreis, Rheinisch-Bergische Kreis und Rhein-Sieg-Kreis, als Ausrichter der Regionale 2025 bietet auch dem Handwerk interessante Möglichkeiten.

Der Geschäftsführer der Regionale 2025 betonte, dass zu einer zukunftsfähigen Heimat eben auch das Handwerk gehört. Daher seien deutlich gemeinsame Interessen zu erkennen, denn sein Projektziel ist, zukunftsfähige Heimat zu schaffen – im ländlichen Raum genauso wie in Städten der Region.

Der Zusammenschluss der drei Kreise trägt den Titel „Das Bergische RheinLand“ und hat vor allem die Region im Fokus – auch mit dem Schwerpunkt „Lebensqualität und regionale Wirtschaft“.

Alle Beteiligten, sowohl die Mitgliederversammlung der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land, die Geschäftsführung der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land und der Geschäftsführer der Regionale 2025 Agentur, sind sich sicher, dass auf dieses erste Informationstreffen weitere folgen werden und es durch die Regionale 2025 auch spannende Themen für das Handwerk geben wird.

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