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10 Kommentare zu “CDU: „Erweiterte Teilöffnung ist ein guter Kompromiss””

  1. Füssgängerzone frei für Radfahrer .??
    Wer kommt auf so eine Idee? Gab früher nicht.
    Es sollte eingendlich eine FUSSGÄNGERZONE bleiben.
    Ich fahre auch mit dem Rad jeden Tag ich fahre immer aussen Rum wenn ich in die Stadt will.

  2. Sehr geehrter, lieber Herr Havermann,

    die meisten Ihrer Beiträge, ob im Bürgerforum oder als Leserbriefe in der Ortspresse, schätze ich sehr. Unsere Stadt braucht diese kritischen Stimmen. Der aktuelle Dialog mit Herrn Gajewski ist mir allerdings mit zu viel Biss garniert.

    Respektvolles Miteinander brauchen wir in allen Situationen unseres Lebens, zugegeben im Straßenverkehr ganz besonders. Da gibt es noch riesigen Nachholbedarf. Ich halte mich an dem Grundsatz, der Stärkere nimmt immer Rücksicht auf den Schwächeren, egal ob er im Recht ist oder nicht, denn jeder Crash ist einer zu viel. Und wenn ein Auto daran beteiligt ist, dann sind die Auswirkungen besonders schlimm, denn weder der Fußgänger noch der Radfahrer verfügt über eine Knautschzone.

    Noch eine Anmerkung zum Bergisch Gladbacher Straßenverkehr: Der Sättigungsgrad auf den innerstädtischen Straßen ist längst erreicht. Eine bessere Mobilität zugunsten des Autofahrers können wir vergessen. Wochentags staut sich die Blechlawine vor jeder Ampel, übers Wochenende sind unsere Wohnstraßen mit parkenden Autos zugeknallt. Lebensqualität stelle ich mir anders vor. Helfen jetzt nur noch Fahrverbote?

    Eine Möglichkeit, diesem Zustand entgegenzuwirken besteht wirklich darin, bei den innerstädtischen Erledigungen auf das Fahrrad umzusteigen. Ich praktiziere das seit August 2017. Seitdem ist das Fahrrad mein bevorzugtes Bewegungsmittel. Mein Fahrradtacho steht inzwischen bei 3.300 Kilometer, aufs Jahr umgerechnet spreche ich mal von 2.000 Kilometer. Meine Autofahrleistung habe ich damit um 25% reduziert.
    Jetzt stellen Sie sich einmal vor, 1.000 Bergisch Gladbacher Menschen würden das Gleiche tun. Im Ergebnis hätten wir auf einen Schlag 2 Millionen Autokilometer im innerstädtischen Verkehr weniger!

    Ich bleibe bei meinem Umstieg aufs Fahrrad. Verbessern wir in Bergisch Gladbach zugunsten der Fahrradfahrer die Infrastruktur. Dann werden wir ein positives kleines Wunder erleben.

  3. Sehr geehrter Herr Gajewski,

    Sie schreiben um den heißen Brei herum und gefallen sich in Gemeinplätzen. Ich weiß nicht, wie Sie Ihre Eindrücke von Radfahrern, über die Sie Ihre schützende Hand legen, erlangen und wer hier den Bock zum Gärtner macht. Jedenfalls scheinen Sie einzig und alleine durch die Radfahrer-Brille zu gucken. Wie kann ein schauenden Auges Erlebtes subjektive Wahrnehmung sein, warum ignorieren Sie Fakten? Was Sie über die von Ihnen zitierte Studie behaupten, ist allerdings mindestens hier sehr subjektiv. Weil die hier niemand kennt, kann man viel behaupten. Eine entgegengesetzte Studie ließe sich vermutlich leicht finden.

    Auch Radfahrer lassen die Verkehrsteilnahme von Fußgängern ebenfalls als Strafe empfinden, betrachtet man den alltäglichen Verkehr und die Beinahezusammenstöße auf den Zebrastreifen, wohin Radfahrer nur zu Fuß hingehören. Oder Menschen als Slalomstangen benutzende Drahtesel-Rowdies auf den Gehwegen. Oder die falsche Straßenseite nutzende Radfahrer auf Radwegen. Oder die fast grundsätzlich über rote Ampeln fahrenden Verkehrssünder auf 2 Rädern,. Das alles ist meine subjektive Wahrnehmung? Hier hat überhaupt Nichts mit Gefühlen zu tun sondern mit irreführenden Aussagen Ihrerseits, die tatsächlich gefährlich sind. All die Beinahe-Unfälle, die man täglich in Verbindung mit Radfahrern erleben kann, all die Verkehrsverstöße zu ignorieren, wird kaum zu einem Miteinander im “Verkehrsverbund” führen.

  4. Was schreiben wir uns die Finger wund, wenn Herr Gajewski es mit seinem humoristischen Vierzeiler auf den Punkt bringt. Danke, Ihr Beitrag spricht mir aus dem Herzen.

  5. Sehr geehrter Herr Havermann,
    sie verwechseln da Bock und Gärtner und setzen subjektive Wahrnehmug vor Fakten. Radfahrer wollen nicht durch Fussgängerzonen fahren, gar rasen, sondern nehmen als Teil des Umweltverbundes für sich in Anspruch nicht diskriminiert zu werden. In GL ist es eine Strafe zu radeln und ohne zivilgesellschaftliche Interpretation der StVO eine Zumutung. Die von Ihnen geforderte Regeltreue zementiert diesen Missstand und das ist in Zeiten des Klimawandels kontraindiziert.
    Auch die von mir zitierte Studie sagt, dass die Risikowahrnehmung zunimmt, die Unfälle aber nicht. Statistiken grundsätzlich in Frage zu stellen ist eine gefährliche Gewohnheit unserer Gesellschaft geworden, weil eine schlechte Statistik zumeist immer noch besser ist als das persönliche Gefühl.
    Sehr geehrte Frau/Herr xsara,
    wenn es mit dem Miteinander nicht klappt, muss man daran arbeiten, aber nicht durch aussperren, sondern durch Kooperation. Sonst ist es ein Argument wie, “wenn ich Ausländer aussperre, gibt es keine Probleme mit Ausländern…” und das meinen Sie sicher nicht so. Aggression entsteht ja nicht zuletzt aus Missachtung.

    Das Problem wurde zuletzt schlüssig humorisiert:
    Ein Autofahrer, ein Radfahrer und einFußgänger gehen in eine Kneipe. Auf der Theke liegen 12 Kekse. Der Autofahrer nimmt sich zehn und flüstert dem Fußgänger zu “Pass auf, dass der Radfahrer nicht Deinen Keks wegnimmt!” – Nachtrag: Der Behinderte hat es wegen der Schwelle garnicht erst in die Kneipe geschafft….

  6. Es heißt “Fußgängerzone” und da möchte ich mich als Fußgänger auch angstfrei bewegen können. Ich bin gehbehindert und häufig mit meiner kleinen Enkelin unterwegs. Dass man von rasenden Radlern fast umgefahren und mit unverschämten Worten angemeckert wird – muss das in einer für Fußgänger gebauten Straße sein? Nicht alle Radler sind so, aber leider viel zu viele!
    Mein ganz persönlicher Eindruck ist, dass in Berg. Gladbach die Radfahrer erheblich aggressiver fahren als in anderen Städten, in denen ich in Einkaufsstraßen/Fußgängerzonen unterwegs war und bin.

  7. Ich hätte mir gerne gewünscht, wenn der städtische Fachausschuss sich den Ruck gegeben hätte, die Gladbacher Fußgängerzone ohne Zeitbeschränkung für die Fahrradfahrer zu öffnen. Es wäre ein Signal gewesen für eine Trendwende bei der Regelung des innerörtlichen Straßenverkehrs: Gleichberechtigung für Fahrradfahrer. Polizei und Verwaltung plädierten für diesen Schritt. Der Fachausschuss bevorzugte die Verbotsvariante mit bescheidenem Fahrraddurchlass.
    Natürlich hätte ich mich auch der Forderung der Politik untergeordnet, beim Befahren der Fußgängerzone die Rolle des “Gastes” einzunehmen, sprich Rücksichtnahme. Die jetzt getroffene Entscheidung setzt ein klares Zeichen: Radfahrer in der Fußgängerzone sind unerwünscht.

    Bei genauer Betrachtung muss ich allerdings feststellen, dass diese Denkmentalität (Rolle des Gastes) leider auch immer noch auf Bergisch Gladbachs Straßen besteht.
    Da das Bürgerportal fast unbegrenzten Raum für Leserzuschriften bietet, liefere ich folgendes Beispiel:

    Das Mobilitätskonzept Bergisch Gladbach 2030 stellt fest, dass der Radverkehr zwischen den Ortsteilen Schildgen/Paffrath und der Stadtmitte außergewöhnlich stark ist. Diese Strecke ist auch Schulweg. Hier suchen täglich hunderte von Schülerinnen und Schülern per Fahrrad ihre Spur…auf Fahrradstreifen, schlechten Radwegen, auf Gehwegen und auf der Straße. Sie sind geduldet – leider nur als Gäste – auf einer Strecke, auf der der Autofahrer die erste Geige spielt. Daher sind hier Unfälle keine Seltenheit (MobiK, S. 47).

    Mein Lösungsvorschlag:
    Wie wäre es denn, für die Sicherheit der Radfahrer auf dieser viel befahrenen Straße eine attraktive Strecke anzubieten: Dazu sollten die Parkplätze parallel zum Stadion und Cox-Gelände entfallen. Das ersatzweise Parken könnte auf dem Ascheplatz des Stadiongeländes unter dem Motto „Park and Go“ eingerichtet werden. Die Innenstadt ist von dort in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar.

    Im weiteren Verlauf stadteinwärts sollte der Verlauf des Radweges ab dem Stelzenbauwerk (gegenüber der Röntgenstraße) über die Fahrbahn von rechts nach Mitte geleitet werden (mit rotem Belag abgesetzt), über die Kreuzung führen, hinunter bis zum Konrad-Adenauer-Platz. Die Parkplätze zwischen Stationsstraße und Konrad-Adenauer-Platz sollten ebenfalls entfallen. Zum einen gibt es genügend Parkraum in der Innenstadt, zum anderen benötigen der Bus- und Anlieferverkehr zum Marienkrankenhaus breitere Fahrfläche. Für Anlieferverkehr und Taxis sollte eine Haltebucht eingerichtet werden.

    Und wenn dann noch am Zielpunkt ausreichende Abstellflächen für Fahrräder entstehen, wäre von Paffrath aus eine attraktive Fahrradroute in die Stadtmitte im Angebot, mit mehr Platz und Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer und einem Radfahrer, der ernst genommen wird.

  8. Ich glaube nicht, dass die Probleme, die Fußgänger und Radfahrer miteinander haben, vom Leitbild der Politiker herrühren. Eine sehr gewagte Erklärung. Die Probleme haben einen gesellschaftlichen Hintergrund, nämlich die immer stärker schwindenden Vorsätze für ein vernünftiges Miteinander, was natürlich den gesamten Verkehr – zu Fuß, mit 2 oder 4 Rädern – betrifft. Alle sind wenig bereit, Rücksicht walten zu lassen. 3 x die Woche früh morgens habe ich das zweifelhafte Vergnügen, auf meiner Fahrt von Bensberg nach Gladbach zahlreiche Fahrradfahrer zu beobachten, die permanent Verkehrsunfälle provozieren und Verstöße gegen die SVO begehen. Sie rasen über Gehwege und überqueren im Fortlauf Straßen über die Zebrastreifen, die per Schilder nur für Fußgänger zu betreten sind, behindern dabei Fußgänger, wenn sie sie nicht gleich anfahren, zwingen Autofahrer zu Vollbremsungen, wenn die dachten, die Fußgänger sind durch und dann noch ein Radrennfahrer unbedingt durch muss, auf den seiner Schnelligkeit gar nicht reagiert werden kann. Hinzu kommen sehr häufige Überfahren roter Ampel, für das Autofahrer einen Punkt in Flensburg kassieren. Damit will ich sagen, dass beim Verkehrsteilnehmer Radfahrer in der Summe der größte Anteil an Disziplinlosigkeit liegt.

    Natürlich betrifft das nicht alle Radfahrer, aber zumindest morgens in der Rush Hour eine ganze Menge. Ich habe weder von ProVelo nach vom ADFC, aber auch nicht von der Polizei oder vom Ordnungsamt je ein Schriftstück gelesen, in dem auf diese Problematik eingegangen wurde. Da müssen wahrscheinlich erst ein paar Menschen sterben., bevor das relevant wird.

    Gleich welche Beispiele man wählt, man kann mit Statistiken alles beweisen und gleichzeitig das Gegenteil behaupten wollen. Ich lernte bei vielen Radtouren durch Städte wie BGL meistens Einkaufsstraßen u.Ä. kennen, die von 6:00 bis 22:00 Uhr für Radfahrer gesperrt sind. Das scheint mir für BGLs Hauptstraße auch richtig zu sein, gleichgültig, ob kaum Fußgänger unterwegs sind oder sehr viele. Das Einsehen dafür wird erst entstehen, wenn alle Fußgänger, die bereits und in Zukunft von Radfahrern angegangen wurden und werden, dies zum Bekanntwerden bringen. Bisher hilft da niemand.

  9. Neulich lief ich durch Weimar, Sie wissen, die Stadt von Goethe und Bauhaus. Ähnlich groß wie GL aber 2 Millionen Besucher pro Jahr. engere Gassen mit Kopfsteinpflaster UND freigegeben für Radfahrer, volle Gassen. Bergisch Gladbach hingegen leer, auch zwischen 11 und 17 Uhr, daher fahren manche Radler dort auch schnell, sieht nämlich wie eine Fahrradschnellstrasse aus. Das Problem sind nicht die Radfahrer, wie auch die Studie (https://adfc-thueringen.de/news/radfahrer-der-fu%C3%9Fg%C3%A4ngerzone) oder die Erfahrungen in Köln zeigen, sondern das Leitbild der Politiker in einer Autostadt ohne Autowerk.

  10. Der Vertreter des Ordnungsamts hat in der Sitzung deutlichgemacht, dass die Regelung mit unterschiedlichen Abschnitten und zeitlichen Einschränkungen so kompliziert ist, dass sie sich kaum vermitteln lässt. Das bedeutet für die Zuständigen sehr viel Arbeit.

    Unter der Woche tagsüber ist in der (immerhin knapp 20 Meter breiten) Fußgängerzone meist nur wenig los, entsprechend unproblematisch ist das Miteinander.

    Aber um rationale Argumente geht es leider nicht. Wir gehen auf die Kommunalwahl zu, und das Thema ist zu emotional und umstritten, um sich da eine ‘Blöße’ zu geben.

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