Klaus Henninger und Manfred Habrunner präsentieren das neue Logo der Belkaw

Als Energieversorger mit einem austauschbaren Produkt in einem hart umkämpften Markt kommt es für die Belkaw darauf an, sich als lokales, zuverlässiges und kundennahes Unternehmen zu präsentieren. Damit das noch klarer wird, gibt sie sich einen ganz neuen Markenauftritt.

Bislang orientierte sich das Logo der Belkaw stark an dem der Mutter RheinEnergie, in rot und weiß. Diese Farbkombination verschwindet ab dem 7. Mai aus dem öffentlichen Erscheinungsbild des Unternehmens, statt dessen prägen blau und grün das neue geschwungene Logo, dessen Wellen für Wiesen, Wälder und Gewässer des bergischen Landes stehen sollen und das sich am Erkennungszeichen des Rheinisch-Bergischen Kreises orientiert.

 „In einer Zeit, in der Produkte und Marken in der Energie- und Versorgungswirtschaft immer stärker um die Aufmerksamkeit der Kunden konkurrieren, ist ein klares und strukturiertes Erscheinungsbild ein wichtiger Wettbewerbsfaktor“, sagte Belkaw-Geschäftsführer Klaus Henninger bei der Vorstellung der Neugestaltung.

Befragungen der Kunden hatten gezeigt, dass die Kunden die lokale Verbundenheit der Belkaw sehr schätzen – daher zeige das neue Logo „den Puls des Bergischen Landes“, ergänzt Ko-Geschäftsführer Manfred Habrunner.

Eine sechsstellige Summe habe das Unternehmen, das jeweils zur Hälfte der RheinEnergie und der Stadt Bergisch Gladbach gehört, für die Neupositionierung in die Hand genommen. Unter anderem für eine Marketingkampagne, die mit bergischen Motiven am 7. Mai in lokalen Medien startet.

Strom- und Gaskunden wandern ab

Hintergrund ist der harte Wettbewerb auf dem Energiemarkt. Mit der Liberalisierung vor 20 Jahren haben Grundversorger wie die Belkaw ihre Monopolstellung verloren, seither wandern zahlreiche Strom- und Gaskunden zu preiswerteren Konkurrenten ab.

Etwa 65 bis 70 Prozent der Haushalte im Geschäftsgebiet der Belkaw (Bergisch Gladbach, Burscheid, Kürten, Leichlingen, Lindlar, Odenthal) sind dem lokalen Versorger noch treu, der Trend zeige weiter nach unten, erläutert Henninger.

Damit schrumpfen auch die Gewinne: nach Steuern hatte die Belkaw 2016 noch 16 Millionen Euro verdient, 2017 waren es knapp 12 Millionen. Die Zahlen für 2018 werden in den nächsten Wochen vorgelegt.

„Im Herzen bergisch“

Diesen Trend gelte es zu stoppen, „Stabilität ist das Gebot der Stunde”, sagt Habrunner. Dabei könne und wolle die Belkaw nicht als Discounter mit den billigsten Preisen punkten, sondern mit ihrer Heimatverbundenheit. Daher laute die Markenbotschaft „Im Herzen bergisch“.

Dahinter stehen drei konkrete Vorteile gegenüber anonymen Internet-Anbietern, führt Henniger aus: Kundennähe, Versorgungssicherheit und Engagement für Sport, Kultur und Bildung in der Region.

Die Kundennähe will die Belkaw weiter ausbauen: für Gewerbekunden gibt es feste Ansprechpartner, für Privatkunden werden die dezentralen Kundenzentren ausgebaut. Auch in der Gladbacher Innenstadt wird nach einem geeigneten Ladenlokal gesucht. „Wir sind persönlich vor Ort und ansprechbar”, sagt Henninger.

Zur Kundennähe gehöre auch, dass die Belkaw keine abgehobenen Hightech-Produkte anbietet, sondern Dinge, die in dieser eher ländlich geprägten Region gebraucht werden. Zum Beispiel sogenannte „Wallboxen”, um in der eigenen Garage das Elektroauto aufladen zu können. Oder eine Heizung zum Festpreis.

Das sagt Bürgermeister Lutz Urbach zum neuen Auftritt
„Die Stadt Bergisch Gladbach hat sich im Jahr 2014 bewusst dazu entschieden, mit einer Wiederbeteiligung an der BELKAW stärker auf die wichtige Infrastrukturaufgabe Energie und Wasser Einfluss zu nehmen.

Das Wohl und Wehe einer Kommune hängt davon mit ab, und au-ßerdem möchten wir am wirtschaftlichen Erfolg der BELKAW partizipieren. Dies hilft uns, die öffentlichen Aufgaben für die Bürgerinnen und Bürger zu erfüllen. Außerdem können wir als Anteilseigner mit beeinflussen, dass die Energie für die Menschen in der Stadt langfristig bezahlbar bleibt.

Wir sind stolz darauf, dass die BELKAW sich im Wettbewerb auf dem Energiemarkt bewährt und gut behauptet. Ich finde es folgerichtig, dass die Geschäftsführung mit ihrem Leitungsteam sich jetzt auch nach außen deutlich und nachhaltig auf ihre Regionalität besinnt und sich modern und zukunftsgewandt präsentiert.“ 

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G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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