Die Bürgerinitiative in Nussbaum begrüßt die Klarstellung der Bezirksregierung, dass einige Flächen des FNP im Konflikt mit dem Regionalplan stehen. Aber noch sei die Schlacht – auch für Nu7 – nicht geschlagen.

Wir begrüßen auf der einen Seite die Entscheidung der Bezirksregierung, diese Flächen aus dem FNP heraus zu nehmen, da diese – wie die Bezirksregierung klar festgestellt und damit den Bürgerinitiativen vollkommen Recht gegeben hat – klar im Konflikt mit dem aktuellen Regional-Plan steht. Genau auf diesen Umstand haben wir Bürger zigfach hingewiesen.

Man sollte aber bitte nicht glauben, dass damit die Fläche Nu7 (am Kölner Fenster) aus dem Verfahren raus ist. Der Ausschluss erfolgt, weil dies formal notwendig war, um den Rest des FNP irgendwie noch durch zu bekommen. D.h., dass in dem Moment wo die Rechtsgrundlage durch eine Änderung des Regionalplans  gegeben ist, diese Flächen automatisch wieder im FNP erscheinen werden bzw. durch einen Ratsbeschluss wieder aufgenommen werden können.

Da dieser Regionalplan ebenfalls in ein Neuerstellungsverfahren geht in den nächsten Jahren, ist es um so wichtiger, dass die Bürger hier ein deutliches Zeichen in Richtung der Großen Koalition in Bergisch Gladbach senden und ggf. sogar für einen „Machtwechsel“ im Rathaus sorgen, damit die Änderungsanträge zum Regionalplan zurückgezogen werden.

Nur so kann gewährleistet werden, dass unsere Kaltluft-Entstehungsgebiete und Frischluftschneisen (Schildgen, Heidkamp, Nussbaum) erhalten bleiben.

Gerade jetzt kann man sich wieder gut davon überzeugen, wieviel diese Gebiete bringen, indem man einfach mal aus der besiedelten Fläche heraustritt am Abend (so ab 20 Uhr) und auf die Freiflächen geht. Man wird sofort die kühlere Luft bemerken, die die angrenzenden Stadtteile in der Nacht abkühlen und für einen Sauerstoff-Austausch von Stadtmitte und den dazwischen liegenden Gebieten bis hin nach Köln bewirken.

Das in einem Regional-Plan zu ändern, wo schon unsere Väter und Großväter das verstanden haben, halten wir für im höchsten Maße Realitäts- und Bürger-verachtend. Die Sommer werden immer heißer und wir brauchen diese Flächen immer mehr, um auch noch im Rentenalter in der Nacht wenigstens ein wenig Abkühlung zu erhalten.

Wir werden im Vorfeld der Kommunalwahlen daher dies erneut thematisieren und uns Stellungnahmen aller Parteien einholen, in wie weit sie wenn sie gewählt werden, diesem Unsinn Einhalt gebieten. Der Bürger wird dann entscheiden …

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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