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Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

15 Kommentare zu “Aufsicht billigt FNP mit Vorbehalten und Abstrichen”

  1. Die Bezirksregierung hat zwar das BV im Neuborner Busch abgelehnt aber viele Wege führen nach Rom. Warten wir erst mal ab was die Stadt aus dem nun angestrebten Zielabweichungsverfahren zaubert. Erst, wenn die Regierung auch dieses abschlägig bescheidet, hat die Vernunft gesiegt. Doch daran habe ich aus Erfahrung Zweifel .

  2. Warum macht die Verwaltung so ein Geheimnis aus dem Bescheid der Bezirksregierung? Es wäre ja schon interessant, die Details und Begründungen zu erfahren. Aber damit wäre der unmündige Bürger aus Sicht der Verwaltung vielleicht überfordert?

    Liebe Stadt, bitte veröffentlicht doch alle Entscheidungen und Bescheide zum FNP!

  3. @Rolf Havermann –

    Gute Frage.
    Das ganze Verkehrssystem befindet sich im Umbruch; es ist absehbar, dass heute geplante oder umgesetzte Straßen in Zukunft nicht mehr gebraucht werden. Das wird sich irgendwann auch bis Gladbach durchsprechen, und dann wird es spannend:
    Wir haben ein wunderbares ‘Mobilitätsband’ quer durch die Stadt, das derzeit in einem Dornröschenschlaf liegt. Das ließe sich doch auch für den Verkehr der Zukunft nutzen, nicht nur für rückwärtsgewandte Straßenbau-Projekte!

    Was Krüger angeht, ist der Ball wieder beim Stadtrat.
    Ist es vorstellbar, dass er kurz vor den Kommunalwahlen eine Ausnahme beim RP beantragt, mit der Naturschutz und Bügerwillen einfach abserviert werden? Ich hoffe nicht. Die Erweiterung ist und bleibt absolut unsinnig, zumal Krüger reichlich andere Flächen (Parkplätze) hat, wo gebaut werden kann.

  4. Die Brüderstraße!

    Wenn ich mich recht entsinne, kam Herr Flügge während der Diskussionen um die (nach wie zuvor unmögliche) Weiterführung eines Autobahnzubringers zur Auffahrt Bensberg mit einer Idee, die er damals für so etwas wie eine Initialzündung hielt. Der Zubringer über den alten Bahndamm, aus vielfältigen und nachvollziehbaren Gründen unvorstellbar – außer in den Köpfen von Urbach, Flügge, und ein paar Lobbyisten – sollte die Kölner-/Frankenforsterstraße kreuzen (hä?), geradeaus zur dann neu geschaffenen Brüderstraße gehen und dann parallel zur A4 zur Auffahrt Bensberg geführt werden. Selbst wenn alle Hindernisse auf dem Weg von Gladbach bis Bensberg überwunden werden könnten – was Fachleute für unmöglich halten – würde eine Kreuzung mit einer ehemaligen Bundesstraße anstehen, auf der der motorisierte Universalverkehr sicher nicht abgenommen hat.

    Man stelle sich diese Großbaustelle über mehrere Jahre vor!

    Und alleine die zeitliche Komponente führt dieses Vorhaben ad absurdum, wenn, bei heute beginnender Planung frühestens in 25 Jahren die ersten Autos über diesen “Zubringer” fahren könnten.

    Was mag die Verwaltung und ihre beiden Chefs antrieben, diesen völlig unsinnigen Plan zu verfolgen?

  5. @Redaktion

    Danke für die Erklärung!

  6. Wahre Worte! Die so genannte Verdichtung nimmt in Refrath besonders abartige Ausmaße an. Winzige, alte EFH werden durch riesige Kästen mit Luxus-Eigentumswohnungen ersetzt. Darum herum bleiben gerade mal 50 cm Grundstück übrig. Komplett rücksichtslos für die angrenzenden Nachbarn. Ein besonders grausames Beispiel kann in der Straße Am Bruch besichtigt werden. Ästhetik bleibt da komplett außen vor.

  7. Nein, das stimmt so nicht. Die Brüderstraße soll direkt an die Autobahn verlegt werden. Dann, so die aktuelle Begründung der Stadt, würde der Wald als natürlicher Lärmschutz für die vorhandene Wohnbebauung dienen. 

    Das ganze hat natürlich eine Vorgeschichte. Eine solche Verlegung würde unter Umständen an dieser Stelle eine Autobahnauffahrt zulassen, um einen Autobahnzubringer über den alten Bahndamm anzuschließen. Aber das ist eine andere Debatte.

    Außerdem hatte die Stadt am Anfang überlegt, an dieser Stelle (zu Lasten des Waldes) ein Gewerbegebiet einzurichten. Das Vorhaben war aber schon frühzeitig am Widerstand der CDU gescheitert. Wir haben im Text einen Ausschnitt aus dem FNP eingefügt, der die Lage verdeutlicht.

    Hinweis der Redaktion: In einer ersten Version hatten wir geschrieben, die Brüderstraße solle weg von der Autobahn, hin zur Wohnbebauung verlegt werden. Das war falsch, das Gegenteil ist richtig.

  8. Es ist nach wie vor schwer nachvollziehbar wie rücksichtslos und fernab von Bürgerschaft und Umwelt CDU/SPD und Stadtverwaltung den FNP durchgebracht haben. Die Herren Havermann und Röhr haben es ja noch einmal deutlich beschrieben. Die von der Bezirksregierung angeforderten Nacharbeiten ändern an dieser Feststellung nichts.

    Grundsätzlich muss die nun anstehende Bebauungsplanung daher aufmerksam verfolgt werden. Im Einzelfall ist sicherlich der ein oder andere Rechtsstreit zu erwarten. In jedem Fall aber kann die Bürgerschaft ihre Erfahrungen mit den Parteien bei den kommenden Wahlen berücksichtigen.

    Im Detail sollte bei der Wohnbebauung die Erstellung von nachweisbar bezahlbarem Wohnraum das wesentliche Ziel sein. Luxuswohnungen sind reichlich vorhanden und lindern die Wohnungsnot ggf. bekanntlich nicht.
    Das bedeutet, dass vor etwaigen Bebauungsplänen ein wohnungsbaupolitisches Konzept zu erstellen ist, incl. Finanzierung. Die Stadtverwaltung wurde -wie in iGL berichtet- bereits im November 2018 damit beauftragt. Vielleicht gibt es hier ja schon Ergebnisse…

    Dabei läuft die sog. „Verdichtung“ der Wohnbebauung ohnehin weiter. Hier wird aus einem Ein-Familien-Häuschen durchaus oft ein teures 8-Parteien-Gebäude. Es entstehen jährlich zahlreiche neue Wohnungen. Dies hat angenehme Seiten, bedeutet aber natürlich auch enorme Herausforderungen an die derzeitige Infrastruktur (Schulen, Kitas, Straßen) und für die Nachbarschaft. Diese Verdichtung ist in das wohnungspolitische Konzept einzubeziehen.

    Bei den Gewerbeflächen ist sicherlich ebenfalls Zurückhaltung geboten, entgegen den Aussagen oder Hoffnungen der Stadtverwaltung.

    Auch nach langen Jahren der Verfügbarkeit ist z.B. noch viel Fläche frei in Obereschbach. Wenn überhaupt, wären ohnehin grundsätzlich „nur“ Umzüge innerhalb der Stadt zu erwarten (so festgestellt im Schreiben von CDU/SPD im September 2017), wodurch gleichzeitig jeweils wieder nutzbare Fläche frei würde.
    Als Bensberger hoffe ich dabei natürlich, dass der Rat sein offensichtlich geltendes Prinzip „Alles Gewerbe nach Bensberg“ überdenkt und zukünftig Flächen in Bergisch Gladbach ebenfalls in Betracht zieht.

    Zusammengefasst: Es ist mehr als wünschenswert, dass die weitere Entwicklung von Bergisch Gladbach geplant und gesteuert erfolgt. Dazu gehört eine transparente Wohnungsbaupolitik und eine zeitgemäße Infrastruktur. Die Bürgerschaft darf nicht länger ignoriert werden.

    Ein Umwelt-/Klimakonzept in diesem Zusammenhang wäre natürlich ebenfalls notwendig, hat aber derzeit in Bergisch Gladbach sicherlich kaum eine Chance.

    In jedem Fall müssen Bürgerinnen und Bürger „am Ball“ bleiben!

  9. >>>Allerdings würde die Verlegung der Straße einen Lärmschutz des Waldes für die aktuelle Wohnbebauung ermöglichen.<<<

    Liebe Readaktion, können Sie mir diesen Satz bzw. dessen Inhalt bitte erklären!? Der Wald soll zugunsten einer Lärmschutzwand teilweise weichen?

  10. Nun also doch. Nachdem die Stadt schon wegen des fehlerhaften Verfahrens bei der Anhörung zum Flächennutzungsplan (FNP) eine Rüge erhielt, jetzt auch die Ablehnung wesentlicher Flächen durch die Bezirksregierung. Das Bündnis der Bürgerinitiativen zum FNP hatte von Anfang an die betroffenen Bereiche für nicht genehmigungsfähig gehalten. Die Stadt und mit ihr leider auch eine Mehrheit in den zuständigen Ausschüssen und im Rat wollte nicht hören und hat die 2.300 Eingaben der Bürgerinnen und Bürger nicht ernst genommen. Jetzt erhält man die Quittung. Die Geschichte des FNP ist ein einziges Desaster, ein Beispiel dafür, wie Verwaltung und „regierende“ GroKo aus CDU und SPD in Bergisch Gladbach selbstherrlich mit engagierten Bürgern umgehen. Noch im Zusammenhang mit dem Nachsitzen des Rates war zu hören, dass der Flächennutzungsplan nunmehr rasch ohne weitere Einschränkungen von der Bezirksregierung genehmigt werde. Wohl eine Täuschung der Bürgerschaft, denn es ist kaum anzunehmen, dass die Verwaltungsspitze zu diesem Zeitpunkt nicht über weitere Vorbehalte der Bezirksregierung informiert war.
    Die detaillierte Begründung der Bezirksregierung zur Streichung einiger Flächen wird interessant sein. Es ist bezeichnend, dass die Stadt sie nicht offenlegt. Ich gehe deshalb davon aus, dass die Streichgründe auch auf andere im Flächennutzungsplan ausgewiesene Flächen zur Bebauung zutreffen, z.B. auf Landschaftsschutzgebiete. Die auf dem FNP aufbauenden Bebauungspläne wären damit von vornherein rechtlich angreifbar.

  11. Den Bescheid der Bezirksregierung nicht öffentlich zu machen zeugt von einem schlechten Gewissen. Nicht nur, dass man die eigenen Vorstellungen im FNP-E. wohl nicht professionell begründet hat, die Verwaltung mit ihren beiden Chefs bangt wohl um manche Zusage, die schon Dritten gemacht wurde. Jetzt den Bescheid offenzulegen würde bedeuten, dass die dort genannten Mängel am FNP-E. ruchbar werden und auch von den Bürgerinitiativen genutzt werden könnte, sich neu zu formieren.

    Was ist wohl geschehen, wenn ein Wald wie der Neuborner Busch gegen den Willen der Anwohner wider geltenden Rechts, lebenswichtiger Umweltbelange und trotz eigener Ressourcen geopfert werden soll, um einem Industriellen seine Machtdemonstrationen zu erlauben?

    Was ist wohl geschehen, wenn sich 2 Nachbargemeinden nicht über ureigensten Belange der Bevölkerung einigen können, weil beide Seiten egoistisch und weder bürgernah noch gemeinsam zum Vorteil ihrer Bewohner agieren können?

    Was ist wohl geschehen, wenn ein 1. Beigeordneter trotz Ablehnung aus allen Richtungen incl. Düsseldorfer Entscheider einen “Bahndammzubringer” befürwortet, der in 1. Linie derselben Firma dient, erwiesenermaßen keine Entlastung für Altgladbach bringen kann und auf Hindernisse beim Bau stoßen würde, die aus heutiger Sicht unüberwindbar sind? Und was soll dieser Zu”bringer” bringen, wenn er in 25 Jahren befahrbar wäre? Dafür die Brüderstraße zu verlegen, einen CO2-Killer namens Wald zwischen Autobahn und Wohnsiedlung zu beseitigen, nur damit ein paar LKWs quer durch BGL fahren können, ist Irrsinn!

    Was wird zu Tage treten, wenn die neuen Gebiete darauf geprüft werden, wie man mit dem Verkehr umgehen soll, welche zusätzlichen Schadstoffemissionen die Menschen treffen werden und was dann von den im Reich der Phantasie entstandenen Vorstellungen der Verwaltung und ihrer Chefs übrigbleibt?

    Armes Bergisch Gladbach!

  12. Sehr geehrter Herr Weiß, im Moment kann die Bezirksregierung die Flächen nicht genehmigen, weil sie im Widerspruch zum Regionalplan stehen. Das wusste die Stadt im Vorfeld. Nur wird die Stadt einen Antrag stellen, den Regionalplan in diesen Punkten zu ändern. Ob das genehmigt wird, lässt sich nicht im Moment nicht sagen, es scheint aber möglich zu sein. Wenn der Regionalplan tatsächlich geändert wird, dann sind die Flächen automatisch auch im FNP enthalten.

    Ist das jetzt klarer? Wir schauen uns den Text noch mal an.

  13. Fünf Flächen seien nicht genehmigt worden, weil sie außerhalb der Allgemeinen Siedlungsbereiche (ASB) liegen… Daher hätten der Planungs- und der Flächennutzungsplanausschuss schon am 26.9.2017 den Beschluss gefasst, für solche Flächen eine Regionalplanänderung zu beantragen – und sie dann doch noch in den FNP aufzunehmen.

    Das verstehe ich nicht so wie es geschrieben wurde. Sind diese Flächen jetzt raus? Was ist mit dem Regionalplan? Kommen die also dann doch wieder rein. Hallo Redaktion, das muss auch ein Bürger verstehen können.

  14. Ich kann nicht begreifen, wie in Zeiten in denen um jeden Baum gebangt wird, Grünstreifen, z. B. entlang der Frankenforster u. Brüderstr. ( Lärmschutz dient als Farce, wenn die Autobahnanbindung kommt ) zum Wohle von Gewerbe geopfert werden!

  15. Was halten Sie von der Entscheidung der Bezirksregierung? Wo sollte die Stadt jetzt mit einem Bebauungsplan zuerst ansetzen?

Bitte tragen Sie das Ergebnis ein, dann lassen wir Sie rein. *

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