Aurelius Gatzweiler und Felix Naal trugen die Stellungnahme der BSV bei einer Veranstaltung der GEW im Ratssaal vor

Auch der Bezirksschülervertretung (BSV) hat sich mit den Problemen der Inklusion in den Schulen beschäftigt. Sie macht sich in einer Stellungnahme für Inklusion stark – mit mehr Zeit, Geld und einem pädagogischen Konzept.

Inklusion ist gut, Inklusion ist wichtig!

Schulen bieten früh die Möglichkeit Keinen auszuschließen, sondern ein gleichberechtigtes Zusammenleben als Selbstverständlichkeit zu erreichen.

Wir, die Bezirksschülervertretung Rhein-Berg (BSV-RBK), möchten mit dem Hintergrund der medialen Diskussion aus Schülerinnen- und Schüler-Sicht Stellung beziehen.

Sieben von uns vertretenden Schulen in Bergisch Gladbach sollen, auf Anweisung der Bezirksregierung Köln, Schwerpunktschulen für Inklusion werden.

Doch die aktuelle Vorgehensweise ist aus unserer Sicht für die gesamte Schülerschaft – im Sinne einer gelungenen Inklusion – nicht zielführend.

Ernstgemeinter Vorschlag?

Als größten Kritikpunkt sehen wir die bauliche und räumliche Ausstattung der Schulen an. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass die meisten Schulen nicht barrierefrei gebaut sind, um Schülerinnen und Schüler im Rollstuhl eine gleichwertige Teilnahme am Schulalltag zu ermöglichen.

Auch die Klassenraumgrößen sind für die vorgeschriebenen Kriterien einer guten Inklusion nicht ausreichend.

Der Vorschlag der Bezirksregierung als Kompromiss zum Ausgleich fehlender Differenzierungsräume Unterricht auf Fluren zu machen, wie aus der Handreichung zur Inklusion hervorgeht, ist keine Lösung und kann kein ernstgemeinter Vorschlag sein.

Gleichzeitig werden die Lehrerinnen und Lehrer vor wachsende Herausforderungen gestellt, ohne die versprochenen und benötigten Fortbildungen zu erhalten.

Aufgrund fehlender Sonderpädagogen, kann keine individuelle Förderung gewährleistet werden, die jedoch gerade bei der Inklusion essenziell ist.

Unter diesen, aktuellen Umständen machen wir uns große Sorgen um unsere Mitschülerinnen und Schüler.

Wir sind für Inklusion aber auch für das Wohl aller Kinder! Deswegen wünschen wir uns für die Zukunft mehr Inklusion an den Regelschulen, aber mit mehr Zeit, Geld und einer durchdachten pädagogischen Durchführung, um eine Inklusion umzusetzen von der die gesamte Schulgemeinschaft profitiert.

Weitere Beiträge zum Thema:

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BSV RheinBerg

Die Bezirksschülervertretung ist die Stimme aller Schüler im Rheinisch-Bergischen Kreis. Kontakt: bsvrheinberg@gmx.de

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