Die Ankündigungen des neuen rot-grün-gelben Bündnisses für die Kommunalwahl trifft bei der FWG auf Skepsis: Wenn die drei Parteien ihre Aussagen zum Flächennutzungsplan wirklich ernst nähmen, müssten sie jetzt handeln.

Die FWG ist von der Ernsthaftigkeit der Aussagen von Grünen, SPD und FDP im Zusammenhang mit der Nominierung eines gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten nicht überzeugt. Die Aussagen zum Flächennutzungsplan, aber auch anderen Themen seien nicht so konkret, dass man eine nachhaltige Änderung bisheriger Politik erwarten könne.

FWG-Vorsitzender Benno Nuding: „Bei genauem Hinsehen handelt es sich bei dem von SPD, Grünen und FDP verabschiedeten Grundlagenpapier vielfach lediglich um unverbindliche Absichtserklärungen, aus denen eine echte Neubestimmung Bergisch Gladbacher Politik nicht abzuleiten ist.“ Das gelte insbesondere für die angekündigten Konsequenzen für die Stadtentwicklung.

Deshalb fordert die FWG die Fraktionsvorsitzenden der beteiligten Parteien mit einem offenen Brief auf, den Versprechungen Taten folgen zu lassen. Beste Möglichkeit dazu biete die beabsichtigte Anpassung des Regionalplans an den Bergisch Gladbacher Flächennutzungsplan.

Wenn es die neue Bergisch Gladbacher Ampel-Koalitionäre wirklich mit dem Überdenken des FNP ernst meinen, müssen sie jetzt mit ihrer Ratsmehrheit erwirken, dass die Stadt den Antrag auf Änderung des Regionalplans zurückzieht oder ihn erst gar nicht stellt.

Dann würden Grünzüge und Wald zum Beispiel in Nussbaum, Katterbach, Lückerath und Frankenforst erhalten. Und erst dadurch würde auch der klimapolitische Abschnitt im Grundlagenpapier glaubwürdiger.

Die FWG ist ohnehin der Auffassung, dass der gesamte Flächennutzungsplan bereits heute unter Berücksichtigung der Bebauungsmöglichkeit des Zanders-Gelände überholt ist. Wer es mit dem Klimaschutz wirklich ernst meint, muss sich gegen einen weiteren Naturflächenverbrauch in bereits hoch belasteten Stadtteilen aussprechen.

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