Die drei Fraktionschefs von SPD, Grünen und FDP fordern in einem gemeinsamen Antrag an den Stadtrat, mit der Sanierung der Schultoiletten unverzüglich anzufangen. 

„Wir, die Schüler der GGS Refrath wünschen gerne eine Erneuerung der Pausentoiletten, weil sie schon alt, kaputt und dreckig sind“, schreiben die Schüler*innen der Gemeinschaftsgrundschule Refrath in ihrem Brief an Bürgermeister Lutz Urbach. Dieser Brief war unter Tagesordnungspunkt 7 Gegenstand der Beratungen des Ausschusses für Bildung, Kultur, Schule und Sport am 27. November 2019 und machte auf ein dringendes Problem aufmerksam.

Viel zu vielen Kindern in unserer Stadt geht es wie diesen Grundschüler*innen. Sie ekeln sich vor den Toiletten in ihren Schulen.

So wichtig es ist, die Kinderbetreuung an unseren Schulen quantitativ auszubauen, so wichtig ist es auch, eine angemessene Qualität zur Verfügung zu stellen. Beim Zustand der Toiletten an den meisten unserer Schulen ist dieses Qualitätsniveau bekanntermaßen bei weitem unterschritten.

„Das ist ein unwürdiger Zustand für unsere Stadt und deren Umgang mit ihren kleinen Bürger*innen. Zudem gefährden dreckige Schultoiletten in erheblichem Maße die Gesundheit und die Konzentrationsfähigkeit und damit auch den Lernerfolg unserer Kinder. Zu viele Kinder schieben den Toilettengang möglichst lange auf, um danach zu Hause auf ihre saubere Toilette zu gehen. Dagegen müssen wir endlich etwas tun“, bekräftigen Edeltraud Schundau (Vorsitzende der Bündnis 90/Die Grünen-Fraktion Bergisch Gladbach), Jörg Krell (Vorsitzender der FDP-Fraktion Bergisch Gladbach) und Klaus W. Waldschmidt (SPD-Fraktion Bergisch Gladbach).

Deshalb fordern die drei Fraktionen im Änderungsantrag „Unverzügliche Sanierung der Schultoiletten“ für den Haupt- und Finanzausschuss am 5.12.2019 die Verwaltung auf, hier im Sinne der Kinder tätig zu werden.

Das steht im Antrag konkret:

Die Verwaltung wird beauftragt, unverzüglich einen Anforderungskatalog bezüglich eines Zustandes der Schultoiletten zu erstellen, der für die Kinder zumutbar ist – und somit einen Soll-Zustand zu definieren.
Die Verwaltung wird weiterhin beauftragt, anhand dieses Katalogs schnellstens den Ist-Zustand jeweils vor Ort an allen Schulen unserer Stadt zu ermitteln und zu dokumentieren.

Die Verwaltung wird zudem beauftragt, eine Kostenplanung für die Herstellung des Soll-Zustandes an allen Schulen zu erstellen.

Diese Kostenplanung ist zu Beginn des neuen Jahres dem Haupt- und Finanzausschuss zur Genehmigung vorzulegen, damit dort die unmittelbare Umsetzung beschlossen werden kann.

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1 Kommentar

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  1. Dass dergleichen hierzulande überhaupt „gefordert” werden muss (also keine Selbstverständlichkeit ist);
    dass es Parteien gibt, die es (zumindest vorerst) nicht „fordern” (weil tadellose Schultoiletten im Dland des 21.Jhds. leider keine Selbstverständlichkeit sind);
    und dass es darüber ggf. politischen und/oder administrativen Streit geben könnte

    – all das zeigt mehr als deutlich, dass irgendetwas nicht stimmen kann,
    wobei dieses „Irgendetwas” zwar gerade auch im Kommunalen verheerend konkret wird, aber zugleich, soweit klar, weit über die kommunale Ebene hinausweist;

    denn gerade wieder wurden / werden zum etlichsten Mal stattlich staatliche Einnahmeüberschüsse stolz vermeldet,

    aber eines der finanzpotentesten und, so die Legende, organisationstalentiertesten Länder der Welt, scheint sich mittlerweile selber, ebenso vollkommen sinnfrei wie „hochkomplexgrûndlich“ in Grund und Boden zu verwalten …