In Weilerswist wurde das System erprobt. Foto: RVK

Schon in diesem Sommer erhält der Rheinisch-Bergische Kreis als erster Landkreis überhaupt ein flächendeckendes Verleihsystem für E-Bikes. Stationen gibt es in allen Städten, allein in Bergisch Gladbach sind zwei geplant. 

Bei dem Vorhaben unter dem Namen „Das Bergische E-Bike“ handelt es sich um die erste Maßnahme des Förderprojekts „Mobilstationen im Rheinisch-Bergischen Kreis – Das Bausteinsystem“, teilte der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) als Projekträger jetzt mit.

Das Angebot richte sich im Kern an die täglichen ÖPNV-Pendler und vor allem an Wochenenden und Feiertagen an die Freizeitradler.

Im Mai 2019 war das „RVK e-Bike“ als eines der ersten E-Bike-Fahrradverleihsysteme in Deutschland im linksrheinischen Teil des Rhein-Sieg-Kreises und der Gemeinde Weilerswist (Kreis Euskirchen) an den Start gegangen. Nun sollen die positiven Erfahrungen für das neue Verleihsystem in RheinBerg genutzt werden.

Den Zuschlag für den Betrieb des neuen Mobilitätsangebotes im Auftrag des kommunalen Nahverkehrsunternehmens RVK erhielt die nextbike GmbH aus Leipzig in einer EU-weiten Ausschreibung.

An den folgenden ÖPNV-Haltestellen werden die voll-automatisierten E-Bike-Stationen mit zunächst 81 rund-um-die-Uhr verfügbaren Pedelecs entstehen – voraussichtlich ab Mitte Juni:

  • Bergisch Gladbach, S-Bahnhof
  • Bergisch Gladbach-Bensberg, Busbahnhof
  • Burscheid-Hilgen, Raiffeisenplatz
  • Kürten, Karl-Heinz-Stockhausen Platz
  • Leichlingen, Bahnhof
  • Odenthal, Zentrum
  • Odenthal, Altenberg
  • Overath, Bahnhof
  • Rösrath, Bahnhof
  • Wermelskirchen, Busbahnhof

Ein Ausbau mit weiteren Stationen und zusätzlichen Rädern ist für das Jahr 2021 vorgesehen.

Die Pedelecs bieten durch ihre elektrische Tretunterstützung bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h gerade in suburbanen bzw. ländlicheren Gebieten  wie dem Rheinisch-Bergischen Kreis mit größeren Entfernungen und anspruchsvollen Topographien ein attraktives, klimaschonendes Mobilitätsangebot als Alternative zum Pkw.

Der Tarif wird sich am bestehenden RVK-e-Bike-Tarifsystem orientieren:

Standardmäßig zahlen Nutzer 2 Euro je halbe Stunde Fahrt, Inhaber eines VRS-Abotickets nur 1 Euro.

In der Zeit zwischen 17 Uhr und 8 Uhr des Folgetages wird es eine Übernachtpauschale geben, bei der VRS-Abokunden nur 2 Euro zahlen, alle anderen 3 Euro.

Die Ausleihe erfolgt am Touchscreen des Stationsterminals, per App oder VRS e-Ticket.

Hintergrund Mobilstationen

Im Zuge des Förderprojekts „Mobilstationen im Rheinisch-Bergischen Kreis – Das Bausteinsystem“ werden wichtige und zentrale ÖPNV-Haltepunkte beginnend ab dem Jahr 2020 mit weiteren Mobilitätsangeboten zu Mobilstationen aufgewertet. Neben dem E-Bike-Verleihsystem sind weitere Maßnahmen wie bspw. ein E-Carsharing, Fahrradboxen oder digitale Informationsstelen in Planung.

Die Mobilstationen werden im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 2014 – 2020 „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung“ im Förderprogramm „Kommunaler Klimaschutz.NRW“ gefördert.

Die Regionalverkehr Köln GmbH ist ein kommunales ÖPNV-Unternehmen mit Sitz in Köln, das im Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) weite Teile des Buslinienverkehrs u. a. im Rheinisch-Bergischen Kreis durchführt.

Die nextbike GmbH ist europäischer Marktführer für Fahrradverleihsysteme mit Sitz in Leipzig und betreibt im VRS neben dem RVK e-Bike auch die kommunalen Fahrradverleihsysteme in Köln (KVBrad), Bonn (SWBmobil) und Leverkusen (wupsiRad).

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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3 Kommentare

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  1. Es wäre super, wenn das Angebot des RVK mit den eBikes von wupsiRad in Leverkusen oder KVB-rad in Köln kombinierbar wäre. Wenn es identische Fahrräder von nextbike sind, dann sollte man das Angebot auch über die Stadtgrenzen nutzen und das in Bergisch Gladbach gemietete eBike beispielsweise am Dom oder am Bahnhof Leverkusen-Mitte abstellen und entmieten können.
    Ein weiterer – persönlicher – Wunsch wäre ein (virtueller) Abstellplatz in Schildgen.

  2. Wenn der Kreis es regelt tut sich auch in Bergisch Gladbach was. Als Bürger aus Schildgen ist die nächste Station in guter Reichweite in Odenthal. Prima. Weiter so.

    Beim Ausbau in 2021 dann bitte Schildgen direkt berücksichtigen. Hier gibt es im Knotenpunkt zwischen GL Stadtmitte, rechtsrheinischem Köln, Leverkusen und dem Bergischen definitiv Bedarf. Am besten gleich auch mit Lastenfahrrädern ausstatten.

    Michael Funcke für Mobile Nachbarn
    #aufbruchfahrrad