Wer sein Haus klimatechnisch aufwerten will kann dafür bis zu 40.000 Euro Unterstützung erhalten. Dabei sollten einige Bedingungen berücksichtigt werden.

Das Klimaschutzprogramm 2030 beinhaltet eine steuerliche Förderung für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden. Die Mindestanforderungen werden in der Verordnung zur Bestimmung von Mindestanforderungen für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden(§ 35c Einkommensteuergesetz) geregelt. Der Bundesrat hat ihr am 20.12.2019 zugestimmt.

Die Verordnung soll  einen Gleichlauf der steuerrechtlichen Förderung mit den bestehenden Programmen der Gebäudeförderung gewährleisten. Zudem wird der Begriff des Fachunternehmens klargestellt.

Energetische Sanierungsmaßnahmen an selbstgenutztem Wohneigentum sollen ab 2020 für einen befristeten Zeitraum von 10 Jahren durch einen prozentualen Abzug der Aufwendungen von der Steuerschuld gefördert werden.

Förderfähig sind danach Einzelmaßnahmen, die auch von der KfW als förderfähig eingestuft sind, wie

  • die Wärmedämmung von Wänden, Dachflächen oder Geschossdecken,
  • die Erneuerung der Fenster oder Außentüren,
  • die Erneuerung bzw. der Einbau einer Lüftungsanlage,
  • die Erneuerung einer Heizungsanlage,
  • der Einbau von digitalen Systemen zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung und
  • die Optimierung bestehender Heizungsanlagen.

Die genauen Anforderungen werden in o.g. Verordnung geregelt und die Fachunternehmen sollen in einer eigens dafür geschaffenen Bescheinigung die durchgeführten Maßnahmen bestätigen. An dem Formular arbeitet die Finanzverwaltung noch. Die Bescheinigung ist mit der Steuererklärung einzureichen.

Die Förderung ist objektbezogen. Sind mehrere Personen Eigentümer der Immobilie, erhalten sie die Förderung nur einmal für das gemeinsame Eigenheim, nicht pro Miteigentümer!

Das selbstgenutzte Objekt muss zum Zeitpunkt der Baumaßnahmen älter als 10 Jahre sein.

Je Objekt beträgt die Steuerermäßigung 20 Prozent der Aufwendungen, maximal insgesamt 40.000 EUR. 

Der Abzug von der Steuerschuld erfolgt im Jahr des Abschlusses der Maßnahme und im folgenden Kalenderjahr in Höhe von höchstens 7 Prozent der Aufwendungen – höchstens jeweils 14.000 EUR – und im zweiten folgenden Kalenderjahr in Höhe von 6 Prozent der Aufwendungen – höchstens 12.000 EUR. Wer also die volle Förderung ausschöpfen will, muss mindestens EUR 200.000 investieren. 

Der Bonus wird nicht gewährt, wenn die Baumaßnahme mit steuerfreien Zuschüssen oder zinsverbilligten Krediten gefördert wird.

Den Bonus gibt es nur für Baumaßnahmen, die nach dem 31. Dezember 2019 begonnen und vor dem 1. Januar 2030 abgeschlossen werden. Die Kosten für einen begleitenden Energieberater können zu 50% steuerlich berücksichtigt werden.

Wir beraten Sie gerne,

Ihre Claudia Rottländer

DORNBACH ist eine überregional tätige Unternehmensgruppe in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Rechtsberatung und Unternehmensberatung. National ist das Unternehmen mit mehreren Standorten  vertreten und beschäftigt insgesamt 400 erfahrene Wirtschaftsprüfer und Steuerberater im Verbund mit spezialisierten Rechtsanwälten und IT-Beratern. Dornbach betreut neben Privatpersonen vorwiegend mittelständische Unternehmen, Unternehmen der öffentlichen Hand sowie gemeinnützige Einrichtungen.

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Claudia Rottländer

ist geschäftsführende Gesellschafterin der DORNBACH Treuhand GmbH & Co. KG in Bergisch Gladbach. Neben der Gestaltungsberatung ist das steuerliche Gemeinnützigkeitsrecht ein Schwerpunkt ihrer Tätigkeit.

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