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Claudia Rottländer, geschäftsführende Gesellschafterin der DORNBACH Treuhand GmbH & Co. KG

Die Namen des Gesetzes werden Jahr für Jahr länger und lenken mitunter vom Inhalt ab. Diesmal trägt es den Titel: „Gesetz zur steuerlichen Förderung der Elektromobilität und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften“ und soll bis zum Jahresende verabschiedet werden.

Die vielleicht wichtigsten Änderungen für den Bereich Einkommensteuer in aller Kürze:

  • Steuerbefreiung für Weiterbildungsleistungen des Arbeitgebers, sofern es um Maßnahmen nach §82 Abs.1 und 2 SGB III handelt (im Wesentlichen über ausschließlich arbeitsplatzbezogene kurzfristige Anpassungsfortbildungen hinausgehende Weiterbildungen)
  • Verlängerung der Steuerbefreiung bei Überlassung eines betrieblichen Fahrrads bis 2030 (bisher 2021) sowie für Ladestrom
  • Wohnraum gegen Erbringung von Leistungen im Privathaushalt: unter der Voraussetzung, dass das weitere gewährte Arbeitsentgelt EUR 450 mtl. nicht übersteigt, ist die Wohnraumgewährung steuerfrei, allerdings soll § 35a EStG keine Anwendung mehr finden
  • Neuer Pauschbetrag für angestellte und selbständige Berufskraftfahrern von EUR 8/Tag
  • Verlängerte Steuerbegünstigung für Privatnutzung von Elektro- und Hybridfahrzeugen (halbierte Bemessungsgrundlage) bis 2030 bei stufenweiser Mindestreichweite
  • Sonderabschreibung für rein elektrische Lieferfahrzeuge von 50% im Jahr der Anschaffung bei Anschaffung zwischen 2020 und 2030
  • Neuer gesetzlicher Bewertungsabschlag für Mitarbeiterwohnungen in Höhe von 1/3 der ortsüblichen Miete
  • Anhebung der Pauschalen für Verpflegungsmehraufwendungen von EUR 12 auf EUR 14 bzw. bei mehrtägiger Abwesenheit von EUR 24 auf EUR 28
  • Gewerbliche Abfärbung auch bei Verlusten (verschärfende Neuregelung bereits ab 2019)
  • Neuer §17 Abs. 2a EStG regelt die Anschaffungskosten von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft (inkl. Darlehensverlust, d.h. Wiederherstellung der Rechtslage vor dem BFH Urteil vom 11.07.2017)
  • Verfall von Optionen und Wertlosigkeit von Aktien sowie Veräußerung wertloser Wirtschaftsgüter sind einkommensteuerlich unbeachtlich (verschärfende Regelung)
  • Wahlmöglichkeit des Arbeitgebers zur Pauschalversteuerung des Jobtickets
  • Vollautomatischer Verspätungszuschlag, keine Ermessensspielräume mehr für die Finanzverwaltung

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Ihre Claudia Rottländer

DORNBACH ist eine überregional tätige Unternehmensgruppe in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Rechtsberatung und Unternehmensberatung. National ist das Unternehmen mit mehreren Standorten  vertreten und beschäftigt insgesamt 400 erfahrene Wirtschaftsprüfer und Steuerberater im Verbund mit spezialisierten Rechtsanwälten und IT-Beratern. Dornbach betreut neben Privatpersonen vorwiegend mittelständische Unternehmen, Unternehmen der öffentlichen Hand sowie gemeinnützige Einrichtungen.

DORNBACH Treuhand GmbH & Co. KG
Gronauer Mühlenweg 1, 51465 Bergisch Gladbach
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Claudia Rottländer

ist geschäftsführende Gesellschafterin der DORNBACH Treuhand GmbH & Co. KG in Bergisch Gladbach. Neben der Gestaltungsberatung ist das steuerliche Gemeinnützigkeitsrecht ein Schwerpunkt ihrer Tätigkeit.

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