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Claudia Rottländer, geschäftsführende Gesellschafterin der DORNBACH Treuhand GmbH & Co. KG

Das neue Jahr hält wieder einige Änderungen für Arbeitgeber und Selbständige bereit. Hier ein kurzer Überblick.

Kleinunternehmergrenze

Ab dem 1.1.2020 wird die Umsatzgrenze für Kleinunternehmer von EUR 17.500 auf EUR 22.000 angehoben. Der Umsatz im laufenden Kalenderjahr darf EUR 50.000 voraussichtlich nicht überschreiten.

Kurzfristige Beschäftigung

Bei kurzfristigen Beschäftigungen ist ab 2020 die pauschale Lohnsteuer von 25%  bis zu einem durchschnittlichen Arbeitslohn von EUR 120 Euro möglich (bislang EUR 72). Der pauschalierungs-fähige durchschnittliche Stundenlohn steigt von 12 Euro auf 15 Euro.

Midi-Jobber

Oberhalb der Minijob-Grenze von EUR 450 pro Monat, entsteht für den Arbeitgeber ein normales sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis. Für den Arbeitnehmer gelten im Übergangsbereich bis zu einem Verdienst von EUR 1.300 günstigere Vorschriften mit reduzierten Sozialversicherungsbeiträgen (sogenannte Gleitzone). Ab 01. Januar 2020 gilt für Beschäftigte in diesem Übergangsbereich der neue Faktor 0,7547.

Job-Ticket

Die Pauschalversteuerungsmöglichkeit mit 25% besteht ab 2020 für Job-Tickets, aber auch für private Fahrten im öffentlichen Personennahverkehr. Die pauschal besteuerten Zuschüsse werden nicht auf die Entfernungspauschale angerechnet, mindern also nicht den Werbungskostenabzug.

Mindestlohn

Der Mindestlohn (gilt auch für Minijobs) steigt zum 1.1.2020 von EUR 9,19/Std. auf EUR 9,35 EUR/Std., d.h. die maximale Arbeitszeit pro Monat beträgt 48,13 Std..

Mindestvergütung für Auszubildende

Auszubildende erhalten künftig eine Mindestvergütung, die im ersten Ausbildungsjahr monatlich EUR 515 beträgt. In 2021 erhöht sie sich auf EUR 550, 2022 auf EUR 585 und 2023 auf EUR 620. Im Verlauf der Ausbildung erhöht sich die Mindestvergütung um 18% im zweiten Jahr, um 35% im dritten und um 40% im vierten Ausbildungsjahr.

Gesundheitsförderung durch Arbeitgeber

Die zusätzlich gewährten Arbeitgeberleistungen in diesem Bereich sind ab 2020 bis zu EUR 600 pro Jahr steuer- und sozialversicherungsfrei. Der Arbeitgeber darf die Kosten ersetzen für

  • Gesundheitskurse zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes, die sog. Primärprävention nach § 20 Abs. 1 SGB V und
  • für die betriebliche Gesundheitsförderung nach § 20a SGB V

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Ihre Claudia Rottländer

DORNBACH ist eine überregional tätige Unternehmensgruppe in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Rechtsberatung und Unternehmensberatung. National ist das Unternehmen mit mehreren Standorten  vertreten und beschäftigt insgesamt 400 erfahrene Wirtschaftsprüfer und Steuerberater im Verbund mit spezialisierten Rechtsanwälten und IT-Beratern. Dornbach betreut neben Privatpersonen vorwiegend mittelständische Unternehmen, Unternehmen der öffentlichen Hand sowie gemeinnützige Einrichtungen.

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Gronauer Mühlenweg 1, 51465 Bergisch Gladbach
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Claudia Rottländer

ist geschäftsführende Gesellschafterin der DORNBACH Treuhand GmbH & Co. KG in Bergisch Gladbach. Neben der Gestaltungsberatung ist das steuerliche Gemeinnützigkeitsrecht ein Schwerpunkt ihrer Tätigkeit.

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