Die Infektionszahlen steigen kontinuierlich, der Druck auf das Gesundheitswesen wächst. Drohen auch hier italienische Verhältnisse? Wir haben vor Ort nachgefragt.

Der Einsatz der Telemedizin wie bei den Psychotherapeuten dürfte die Ausnahme bleiben, daher bleibt der direkte Kontakt zur Behandlung von Patienten die Regel. 

Hausärzte und Ambulanzen verweisen bei Corona-Verdachtsfällen zunächst auf Hotlines, um den Patientenstrom zu kanalisieren. Auch diese stoßen langsam aber sicher an ihre Grenzen. Irgendwann kommt die Patientenwelle in den Krankenhäusern an.

Wie sieht es mit dem Ausbau der Behandlungskapazitäten in den Krankenhäusern der Stadt aus? Drohen etwa durch den Einsatz der Triage, also der Einteilung von Patienten nach dem Grad ihrer Beschwerden, dramatische Situationen wie in Italien?

„Das gesamte deutsche Gesundheitssystem unternimmt derzeit alle Anstrengungen, damit sich solche Fragen in der Praxis überhaupt nicht stellen werden. Wir verfügen in Deutschland über wesentlich mehr Intensivbetten als andere Länder, und die Kapazitäten werden weiter erhöht“, beruhigt Thomas Stokowy, Betriebs- und Pflegedienstleiter am Evangelischen Krankenhaus (EVK).

Er verweist, wie sämtliche Politiker und Experten, auf die strikte Reduktion der Sozialkontakte: „Wir als EVK schließen uns den Appellen an die Bevölkerung an, möglichst zu Hause zu bleiben und den Kontakt zu Mitmenschen auf ein Minimum zu reduzieren. Wenn sich alle Menschen daran halten, können wir als Krankenhäuser allen Patienten helfen.“ 

Auch Jörg Zbick, Leiter Unternehmenskommunikation bei den GFO Kliniken, ist optimistisch: „Wir tun dafür derzeit in Gesellschaft, Politik und Krankenhäusern alles, um die Intensivkapazitäten auszubauen, die Epidemie zu verlangsamen, um gar nicht erst in diese Situation zu kommen, alles andere ist Spekulation.“ 

Nach wie vor gilt: Um Ausbreitung und Ansteckung des Corona-Virus wirkungsvoll zu bekämpfen, gilt das Wort von Landrat Santelmann: „Bleiben Sie zuhause!“

#CoronaUpdate: Reale Inzidenz steigt über 900

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Holger Crump

ist Reporter und Kulturkorrespondent des Bürgerportals.

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