Ab Samstag dünnt die Bahn den Regionalverkehr kräftig aus. Davon ist auch die S11 nach Bergisch Gladbach betroffen. Diese Entscheidung sei „alternativlos“ gewesen, um den Bahnverkehr überhaupt aufrecht erhalten zu können.

Mehr als die Hälfte aller Verbindungen im Gebiet des Nahverkehrs Rheinland (NVR) werden gestrichen, teilte der Verkehrsverbund mit. Die Verkehrsunternehmen wollten jedoch gewährleisten, dass ausreichend Fahrzeuge zum Einsatz kommen, um eine Ballung der Fahrgäste und eine erhöhte Infektionsgefahr „möglichst gering“ zu halten.

Auch die Wupsi hatte bereits angekündigt, den Busverkehr auszudünnen. Ab Montag wird nach dem Ferienfahrplan gefahren, also ohne Schul- und Verstärkerfahrten.

Ziel des Sonderfahrplans sein es, eine stabile Grundversorgung sicher zu stellen, sagte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst. Krankenschwestern, Pflegepersonal, Mitarbeiter von Polizei und Lebensmitteleinzelhandel müssten ja auch weiterhin zu ihren Arbeitsplätzen kommen.

Für die Reduzierung gibt es wohl zwei Gründe. Zum einen ist davon auszugehen, dass das Fahrgastaufkommen deutlich zurück geht. Zum anderen registrieren die Verkehrsunternehmen schon jetzt mehr Krankheitsfälle, zudem stehen einige Mitarbeiter unter Quarantäne. Deswegen sei die Reduktion des Angebots „zum jetzigen Zeitpunkt alternativlos“.

Die Linien RB 38 und RB 20 fallen komplett aus, sie werden durch einen Schienenersatzverkehr mit Bussen ersetzt.

6:53, 7:53, 8:53 …

Auf vielen weiteren Linien gibt es starke Einschränkungen. Die S11 von Bergisch Gladbach soll nicht mehr alle 20 Minuten, sondern nur noch jede Stunde fahren. Abfahrt von Bergisch Gladbach ist dann jeweils sieben Minuten vor der vollen Stunden, also um 6:53, 7:53, 8:53 … Uhr. Das gibt für die Wochenenden ebenso wir für Werktage.

„Wir müssen uns der Macht des Faktischen beugen. Wir appellieren an die Fahrgäste, die Züge nur für dringend notwendige Fahrten zu nutzen und ansonsten zuhause zu bleiben“, so NVR-Geschäftsführer Heiko Sedlaczek.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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3 Kommentare

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  1. Ich hoffe, in der vergangenen Woche wurde das Fahrgastaufkommen genau ermittelt. In den Stoßzeiten sollten ggfs eher mehr Busse u. Bahnen eingesetzt werden.
    Vor allem dem Personal im Gesundheitswesen muss verstärkt Gelegenheit gegeben werden, seinen Arbeitsplatz zügig und sicher zu erreichen.
    r

  2. Der Fahrplan ist schon eine Frechheit. Menschen die zur Arbeit müssen, werden somit in weniger und auch kürzere Bahnen gesteckt. Wo bleiben die 1,5 Meter Sicherheitsabstand ??? Weiter Virusfälle liegen auf der Hand.