Auch die Kultureinrichtungen der Stadt sind geschlossen. Aber einige der Einrichtungen arbeiten weiter: Einige ihrer Angebote sind digital weiter zu nutzen, andere werden ganz neu entwickelt.

Das Corona-Virus hat das öffentliche Leben sehr stark eingeschränkt. Alle öffentlichen Kultur- und Lerneinrichtungen mussten ihre Pforten schließen, als allgemeine Maßnahme zur Eindämmung der Ansteckungsgefahr. Damit die Bürger:innen trotzdem weiterhin bergische Kultur und Lerneinrichtungen erleben können, haben sich mehrere Häuser unterschiedliche Angebote einfallen lassen.

Das Stadtarchiv

Der Blick in die Vergangenheit von Bergisch Gladbach ist für alle historisch Interessierte auch digital möglich. Das Stadtarchiv hat die Bergisch Gladbacher Zeitungsbestände vor 1945 digitalisiert, welche schon seit 2018 über das Landeszeitungsportal abrufbar sind.

Die Stadtbücherei

In der Stadtbücherei steht das Angebot für alle Leseratten weiterhin über die Bergische Onleihe zur Verfügung. Dort können eBooks, eAudios und eMagazine online ausgeliehen werden.

Alle Kundinnen und Kunden, die bereits einen gültigen Ausweis für die Stadtbücherei besitzen, können dieses Angebot sofort nutzen. Die Anmeldung für die Bergische Onleihe funktioniert mit der Ausweisnummer und dem Passwort. Bei einer erstmaligen Nutzung kann ein Blick auf die Hilfe-Seite der Bergischen Onleihe helfen. Neuanmeldungen benötigen wenige Tage Bearbeitungszeit.

Die Max-Bruch-Musikschule

Die Max-Bruch-Musikschule hält trotz der Umstände an einem weiteren musikalischen Austausch mit seinen Schülerinnen und Schülern fest und nutzt dazu die sozialen Medien. Über Skype oder ähnliche Plattformen wird der Musikunterricht digital fortgeführt.

Dieses digitale Angebot wird von den Eltern und Schülerinnen gerne angenommen. Die Musikschule hat noch nicht alle Eltern erreichen können, damit alle Schülerinnen das digitale Angebot wahrnehmen können. Wer am Unterricht an der Max-Bruch-Musikschule teilnimmt und dem noch kein Online-Angebot zur Verfügung steht, wird gebeten, sich an die Lehrkräfte zu wenden.

„Musikschule im Wohnzimmer“

Begeistert sind Eltern und Kinder auch von den YouTube-Videos „Musikschule im Wohnzimmer“, die von den Pädagoginnen selbst aufgenommen und zu 20- bis 30-minütigen Filmen zusammengeschnitten werden. Zwei Folgen gibt es bereits; sie sind exklusiv für die Kinder gedacht, die an der Elementaren Musikerziehung teilnehmen. Da werden Kochlöffel zu Percussion-Instrumenten oder Essstäbchen und Plastikschüsseln zum Schlagzeug.

Der Link wird den Eltern per E-Mail zur Verfügung gestellt. Zusätzlich zu den Videos erhalten die Eltern Arbeitsblätter zum Ausdrucken. Auch die Kooperationspartner der Musikschule im Elementarbereich, wie Kindergärten, Schulen und OGS sind gebeten, diese E-Mails an deren Elternschaft weiterzuleiten.

Das Echo der Familien spricht für sich, so zum Beispiel: „Was für eine wundervolle Idee! Wir sagen tausendfach Danke und suchen uns direkt mal zwei Kochlöffel!“

Das Bergische Museum

Das Bergische Museum für Bergbau, Handwerk und Gewerbe bietet ab dieser Woche regelmäßig kleine Videos für Familien mit Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter an.

Mit dem Titel „Macht was Schönes – Bleibt gesund und bleibt zuhause“ werden in den Videos Nachmach-Bastel-Aktivitäten für Zuhause vorgestellt. Die Familien und Kinder dürfen sich über Themen freuen wie zum Beispiel: Saatguttüten basteln, Fadenbilder gestalten oder eine Bergmannslampe nachbauen. Anzuschauen auf der Homepage des Museums.

Weitere kulturelle Online-Angebote der städtischen Einrichtungen sind geplant.

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KulturKurier präsentiert selten gehörte Werke von Max Bruch

Er steht im Schatten von Beethoven und Corona, und dennoch gilt es gerade in Bergisch Gladbach, den 100. Todestag von Max Bruch am 2. Oktober zu würdigen. Seine Geschichte und Kompositionen sind eng mit unserer Stadt verbunden. Daher führte jetzt ein mutiges Ensemble für den KulturKurier drei rare Werke des romantischen Meisters im Bergischen Löwen auf. Mit dabei ist der Hymnus op. 13, der eine ganz besondere Beziehung zur Stadt hat.

Barock-Musik vor Barock-Schloss

Zu einer besonderen Ausgabe des KulturKuriers spielen die Streicher des Sinfonieorchesters Bergisch Gladbach mit Solisten unter der Leitung von Roman Salyutov Werke von Vivaldi und Bach. Im Hintergrund das Althoff Grandhotel Schloss Bensberg, das Siebengebirge und der Blick die Schlossstraße hinab bis zum Kölner Dom.

Wolfgang Wasser und „dat Wesentliche”

Aus seinem eigenen Buch „Wat ist dat Wesentliche” liest Wolfgang Wasser Auszüge für eine neue LiteraPod-Ausgabe des Kulturkuriers. Und geht dabei einer alten Frage seines Vorbilds Hanns Dieter Hüsch nach.

Lisa Spielmann spielt frische Songs

Die Bergisch Gladbacher Sängerin und Songschreiberin Lisa Spielmann gibt für den Kulturkurier einen Einblick in ihr Heimstudio und lässt uns vorab hören, was demnächst als ihre erste Platte erscheint. Frischer deutscher Pop zum Mittanzen.

Claudia Timpner liest Meyerhoff

Aus dem Buch „„Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war” von Joachim Meyerhoff liest Claudia Timpner in dieser LiteraPod-Ausgabe des Kulturkuriers.

Holger Faust-Peters spielt John Cage

Den Beschränkungen, die Corona der Kultur auferlegt, haben viele Künstler Auftritte im Netz entgegen gesetzt. Andere, wie der Cellist Holger Faust-Peters von der Max-Bruch-Musikschule, haben sich dem verweigert und auf eine temporäre Stille gesetzt. Dennoch findet Faust-Peters einen Weg, für den Kulturkurier zu spielen und gleichzeitig einen Impuls des Innenhaltens und der Stille zu setzen.

Renate Beisenherz-Galas liest Gorki

Aus den „Italienischen Märchen” von Maxim Gorki trägt Renate Beisenherz-Galas zwei Erzählungen vor. Und als Zugabe gibt es für den KulturKurier ein Gedicht aus eigener Feder.

Pressestelle Stadt BGL

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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