Ein umgebautes Tafel-Lineal hilft an der Strunde, die Abstandsregeln in den Klassenzimmern einzuhalten: Die Leiterin der OGS, Jessi Klein, und Schulleiter Florian Lambertz freuen sich auf den Schulstart

Morgen kehrt wieder Leben ein in die Grundschulen. Dann starten die Viertklässler mit „Lernen aus der Nähe”. Auch die GGS An der Strunde und die OGS haben sich vorbereitet. Wir waren vor Ort und haben dabei auch ein zweckentfremdetes Tafel-Lineal entdeckt.

Alles steht unter der Maßgabe, Infektionen zu vermeiden. Die Viertklässler würden An der Strunde in sechs Gruppen aufgeteilt, so dass durchgehend die Abstandsregeln eingehalten werden könnten, erklärt Schulleiter Florian Lambertz. Geplant seien zum Start drei Stunden Präsenzunterricht ohne Pause, als Ergänzung zum „Lernen auf Distanz”, also dem Home Schooling.

Zusammen mit Distanz: In den Klassenzimmern der GGS An der Strunde werden die Abstandsregen gewahrt

Die Eltern wurden bereits in einem Elternbrief über die Rahmebedingungen informiert. Der Unterricht erfolgt teils mit anderen als den gewohnten Lehrer:innen, heißt es dort. Die Einteilung der Lehrer:innen nach Risikogruppen mache dies notwendig.

Hygieneregeln

Morgen geht´s nun los: Die einzelnen Schülergruppen treffen sich zum Schulstart zeitlich versetzt – und mit Abstand untereinander – an verschiedenen Eingängen der Grundschule. Von dort geht es in das Gebäude.

Die Klassen sind vorbereitet: Mit der nötigen Distanz zwischen den Tischen können die Abstandsregeln eingehalten werden. Die Lehrer:innen helfen und erinnern beim Gänsemarsch durch die Flure oder in der Klassen immer wieder an die berühmten 1,50 Meter.

Die Gebäudereinigung vor Ort werde intensiviert. So würden die Räume täglich gereiningt und desinfiziert. Zu normalen Zeiten sei dies lediglich alle zwei Tage der Fall, erklärt der Leiter der Schule. Ein Plexiglasschutz im Sekretariat vervollständigt die passiven Schutzmaßnahmen.

Maskenempfehlung

Außerhalb der Klassenzimmer empfehle die GGS An der Strunde dringend das Tragen einer Maske. Eine Pflicht bestehe indes nicht. Während des Unterrichts könne aufgrund des gebotenen Abstands auf die Maske verzichtet werden, fasst Florian Lambertz das Thema Schutzmaske zusammen.

Schulsekretärim Frau Fonferek-Tillmann arbeitet hinter einem Plexiglasschutz

Auch wenn es keine Pflicht zu Corona-Tests für Lehrer:innen gibt: Es werde alles getan, damit die Kinder und das Kollegium gesund bleiben, so Lambertz. Kinder mit Krankheitssymptomen dürften die Schule nicht betreten.

OGS: Anspruch auf Betreuung

Die Vorbereitungen in der OGS seien noch im Gange, erklärt deren Leiterin Jessi Klein. Kinder hätten einen Anspruch auf Betreuung, auch wenn die Beiträge für die OGS im Mai nicht entrichtet worden seien. Parallel würde man die Notbetreuung der Kinder aus systemrelevanten Haushalten aufrechterhalten.

In welchem Umfang das normale OGS-Angebot ab morgen wahrgenommen werde, müsse sich noch zeigen. Die Hygieneregeln würden denen der Schule entsprechen, so Klein.

Hier können Arbeitsblätter abgegeben werden

Rollierendes System geplant

Bei den Eltern ist das Krisenmanagement der Schule bislang gut angekommen. Zuletzt habe sich auch die Vorsitzende der Schulelternpflegschaft stellvertretend für die Eltern bei Floriam Lambertz und den Lehrer:innen bedankt.

Für die kommende Woche plane man mit dem für NRW bereits angekündigten, rollierenden System aller Jahrgangsstufen, erklärt Florian Lambertz. Es wurde zunächst wieder auf Eis gelegt, die Abstimmungsrunde von Bund und Ländern heute könnte verbindliche Rahmenbedingungen schaffen.

„Wir bleiben gelassen”, beschreibt GGS-Chef Lambertz die Gemütslage. Die Wochen bis zu den Sommerferien werde man gut über die Runden bringen.

„In der Schule macht es mehr Spaß”

Auch die Kinder freuen sich auf die Rückkehr in „ihre” Schule. Das legen zumindest Bilder nahe, welche die Schüler:innen am Zaun der Schule befestigt haben. „Blöd, dass es das gerade nicht gibt”, steht da zum Beispiel über dem Bild eines Klassenzimmers. Oder „Zuhause macht es schon Spaß, aber in der Schule macht es mehr Spaß”.

Bilder am Zaun zeigen: Schüler:innen der GGS An der Strunde vermissen “ihre” Schule

Trotz allem Corona-Management: Die GGS An der Strunde hat bereits das neue Schuljahr im Visier. So seien drei Info-Abende für die kommenden Erstklässler geplant, betonen Lambertz und Klein. Mit gebotenem Abstand würden Schule und OGS dann über das Angebot informieren. Die Termine stünden noch nicht fest, Eltern würden frühzeitig informiert.

Fotos: Holger Crump

Holger Crump

ist freier Journalist und vielseitig interessierter fester Mitarbeiter des Bürgerportals.

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