Lockerungen, wohin man sieht: Kitas und Grundschulen laufen wieder, alle Schulen sollen nach den Ferien zurück zum Regelbetrieb und selbst Großveranstaltungen sind unter bestimmten Bedingungen wieder möglich. Aber es bleibt bei den grundlegenden Abstandsregeln. Aus guten Gründen.

Abstandsregeln plus Maskenpflicht scheinen sich bewährt zu haben. Das war der Tenor des Treffens der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Merkel Mitte dieser Woche.

Kontaktbeschränkungen bleiben bestehen

Bund und Länder scheinen wieder zu etwas mehr Gleichklang gefunden zu haben. Gemeinsam gab man die Marschrichtung zur Bewältigung der Pandemie für die nächsten Wochen vor:

  • Beibehaltung des Mindestabstands
  • Maskenpflicht in ausgewählten öffentlichen Bereichen
  • Hygienemaßnahmen
  • Kontaktbeschränkungen
  • Ausbau der Testkapazitäten

Für Schulkinder gibt es jetzt zumindest eine vage Perspektive: Nach den Sommerferien soll – je nach Entwicklung der Pandemie – der Schulbetrieb wieder normal laufen. Wie genau das gehen soll, darüber beraten als nächstes die Kultusminister.

Das Verbot von Großveranstaltungen wurde indes vom 31. August auf mindestens Ende Oktober verlängert. Das gilt vor allem dann, wenn eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregeln nicht möglich ist – ansonsten sind Ausnahmen offenbar möglich.

Quelle der Fakten und weitere Infos bei tagesschau.de

Psychologischer Effekt

Die Maßnahmen machen Sinn. Gerade die Ereignisse der vergangenen Tage (Fleischbetriebe etc.) haben gezeigt, dass die Infektion immer wieder ausbrechen kann, wenn die Kontaktbeschränkungen unterlaufen werden. Die aktuelle Roadmap hilft also, neue Infektionsfälle weiter einzudämmen.

Hinzu kommt der psychologische Effekt: Nach Wochen der Einschränkungen macht sich eine laissez-faire Haltung in der Gesellschaft breit. Da ist es umso wichtiger, dass die Politik mit ihren Mahnungen präsent ist und immer wieder daraf hinweist, dass Abstand aus Anstand überlebenswichtig ist. Andere Länder beneiden uns um dieses Handling der Krise!

Holger Crump

ist freier Journalist und vielseitig interessierter fester Mitarbeiter des Bürgerportals.

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