Frank Stein im Wahlkampf

Frank Stein hat ein SPD-Parteibuch und arbeitet als Kämmerer in der Stadtverwaltung. Jetzt tritt er als gemeinsamer Kandidat für Grüne, FDP und SPD gegen die CDU an, um Bergisch Gladbachs neuer Bürgermeister zu werden. Sein Programm hat er vielfach vorgestellt, im Fragebogen des Bürgerportals gibt er nun einen kleinen privaten Einblick.

Gerade hatte Frank Stein den Sprung von Leverkusen nach Bergisch Gladbach gemacht und seine Arbeit als Kämmerer und Beigeordneter der Stadt aufgenommen, da erschien im Bürgerportal ein Porträt mit dem Titel „Der scheinbar Unscheinbare“. Da ist etwas dran, hinter einer unauffälligen Erscheinung verbirgt sich ein Mann mit Erfahrung und klaren Vorstellungen.

Stein wuchs in Engelskirchen-Loope auf, studierte Jura in Köln, arbeitet als Anwalt beim TÜV und als Finanzreferent beim Städte-und Gemeindebund. Gleichzeit engagierte er sich viele Jahre im Stadtrat von Engelskirchen.

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Im Jahr 2000 trat Frank Stein als Wahlbeamter in den Dienst der Stadt Leverkusen. Dort war er – in unterschiedlichen Konstellationen – Beigeordneter für Bürger, Umwelt, Jugend, Soziales, Recht, Sicherheit und Ordnung sowie Kämmerer.

Ein Foto aus einem früheren Wahlkampf. Foto: Frank Stein

2017 wechselte er ins kleinere Bergisch Gladbach; auch um einen Gang zurück zu schalten, sagte er damals auf die Frage, ob er hier das Amt des Bürgermeisters anstreben werden.

Engagiert kümmert er sich als Kämmerer um die Sanierung des Haushaltes und als Beigeordneter um die (schon bekannten) Bereiche Recht, Sicherheit, Ordnung, Jugend und Soziales.

Doch dann machte ein neues Bündnis von Grünen, FDP und SPD einen Strich durch diese Lebensplanung, indem sie den Marthonläufer und Radfahrer überzeugten, nun doch für „die Ampel“ anzutreten.

Frank Stein mit den Parteivorsitzenden Anita Rick-Blunck (FDP), Eva Gerhardus (Grüne) und Andreas Ebert (SPD).

Nach vielen Debatten und Auftritt steht der 58-Jährige nun am 13. September zur Wahl, in einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem CDU-Kandidaten Christian Buchen. Weitere Kandidaten sind Günther Schöpf (AfD) und Iro Herrmann (Bürgerpartei GL).

Und auch Frank Stein beantwortet die obligatorischen 26 Fragen des Bürgerportals. Los geht’s. Nicht lange nachdenken, nicht weit ausholen – ein, zwei Sätze genügen.

Wie starten Sie in den Tag?
Mit Kaffee und einer großen Schale Birchermüsli mit frisch geschnittenem Obst

Was wollten Sie als Kind werden?
Archäologe

Was sind Sie geworden?
Jurist und Stadtkämmerer

Wohin laden Sie Kollegen/Geschäftspartner am liebsten ein?
Ins Theater-Café am Bergischen Löwen

Wohin gehen Sie gerne mit Familie/Freunden?
In das Naturfreundehaus Hardt

Wohin gehen Sie, wenn Sie ganz für sich sein wollen?
Zum Laufen in den Königsforst

Wie sieht für Sie ein perfekter Tag aus?
Wenn er mir genügend Zeit für meine Familie, meinen Beruf und meinen Sport bietet. Alles andere kommt dann von selbst.

Tee oder Kaffee; Bier oder Wein?
Alles gerne, je nach Tageszeit und Stimmung



Was ist für Sie das größte Unglück?
Krankheit oder Streit in der Familie

Bitte ergänzen Sie: Bergisch Gladbach ist
… die ideale Verbindung von Großstadt und Natur.

Was ist Bergisch Gladbachs größter Pluspunkt?
Die vielen engagierten und sympathischen Menschen in den Stadtteilen mit ihren Nachbarschaften, Vereinen und Ortsgemeinschaften.

Was ist Bergisch Gladbachs größtes Problem?
Die marode Infrastruktur von Straßen, Schulen und Verwaltungsgebäuden

Wenn Sie drei Wünsche für Bergisch Gladbach frei hätten, würden Sie …
Wünschen, dass alle Schulen perfekt saniert sind, alle Straßen saniert und für die Mobilität der Zukunft umgestaltet sind, alle Familien einen Kita- bzw. OGS-Platz in fußläufiger Nähe garantiert wird.

Wenn Sie einen persönlichen Wunsch frei hätten, würden Sie …
… mir noch viele gemeinsame Lebensjahre mit meiner Frau bei guter Gesundheit wünschen.

Was war Ihre größte Leistung?
Dass ich es gemeinsam mit meiner Frau geschafft habe, dass unsere Kinder zu aufgeschlossenen, fleißigen und bodenständigen jungen Erwachsenen herangewachsen sind, die mit beiden Beinen fest im Leben stehen.

Was war Ihre größte Niederlage?
Trotz mehrerer ambitionierten Versuche habe ich nie die 03:30 h – Grenze beim Marathon „geknackt“ und das dürfte angesichts meines Lebensalters wahrscheinlich auch so bleiben.

Mein großes Ziel ist es, …
Dass die Bürgerinnen und Bürger von Bergisch Gladbach in fünf Jahren sagen, dass es sich gelohnt hat, mir die Führung der Stadt anzuvertrauen.

Was ist Ihre Stärke?
Das sollen andere bewerten.

Was ist Ihre Schwäche?
Das sollen andere bewerten.

Wie sind Sie als Chef?
Gute Führung verlangt von mir Wertschätzung für die Kolleginnen und Kollegen und gleichzeitig das Geben klarer Orientierung durch mich als Chef. Ich bemühe mich, alle Argumente zu hören und nicht von vornherein abzutun; am Schluss muss aber eine klare Entscheidung stehen. Und für die trage ich dann die volle Verantwortung „Führen durch das Wort“ von Rupert Lay war für mich immer eine gute Orientierung.

… und was würden Ihre Mitarbeiter sagen?
Es ist mir in zwei Jahrzehnten in der Führungsverantwortung oft gespiegelt worden, dass ich auch so wahrgenommen werde. Das man nie perfekt agieren kann, das ist genauso klar.

Worüber können Sie sich aufregen?
Über vorgefertigte Meinungen, die nicht reflektiert werden. Vorurteile, Klischees und das voreilige Bewerten von Menschen sind grosse Übel unserer Zeit.

Wer ist Ihr Vorbild im Beruf?
Der leider zu früh verstorbene frühere Hauptgeschäftsführer des Deutschen und Nordrhein-Westfälischen Städte- und Gemeindebundes, Friedrich Wilhelm Heinrichs. Er war viele Jahre mein Chef und eine sehr beeindruckende Persönlichkeit, als Mensch und als Politiker. Ich habe unendlich viel von ihm gelernt.

Wer ist Ihr Vorbild im Privatleben?
Meine Erfahrung als Familienvater ist, dass es nichts bringt, sich hier Vorbilder zu nehmen. Man muss einen eigenen Weg finden, denn jede Familie ist auf ihre eigene Art glücklich (hier irrte übrigens Tolstoi).

Was war der beste Ratschlag, den Sie je erhalten haben?
Das Leben gibt mir jeden Tag Ratschläge, man muss nur genau hinhören. Einen einzelnen absolut herausragenden Ratschlag habe ich noch von niemandem erhalten. Und um mit Johannes Rau zu sprechen: „Ratschläge sind immer auch Schläge.“

Welchen Ratschlag würden Sie Ihrem Nachfolger/Ihren Kindern erteilen?
Auf die täglichen Ratschläge des Lebens hören und sie annehmen.

Welche Frage wurde nicht gestellt, würden Sie aber gerne beantworten?
Dem anspruchsvollen Fragenkatalog ist nichts hinzuzufügen.

Frank Stein live

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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2 Kommentare

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  1. Sehr geehrter Herr Stier, mehrere Fragen, daher mehrere Antworten.

    Was das soll? Aufmerksamkeit erzeugen, daher bezahlt die Kampagne von Christian Buchen für diese Anzeige. Ebenso wie in den Vorwochen an gleicher Stelle Frank Stein und der Integrationsrat.

    Warum in einem Bericht über Frank Stein? Weil bei uns – im Gegensatz zu manchen Anzeigenblättern – Redaktion und Anzeigen strikt getrennt sind. Wir planen nicht, welche Anzeige neben welchem Artikel steht (und kassieren dafür womöglich extra).

    Warum gerade an dieser Stelle? Weil das der Platz für Anzeigen ist. Auf der Startseite ganz oben, im Artikel nach dem 2. Absatz. Wie gesagt, eine individuelle Platzierung gibt es bei uns nicht.

    Unter dem Strich: Das ist wie in einer guten traditionellen Zeitung oder Zeitschrift, neben einem Bericht über VW kann durchaus eine Anzeige von Mercedes auftauchen. Warum auch nicht?

  2. Sehr geehrter Herr Watzlawek,
    was soll die Anzeige von Christian Buchen in Ihrem Bericht über Frank Stein ?
    Warum gerade an dieser Stelle und wenn Sie meinen, dass müsste so sein, nicht am Ende des Berichts? Können Sie mir das bitte erklären?