Nicola Henselmann mit ihrem Roman ,,Septemberschnee"

Nicola Henselmann hat im Refrather Scylla-Verlag ihren ersten Roman ,,Septemberschnee” veröffentlicht. Über Selbstzweifel, Kinderchaos und Liebe schreibt die Autorin, die viel mit der Protagonistin verbindet.

Die Protagonistin des Buches Pia wird nach langjähriger Ehe von ihrem Mann verlassen und steht mit ihren beiden Kindern allein da. Die Leser begleiten Pia auf ihrer Reise, bei der sie lernt, sich selbst zu lieben und auf eigenen Beinen zu stehen.

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Die Autorin nimmt ihre Inspiration aus eigener Erfahrung, viel Persönliches steckt darin: auch sie wurde nach langjähriger Ehe verlassen, sie hat drei Kinder. ,,Ich wollte eigentlich entspannt alt werden, und dann kam alles anders,” berichtet Nicola Henselmann. Doch beide haben die Situation gemeistert und zu sich selbst gefunden. ,,Wir sind beide starke Frauen,” sagt sie.

Der Schreibstil sei sehr lebendig, wie man unter Freundinnen reden würde, beschreibt die Autorin. ,,Deshalb kann ich das Buch auch nicht meinen Kindern vorlesen.” Für das erwachsene Publikum sei es ein leichtes, angenehmes Buch.

Scylla: ein genderkonformer Verlag

Der Scylla-Verlag, der das Buch herausbringt, ist ein unabhängiger Verlag in Refrath, der frische, moderne Litaratur in die Hände der Leser:innen gibt.

Der Verlag sei genderkonform, berichtet Nicola Henselmann. Es werde Wert darauf gelegt, die Rolle der Frau zu stützen; mehrere alleinerziehende Frauen arbeiten dort. Es sei außerdem immer möglich, Kinder und Haustiere zur Arbeit mitzubringen, oder gleich von zu Hause aus zu arbeiten.

Die 44-jährige Autorin hat selbst beim Scylla-Verlag gearbeitet, jetzt hat sie sich mit der Werbeagentur necton selbstständig gemacht. Sie ist in Herkenrath aufgewachsen und wohnt auch jetzt dort. Eigentlich sei sie kein ,,Liebesromanleser”, sagt sie. Sie schreibt mehr als sie liest, die Idee für die Geschichte ,,hat das Leben geschrieben”.

Von Kurzgeschichten zum Roman

Bevor sie ihr erstes Buch ,,Septemberschnee” veröffentlicht hat, schrieb die Autorin Kurzgeschichten, die sie in den sozialen Medien veröffentlichte. Mit der Ermutigung ihrer Verlagskolleginnen hat sie dann den Roman verfasst. Die Geschichte hat sie schnell runtergeschrieben – zeitaufwändig war das Lektorat, bis zur Veröffentlichung hat es drei Jahre gedauert.

Eigentlich stand für das Buch im November eine Lesung an, die ist wegen Corona hinfällig. Trotzdem möchte die Autorin ein Alternativprogramm anbieten: es werden Online-Lesungen geplant.

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