Die Kreishandwerkerschaft und die Friseurinnung haben sich einem bundesweiten Hilferuf aller Friseure angeschlossen. Sie wollen am Sonntag in ihren leerstehenden Salons für 24 Stunden das Licht brennen lassen – um auf ihre dramatische Situation aufmerksam zu machen und für einen Neustart am 15. Februar zu werben.

Seite an Seite kämpfen derzeit Friseurinnungen, Geschäftsführer und Verbände in ganz Deutschland mit ihren Mitgliedsbetrieben. Aus diesem Grund unterstützt die Kreishandwerkerschaft Bergisches Land und die Friseurinnung Bergisches Land den bundesweiten Aufruf an alle Betriebsinhaber:

Macht vom 31. Januar auf den 1. Februar 2021 das Licht in den Salons an, bevor es ganz ausgeht!

Das Licht soll 24 Stunden in den Salons brennen, um die Bevölkerung auf die dramatische Situation des Friseurhandwerks im zweiten Lockdown aufmerksam zu machen. Die rund 80.000 Salons des deutschen Friseurhandwerks sind seit dem 16. Dezember 2020 im zweiten Lockdown geschlossen. Viele Familienbetriebe im Friseurhandwerk können die damit verbundenen Umsatzverluste nicht mehr überbrücken, sie stehen vor dem existenziellen Aus.

Daher kämpfen wir aktuell auf allen politischen Ebenen für einen Re-Start ab dem 15. Februar 2021“, erläutert der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land, Marcus Otto: „Die Hygienemaßnahmen und Einschränkungen sind extra für die Friseursalons erstellt worden und haben vor dem zweiten Lockdown nachhaltig funktioniert. Vor diesem Hintergrund ist eine lückenlose Nachverfolgung der Kontakte gewährleitet.“

Zur Friseurinnung Bergisches Land zählen im Oberbergischen Kreis, im Rheinisch-Bergischen Kreis und in Leverkusen allein etwa 260 Mitgliedsbetriebe und mehr als 1.800 Beschäftigte.

Ziel der Aktion ist die Kommunikation dieser vier Kernforderungen:

  1. Die Überbrückungshilfen müssen passgenau gestaltet und schnell und unbürokratisch gewährt werden.
  2. Eine nachhaltige Förderung unserer Ausbildungsleistung ist jetzt notwendig, um die duale Berufsausbildung zu sichern.
  3. Auch der Chef oder die Chefin als wichtigster Mitarbeiter des Betriebs muss berücksichtigt werden. Wir gehen in den aktuellen Regelungen noch leer aus.
  4. Schwarzarbeit muss gestoppt werden. Sichere Friseurdienstleistungen können nur wir Profis unter Wahrung der Hygiene- und Arbeitsschutzstandards in den Salons bieten.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.