Der BürgerClub befasst sich in der nächsten Zeit in lockerer Folge mit dem Thema Stadtentwicklung. Zum Auftakt geht es um die Frage, welchen Beitrag Mehrgenerationenhäuser dafür leisten können. Immerhin gibt es dazu schon zwei konkrete Projekte in Bergisch Gladbach.

Städte sind im Wandel – die Pandemie zeigt mehr als deutlich die Defizite auf. Ein Thema, das sehr viele Facetten hat und für Bergisch Gladbachs Zukunft extrem wichtig ist.

Doro Corts. Foto: Archiv/Stadt Bergisch Gladbach

Diese Themen wollen wir im BürgerClub in lockerer Folge diskutieren, auf der Suche nach konstruktiven Lösungen, über die üblichen Parteigrenzen und Lager hinweg. Dazu laden wir alle Bürger:innen mit ihren Fachkompetenzen, Erfahrungen und Visionen zum Gespräch ein.

Als Inputgeber konnten wir Doro Corts, Architektin und Vorsitzende des Vereins mitein-anders gewinnen, der sich der Idee des Mehrgenerationswohnens verschrieben hat – als innovativer Wohnform im urbanen Bereich. Genau damit wird sich der nächste Bürgerclub am 22.4. beschäftigen, Doro Corts wird den Impulsvortrag halten.

Lebenswerte Innenstädte: Welchen Beitrag können Mehrgenerationenhäuser leisten?

Donnerstag, 22. April, 19.30 Uhr

im digitalen Diskussionsraum des Bürgerportals auf der Plattform Zoom. Sie können über Ihren Computer, Tablet oder Smartphone am 22.4. ab 19:15 Uhr über diesen Link eintreten. Kenncode: 130085

Nach Ansicht von Corts gilt es in der Stadtentwicklung, durch Flächenoptimierung den massiven Neubau zu reduzieren. Die hohe Lebensqualität in unserer Stadt sei nur zu erhalten durch eine Mischung aus kommunikativen Strukturen, umweltfreundlichem Bauen und gestalterischer Absicht. 

Dieser Wandel müsse diskutiert und aktiv vorangetrieben werden, für ein soziales Miteinander und die gemeinwohlorientierte Zukunft einer friedvollen Gesellschaft.

Mehrgenerationenhäuser – in Refrath und an der Buchmühle

Welchen Beitrag Mehrgenerationenhäuser für die Stadt- und Quartiersentwicklung leisten können, soll gemeinsam diskutiert werden. Aber natürlich auch, welchen Einfluss das auf die Verdichtung der Stadt Bergisch Gladbach haben wird. Das wollen wir an den zwei aktuell geplanten Mehrgenerationenprojekten Buchmühle und Refrath besprechen.

Der Verein mitein-anders ist davon überzeugt, dass auf die vielfältigen neuen Herausforderungen durch Klimawandel, Demografie, Digitalisierung, neue Lebens- und Arbeitsmodelle auch mit innovativen Wohnformen geantwortet werden muss. Ähnlich der Veränderungen in der Automobilindustrie wird auch die Bau- und Immobilienwirtschaft reagieren und ihren starken Ressourcenverbrauch sowie die hohen CO2 Immissionen in den Blick nehmen müssen.

Nachhaltige kommunale Baulandpolitik sowie Bodenbevorratung und transparente Konzeptvergabe zu leistbaren Konditionen ermöglichen innovative Projekte und lebhafte Quartiere. Sprechen wir darüber!

Hintergrund: Der BürgerClub

Das Bürgerportal ist die Kommunikationsplattform für alle Aktiven in Politik, Gesellschaft und Kultur in Bergisch Gladbach. Wir wollen keine Debatten in der „eigenen Blase“, wir wollen den Austausch zwischen Menschen, die auch zuhören wollen und können.

Hier sind alle eingeladen, Bürgerinnen, Bürger, Alt und möglichst auch Jung, aus allen Initiativen und demokratischen Parteien. Es geht um lokale Politik, gesellschaftliche Herausforderungen, Kultur, Wirtschaft und vielleicht auch mal um Sport.

Derzeit nutzen wir eine Videokonferenz. Das erfordert natürlich einen besonders rücksichtsvollen Umgang miteinander, die Kunst des Ausredenlassens ist besonders gefordert. Auf jeden Fall weiterhin spannend, weil wir ja unterschiedliche Meinungen zusammen bringen und nach konstruktiven Lösungen suchen wollen.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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2 Kommentare

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  1. Passend zum heutigen Diskussionsthema schreibt Anja Bierwirth vom Wuppertaler Institut heute im Kölner Stadtanzeiger zur Diskussion zum Neubau von Einfamilienhäusern: In vielen alten Einfamilienhäusern wohnen Menschen alleine oder zu zweit, die inzwischen von der Größe des Hauses überfordert sind. “In Umfragen geben 20-30 % an, dass sie sich durchaus vorstellen könnten, in kleinere Wohnungen zu ziehen, wenn diese etwa barrierefrei und altengerecht wären. Das Interesse an Wohnformen wie Mehrgeneration-Projekte ist sogar noch höher. Was diese Menschen unter anderem am Umzug hindert ist, dass es keine passenden Angebote gibt, zumindest nicht in der Umgebung, in der sie gerne bleiben möchten.”
    Diese Situation sollte bei der weiteren Stadtentwicklung berücksichtigt werden.

  2. Der Einsatz für Mehrgenerationenhäuser ist ein großartige Sache . Gerade in dieser Zeit wo oft die Versorgung der Kleinen kritisch ist, wären sie nicht nur einen Weg für
    mehr Familienzusammenhalt sondern auch eine wirksame Hilfe für die oft gestressten Mütter. Ich wünsche viel Erfolg.