Das Team des Ernährungsrats Bergisches Land: Dr. Dietmar Kreikenbohm-Romotzky, Dr. Barbara Steinrück, Linda Eiermann, Silvia Fröhning und Michael Müller

Was wird eigentlich in der Region getan, um die Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 umzusetzen ? Mit den „WandelTagen“ möchte der Ernährungsrat Bergisches Land Menschen die Möglichkeit geben, sich und ihre Projekte vorzustellen – und damit auch anderen Mut machen, einfach anzufangen.

Dürren, Krankheiten, Hungersnöte, Überschwemmungen. Jeden Tag erreichen uns dramatische Nachrichten, oder wir sind selbst von einer Katastrophe betroffen. Immer wieder wird betont, dass alle etwas tun müssen, um den Klimawandel und die damit verbundenen Krisen noch aufhalten zu können.

Doch wie viel wird schon getan, um die 17 Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 umzusetzen – selbst vor unserer Haustür? Genau da setzt das Projekt „WandelTage“ an.

Das Pionierprojekt wurde 2018 erstmals von einer kleinen Projektgruppe „Gemeinwohl-Ökonomie & ethischer Welthandel OWL“ von Katharina Walkhoff und Lutz Dudek in Minden initiiert. Sie gründeten das „Netzwerk 17plus“ (2019 Auszeichnung der Deutschen Unesco-Kommission für nachhaltige Bildungsarbeit). Seitdem wurde das Erfolgsprojekt „WandelTage“ jährlich wiederholt und inspiriert Akteur*innen über den Mindener Kreis hinaus – so wie jetzt den Ernährungsrat Bergisches Land i.G.

„Als wir von dem Projekt hörten, waren wir gleich Feuer und Flamme und haben gesagt: das brauchen wir hier auch“, schwärmt Dr. Barbara Steinrück, Mitinitiatorin des Ernährungsrates.

Von 1. bis 10. Oktober bieten die WandelTage allen Menschen, Unternehmen, Schulen, Projekten und Initiativen in der Region eine Bühne, um Ideen und Lösungen vorzustellen, gemeinsam ins Gespräch zu kommen und kreativ zu werden.

Initiativen und Stationen, die sich an den WandelTagen beteiligen, können sich auf einer dafür gestalteten Homepage in einer Karte eintragen https://wandelkarte.de/rheinberg/. Hinweise zu aktuellen Terminen und Aktionen sollen dann auf der WandelKARTE für jeden einsehbar sein und auch über den Aktionszeitraum hinaus aktiv bleiben.

Erntedank-Fest in Rösrath

Das Bündnis „Ernährungsrat i.G.“ selbst plant zu den WandelTagen in Kooperation mit der Kreisgruppe BUND RBK ein Erntedank-Fest am Turmhof in Rösrath. Am 03.10.2021 ab 11 Uhr werden unterschiedliche Anbieter die Bedeutung einer gesunden, klimagerechten, Tierwohl fördernden und fairen Ernährung aus und für die Region vermitteln.

Darüber hinaus kommen alle Besucher in den Genuss von regionalen Köstlichkeiten und Mitmachangeboten, sowie Theater für Kinder und Familien. Für Motivation und gute Laune sorgen die Liedermacherinnen Ingrid Ittel-Fernau und Monika Kampmann mit ihren neuen Mutmachliedern. Unterstützt und offiziell eröffnet wird das Fest von dem Gründungspaten des Ernährungsrates: Dr. Rembold von der Dr. Rembold Stiftung.

All das können Besucher unter der Überschrift „Erntedank 2021 – Lustwandeln auf den Pfaden der Nachhaltigkeit“ am Erntedank-Tag erleben. „Wir möchten Mut machen, einfach anzufangen und zeigen wer sich schon alles auf den Weg zu einer nachhaltigen, gemeinwohlorientierten Gegenwart und Zukunft gemacht hat“, sagt Silvia Fröhning vom Bündnis Ernährungsrat i.G.

Das Bündnis möchte aufzeigen, wie wichtig es ist, bürgerschaftliches Engagement in professionelle wirtschaftliche, politische und zivilgesellschaftliche Netzwerke einzubinden. Denn nur gemeinsam können die aktuellen Herausforderungen gemeistert werden.

Interessierte sind herzlich eingeladen mitzumachen, und auch über das Rösrather Umfeld hinaus soll das Netzwerk wachsen.

Über die Veranstalter

Das Forum für Nachhaltigkeit fürs Bergische initiiert, konzipiert und begleitet Veranstaltungen, Projekte und Initiativen im Bereich „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ im Rheinisch-Bergischen Kreis. Eines dieser Projekte ist die Gründung eines Ernährungsrates (ER) für den Rheinisch-Bergischen und den Oberbergischen Kreis.

Ernährungsrat Bergisches Land i.G.: Regional, saisonal, gesund und fair – der Ernährungsrat setzt sich für den Zugang zu gesunder, klimaverträglicher und fairer Nahrung für alle Menschen im Bergischen Land ein. Der Ernährungsrat in Gründung versteht sich als Forum für den Interessenausgleich aller an diesem Wertschöpfungsprozess Beteiligten, er ist also der mittlere Knoten eines großen Netzwerks im Bereich Landwirtschaft und Ernährung im Bergischen Land.

Die BUND-Kreisgruppe Rheinisch-Bergischer Kreis (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.) besteht seit 1982 und basiert auf dem ehrenamtlichen Engagement von Vorstand und Mitglieder.  Wir setzen uns ein für den Schutz unserer Natur und Umwelt – damit die Erde für alle, die auf ihr leben, bewohnbar bleibt. Der BUND engagiert sich – zum Beispiel – für eine ökologische Landwirtschaft und gesunde Lebensmittel, für den Klimaschutz und den Ausbau regenerativer Energien, für den Schutz bedrohter Arten, des Waldes und des Wassers.

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1 Kommentar

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  1. Eine großartige Initiative der Ernährungsrat Bergisches Land und Erich Kästner lässt grüßen: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“, wobei „learning by doing“ den Wert von Werten hoffentlich zum Leben erweckt. Viel Erfolg weiterhin und eine gute Entwicklung in der Region.