Mit einer Tanz- und Musikperformance am Internationalen Frauentag auf dem Konrad-Adenauer-Platz haben zwei Künstlerinnen die Lage von Frauen thematisiert.  

Mit einer Tanz- und Musikperformance auf dem Konrad-Adenauer-Platz anlässlich des Internationalen Frauentages thematisierten die Choreographin Bibiana Jiménez und die Musikerin Marei Seuthe die Lage von Frauen. Die beiden Künstlerinnen waren zur Mittagszeit auf Einladung der Gleichstellungsstelle der Stadt Bergisch Gladbach gekommen und zeigten mit ihrer Aufführung, was „Frau Sein“ im Jahr 2022 bedeutet.

„Frauen bekommen für gleiche Arbeit oft weniger Lohn als ihre männlichen Kollegen, Erziehung der Kinder ist mehrheitlich Frauensache, Frauen sind immer noch zu wenig in Führungspositionen vertreten. Frauen werden auch heute noch in der ganzen Welt ungleich behandelt“, resümierte Judith Klaßen, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bergisch Gladbach in ihrem gemeinsamen Grußwort mit Bürgermeister Frank Stein.

Die Gleichstellungsbeauftragte Judith Klaßen mit den Künstlerinnen Bibiana Jiménez und Marei Seuthe sowie Bürgermeister Frank Stein (v.r.n.l.)

„Frauen erleben oftmals (sexualisierte) Gewalt, leiden besonders in Kriegssituationen“, stellte die Gleichstellungsbeauftrage fest. „Deshalb gilt unsere Solidarität heute allen von Gewalt betroffenen Frauen, insbesondere den Frauen in der Ukraine.“

Die kolumbianische Tänzerin und Choreographin Bibiana Jiménez und die Sängerin und Cellistin Marei Seuthe zeigten eine eindrucksvolle Performance. Bibiana Jiménez legte mit ihrem ausdruckstarken Tanz den Fokus auf das Thema „Gewalt an Frauen“ und zeigte tänzerisch die Befreiung aus den „Fesseln“, symbolisiert durch ein Seil, in das sie eingeschnürt war.

Auf dem Cello begleitet von Marei Seuthe stellte Bibiana Jiménez dar, wie Frauen teilweise auch im Jahr 2022 von Benachteiligung gegenüber Männern betroffen sind und sich in ihrer freien Entwicklung einschränken müssen. 

Im Zentrum der Performance stand eine orange Bank. Sie symbolisiert eine rettende Insel für betroffene Frauen. Die Farbe Orange steht für eine Zukunft ohne Gewalt an Frauen. Die Bank wurde bereits in der Aktionswoche im November 2021, zusammen mit dem Runden Tisch „Gegen Gewalt an Frauen“ als deutlich sichtbares Zeichen in der Fußgängerzone von Bergisch Gladbach aufgestellt.

Im Anschluss an die Performance wurde mit weißen Friedenskerzen der Menschen in der Ukraine gedacht und still an die Beendigung des Krieges appelliert.

Zu den Künstlerinnen:

Die Kolumbianerin Bibiana Jiménez gründete 2015 ihre eigene Tanztheater-Kompanie in Köln. Ihr Schwerpunkt liegt auf sozialpolitischen Tanztheater-Stücken und Site-Specific-Performances. Für ihre Choreografien „Das eXXperiment“ (2020) und „MISS GYNÉ“ (2021) wurde sie mit dem Kölner Tanztheaterpreis ausgezeichnet. Auch international ist Bibiana Jiménez erfolgreich.

Marei Seuthe ist als Cellistin, Sängerin und Performancekünstlerinnen auf internationalen Bühnen und Festivals zuhause. Mit verschiedenen Ensembles arbeitet sie unter anderen für den WDR und die Philharmonie Köln. Im Herbst 2021 trat sie beim Kultursommer Bergisch Gladbach mit der Tänzerin und Choreografin Britta Lieberknecht auf.

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