Die Kreativitätsschule Bergisch Gladbach e.V. wurde in der Kategorie Jugendarbeit für ihre soziale Netzwerkarbeit in den Stadtteilen Heidkamp, Refrath, Lückerath und Frankenforst vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration mit dem hoch dotierten NRW-Preis für Kulturelle Bildung 2022 ausgezeichnet. 

Die Ehrung fand im Rheinischen Landestheater in Neuss im Rahmen einer Feierstunde statt. Glückwünsche an die Krea kamen auch von Ministerin Yvonne Gebauer, Ministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen und Staatssekretär Andreas Bothe.

Der Landespreis (Hauptpreise) für Kulturelle Bildung wurden erstmals an drei Einrichtungen verliehen: an die Kreativitätsschule, an die Anne-Frank-Gesamtschule in Dortmund und an die Stiftung Klavier-Festival Ruhr. Ziel ist es, gut vernetzte Projekte nachhaltig zu stärken, die Kindern und Jugendlichen künstlerische Erfahrungen ermöglichen und so neue Interessen und Fähigkeiten wecken.

„Durch ein kreatives und stärkenorientiertes Miteinander erleben und erproben Kinder und Jugendliche Autonomie, Eigenverantwortung und kreative Ausdrucksfindung. Diese Erfahrung schafft ein Bewusstsein für die Gestaltbarkeit von privaten und gesellschaftlichen Wirklichkeiten und ist damit Grundlage gelebter Demokratie“, so Ulla Forster, Leiterin der Kreativitätsschule.“ 

In der Kreativitätsschule erleben Kinder und Jugendliche zahlreiche kulturelle Bildungsangebote, ein persönlichkeitsstärkendes, weltoffenes und solidarisches Ambiente. Besonders in der Begegnung von Menschen unterschiedlicher Herkunft entsteht Offenheit für Neues und Fremdes. Demokratische Werte werden erfahrbar gemacht und gesellschaftlichen Teilhabe ermöglicht.  

Toleranz, Integration und kulturelle Vielfalt zu stärken ist auch Aufgabe der sozialen Netzwerkarbeit, der sich die Krea seit ca. 10 Jahren widmet.  In diesem Arbeitsbereich gestaltet sie kostenfrei künstlerische Angebote, in denen Kinder und Jugendliche neue Wurzeln und Wege finden können, Selbstvertrauen aufbauen, sprachliche Barrieren abbauen und ihre kreativen Ausdrucksfähigkeiten erweitern.

Seit 2006 wurden die Sozialen Netzwerke durch Beschluss des Jugendhilfeausschusses ins Leben gerufen und von der Abteilung Soziale Stadtentwicklung gemeinsam mit Trägern der freien Jugendhilfe aufgebaut. Ziel ist es, präventiv wirkende Angebote für Kinder und Jugendliche aus Risikofamilien und aus Familien mit Fluchthintergrund zu schaffen und diese direkt in ihrem Lebensumfeld zu erreichen. 

„Die Krea freut sich sehr, diese Arbeit nun durch das Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro erweitern zu können und besonders auch mit ihren Angeboten für ukrainische Flüchtlinge da sein zu können“, sagte Ulla Forster.

Die Kreativitätsschule ist in Kooperation mit dem Sozialen Netzwerk Bergisch Gladbach neue Wege gegangen und hat in dem Interkulturellen Treffpunkt PAULA eine offene Tür geschaffen, die sich besonders an geflüchtete Kinder und Jugendliche und den umliegenden Sozialraum richtet.

Der InterkulturelleTreffpunkt PAULA steht dabei beispielhaft für die herausragende kulturelle Kinder- und Jugendarbeit der Kreativitätsschule Bergisch Gladbach, die einen Schwerpunkt auch besonders auf jene Kinder und Jugendliche legt, denen Angebote von Kunst und Kultur nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung stehen.

Ins Leben gerufen hatten die neue Auszeichnung das Ministerium für Kultur und Wissenschaft, das Ministerium für Schule und Bildung und das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.

Helga Niekammer

ist freiberufliche Journalistin (Text und Bild), weitere Berichte und Fotos finden Sie auf bensberg-im-blick.de.

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