Die Unterstützung läuft auf vollen Touren. Viele Bürger:innen stellen Wohnraum zur Verfügung und spenden Hilfsgüter. Am Samstag wird erneut gesammelt. Foto: Hilfe Litauen Belarus e.V.

Die CDU-Fraktion ist davon beeindruckt, wie viel privater Wohnraum für die Menschen aus der Ukraine zur Verfügung gestellt worden ist – und warnt davor, das gesellschaftliche Engagement durch ein „Zuviel an Nachprüfungen und Bürokratismus“ zu behindern. Fraktionschef Michael Metten weist zugleich auf einen neuen Hilfskonvoi hin, für den am Samstag gesammelt wird.

Mit einem Appell, die private Unterbringung von Geflüchteten aus der Ukraine „nach besten Kräften  zu unterstützen“, wendet sich die CDU-Fraktion an die örtliche Bürgerschaft.  „Es ist ein bedeutendes Zeichen von Mitgefühl und Hilfsbereitschaft, dass von den mehr als 900 von der Stadt registrierten Geflüchteten aus den ukrainischen Kriegsgebieten bislang mindestens zwei Drittel in privaten Wohnungen und Appartements aufgenommen wurden“, hebt der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Dr. Michael Metten, hervor.

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Diese Bereitschaft einer aktiven Solidarität innerhalb der Bevölkerung müsse auf allen Ebenen anerkannt und unterstützt werden. „Ein Zuviel an Nachprüfungen und Bürokratismus könnte sehr schnell demotivierend wirken“, mahnt Metten.

Zugleich lobt der CDU-Fraktionschef die schnelle Bereitstellung von städtischen Unterkünften für die ständig ankommenden Menschen aus den Kriegsgebieten. Das sei auch notwendig, „weil derzeit niemand weiß, wie hoch die Zahl der aufzunehmenden und zu versorgenden Flüchtenden in Bergisch Gladbach am Ende sein wird“. Deshalb sei Vorsorge geboten.

Michael Metten

Die zu erwartenden Mehrkosten im städtischen Haushalt, deren Höhe noch nicht genau zu beziffern sei, müssten gestemmt werden.

Metten: „Auf diesem Hintergrund ist es enorm wichtig, dass die Hilfsbereitschaft in unserer Bevölkerung erhalten bleibt. Für die von den Kriegsereignissen in der Ukraine stark belasteten Kindern, Frauen und älteren Menschen ist der persönliche Kontakt, der durch die private Aufnahme möglich wird, von großer Bedeutung. Menschlichkeit ist das Gebot der Stunde.“

Sachspenden-Aktion für Hilfskonvoi

Über das Anbieten von privatem Wohnraum hinaus könne jeder anderweitig helfen, betont Metten, der auch Schirmherr des Vereins „Hilfe Litauen Belarus e.V.“ ist. Diese Initiative organisiert bereits seit Wochen gemeinsam mit dem Verein „Humanitäre Hilfe Overath e.V.“ Hilfstransporte für die Ukraine.

„Dafür benötigen die erfahrenen ehrenamtlichen Kräfte, die hinter dieser Ukraine-Hilfe stehen, Sachspenden in Form von Hygieneartikeln, haltbaren Lebensmitteln, Trinkwasser und Medikamenten in großen Stückzahlen oder auch Geldspenden für den Zukauf von dringend erforderlichen Gütern,“ führt Metten aus. Der Verein „Hilfe Litauen Belarus e.V.“ habe ein Sonderkonto „Ukraine-Hilfe“ eingerichtet.

Für den kommenden Karsamstag werden die beiden Vereine zwischen 9.00 Uhr und 14.00 Uhr an der Hammermühle 16 – 17 in Overath eine Drive-In-Abgabestelle für den nächsten Hilfskonvoi einrichten.

„Bereits Anfang Mai soll der Transport in Richtung Ukraine starten können“, informiert der Vorsitzende des Gladbacher Vereins, Ulrich Gürster. Im März hatte diese private Ukraine-Hilfe eine überaus erfolgreiche Aktion durchführen können, „an der wir gerne anknüpfen wollen“, fügt Gürster hinzu. Dafür sei eine anhaltend breite Mithilfe erforderlich. 

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