Eine Installation von Rolf Hinterecker im Schaufenster lenkt die Aufmerksamkeit auf die neue Ausstellung im basement16. Fotos: Helga Niekammer

Schon im Schaufenster der Galerie basement16 in Bensberg wecken Objekt und Bildkomposition die Neugier auf die neue Ausstellung „Human//Nature 2.0“ – ein ambitioniertes Kunstprojekt zu den Themen Umwelt und Gesellschaft. Bei dem Projekt werden auch Kinder eingebunden.

In der neuen Ausstellung in der Galerie in der Schlossstraße 16 werden Werke (Landschaften, Material-/Recyclingbilder,Fotoübermalungen, Collagen, Montagen, Objekte) von Nirma Siesenop, Rolf Hinterecker und Thomas Lüttgen gezeigt.

Bereits wiederholt ist es im basement16 gelungen, unterschiedliche Kunstebenen in ein Gegenüber zu stellen, das beim Betrachten begeistert. Setzt man sich im Detail mit den Arbeiten auseinander rückt der Titel der Ausstellung in den Fokus, weckt die Nachdenklichkeit rund um Nachhaltigkeit, Umweltschutz, einer nicht so einfach umzusetzenden Botschaft. 

Dabei greift Galeristin Marlis Sauer ein Thema auf, dass bereits 2020 in einer erster Ausstellung „Human//Nature #1“ im Fokus stand.

Details zur Ausstellung
Galerie basement16
Schlossstraße 16, Bensberg 
Ausstellungsdauer: 6. bis 29. Mai 2022  
Geöffnet: Do./Fr. 15-18 Uhr, Sa. 11-15 Uhr, So. 12-15 Uhr
Website: www.basement16.de

Nirma Siesenop vor einem ihrer Werke

Nirma Siesenop, gebürtig in Sri Lanka, beschäftigt sich seit einigen Jahren mit dem Thema „Mensch und Natur“. Dabei thematisiert sie in ihren Werken sowohl die Schönheit der Natur, wie auch deren Zerstörung durch den Menschen.

Die Künstlerin arbeitet im Spannungsfeld zwischen gegenständlicher und abstrakter Darstellung. Nirma Siesenop lebt und arbeitet in Deutschland.

Thomas Lüttgen in der Ausstellung „Human Nature 2.0“

Thomas Lüttgen richtet seinen Blick auf die Hinterlassenschaften unserer Wegwerfgesellschaft und will damit einen Diskurs über den nachhaltigen Umgang mit Rohstoffen und der Natur anregen.

Die Werke sind spannungsreiche Kompositionen aus Fotografie, Plastizität und besonderen Trägermedien. Dabei arbeitet der Künstler nicht mit Fotopapier, sondern druckt die Bilder direkt auf PET-Folie, Metall, Glas und recycelten Papier.

Rolf Hinterecker wandte sich erst in der Pandemie wieder der Malerei zu, analysierte Kindheitserinnerungen und persönliche Beziehungen zu Pflanzen – insbesondere dem Wald.

Rolf Hinterecker startete als Maler, gab diese Kunstrichtung aber vor 40 Jahren auf, um – wie er sagt – “weitere Dimensionen zu artikulieren”. So entwickelte er komplexe Projekte, Performances, Environments und Installationen.

Seit den 80er Jahren liegt ein Schwerpunkt in der Genforschung und einer Kommunikation mit der Intelligenz der Pflanzen. Labore und Habitate ersetzten die Leinwand. Am Ende wird es aber dann irgendwie – wieder Malerei.

Die Vernissage ist am Donnerstag, 5. Mai, 19.30 Uhr. Die Künstler:innen sind anwesend, führen durch die Ausstellung. Musikalisch gestaltet Pianist Frank Muschik die Vernissage. Bürgermeister Frank Stein hält die Laudatio.

Frank Muschik in der Ausstellung im basement16

Kinderkunsttag: „Die Natur und ich“

Im Rahmen der Ausstellung wird es am 21. Mai einen Kinderkunsttag geben. Unter dem Motto „Die Natur und ich – von Blumen und Bäumen “ können Kinder zwischen 7 und 12 Jahren gemeinsam mit der ausstellenden Künstlerin und Künstlern ihre kreativen Ideen zum Thema Natur entwickeln und in Bildern und Objekten umsetzen. 

Die Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich über die Website www.basement16.de, erläutert Galeristin Marlis Sauer. 

In Verbindung mit dem Kindertag betonen Galeristin, Künstlerin und Künstler, dass es wichtig ist, Kinder und Jugendliche in das Konzept im basement16 mit einzubeziehen:

„Wir machen diesen Kindertag aus der Überzeugung heraus, dass es für den Nachwuchs kein besseres Verstehen und Machen im kreativen Bereich der Kunst gibt,  als wenn sich die „Profis“, die Künstlerinnen und Künstler selbst  um die Kinder kümmern und ihnen durch ihre Arbeiten und Ansichten neue Sichtweisen vermitteln.

Dabei können umgekehrt  jungen Menschen häufig auch Künstlerinnen und Künstler mit ihrer Spontanität und Fantasie inspirieren. In Corona-Zeiten war dieses Zusammentreffen und- arbeiten vielfach bis überhaupt nicht möglich. An dem Kunst-Tag im basement16 werden die Kinder nicht nur selbst unter der Anleitung der Künstlerinnen und Künstler kreativ, sie erfahren auch von den Ausstellenden etwas über deren Kunst, wie sie entsteht und welches Anliegen sie haben.

Kreativität zu fördern ist wichtig. Mit ihr können wir den Kindern unter Anderem zeigen, dass es für ein Problem/Thema oft viele Lösungen gibt. Wenn Kinder mit Erwachsenen kreativ zusammen arbeiten, können sie diese anregende und bereichernde Erfahrung auch auf andere tägliche Situationen übertragen. Gerade in diesen Zeiten ist das Miteinander so wichtig, um Toleranz gegenüber anderen Kulturen und Anschauungen zu fördern. In der Gemeinschaft kann jedes Kind durch die Kunst seinen ganz individuellen Ausdruck finden und den Anderen sehen. Die Kunst kann in Bildern zeigen, was Worte häufig nicht sagen können.“

Helga Niekammer

ist freiberufliche Journalistin (Text und Bild), weitere Berichte und Fotos finden Sie auf bensberg-im-blick.de.

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