Eine Hopfenbuche, eine Mehlbeere, ein Spitzahorn, eine Stielsäuleneiche und ein Zierapfel stehen bereits am Bürgerwald am Fuße des Quirlsbergs, unweit des Kreisverkehrs Schnabelsmühle. Für den neuen Pflanztermin im Spätherbst sucht StadtGrün jetzt neue Baum-Spenderinnen und Spender.

Insgesamt ist im Bürgerwald am Quirlsberg Platz für maximal 13 Bäume. Neben den fünf aus 2021 sind bereits zwei weitere reserviert.Wer anlässlich eines schönen Ereignisses wie beispielsweise einer Hochzeit oder zur Geburt ein umweltfreundliches Denkmal setzen möchte, der kann für den Bürgerwald einen Baum stiften.

Viele Anlässe sind hier denkbar, auch für Vereine und Betriebe ist eine Baumstiftung eine attraktive Möglichkeit, einen Beitrag zur Biodiversität und zum Stadtklima zu leisten. 

Vorbild für lebendige Vorgärten

„Die Stadt möchte mit der Anlage des Bürgerwaldes auch eine Art Best-Practice-Beispiel für einen lebendigen Vorgarten bieten“, erläutert Christian Nollen, Leiter der Abteilung StadtGrün in Bergisch Gladbach.

Neben der Pflanzung von kleinkronigen und mittelgroßen Bäumen ist auf der städtischen Fläche auch eine Anpflanzung von Blühwiesen und Staudenmischungen geplant. „Nach diesem Muster können Bürgerinnen und Bürger zukunftsweisende, biodiverse Vorgärten anlegen“, erklärt Christian Nollen weiter.

Dies sei für manche möglicherweise auch eine Quelle der Inspiration für den geplanten Vorgarten-Wettbewerb „Bunt statt Grau ­– Lebendige Vorgärten für Bergisch Gladbach“, den die Stadt gemeinsam mit den Klimafreunden Rhein-Berg e.V. in Kürze ausrufen wird. 

Markus Breick und Christian Nollen sind bei StadtGrün Ansprechpartner für den Bürgerwald. Foto: Stadt GL

Mehr grüne Infrastruktur

Die Stärkung der Grünen Infrastruktur ist eine Gemeinschaftsaufgabe der Stadtgesellschaft, die in der Anlage eines Bürgerwaldes ihre konkrete Umsetzung findet. Der städtische Ausschuss für Infrastruktur und Umwelt, Sicherheit und Ordnung hatte im Februar 2021 auf Antrag der Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen die Anlage eines Bürgerwaldes in der Stadtmitte beschlossen.

Die Gründe sind vielfältig: So trägt ein Bürgerwald dazu bei, das Stadtklima an einem verkehrsreichen Knotenpunkt in der Innenstadt zu verbessern, das Ökosystem zu stärken und das Stadtbild insgesamt aufzuwerten.

Im Herbst 2021 wurden die ersten fünf Bäume gepflanzt, vor dem freigelegten Kalkfelsen ist ein kleiner Platz mit einer Bank geplant. Schon jetzt wird sichtbar, dass die Fläche einen optisch fließenden Übergang vom dahinterliegenden Wald zur viel befahrenen Bensberger Straße bildet. 

Foto: Thomas Merkenich

2500 Euro für Baum und Pflege

Die Spenderinnen und Spender können aus einer Auswahl von aktuell noch 26 Baumarten in einer breiten Vielfalt von Blüten-, Blattschmuck-, Frucht- und Herbstfärbung wählen. Bei der Auswahl hat StadtGrün besonders auf die ökologische Wertigkeit und Klimatauglichkeit geachtet.

Die aktuelle Baumliste und Informationen zum Bürgerwald finden Interessierte auf der städtischen Homepage. Interessenten für Baumspenden können sich an die städtische Abteilung StadtGrün unter Telefon 02202 141308 oder m.breick@stadt-gl.de wenden. 

Der Spendenbetrag beläuft sich pro Baum auf rund 2.500 Euro. „Dieser Betrag kommt deshalb zustande, da die Baumspende sämtliche Leistungen umfasst“, erklärt Markus Breick, Mitarbeiter von StadtGrün. „Zum Komplettpaket zählen die Auswahl eines stattlichen Baumes, das Wässern und Düngen sowie das fachmännische Beschneiden der Jungbäume.“

Dieses Jahr wird die Pflanzaktion nicht am Tag #einheitsbuddeln durchgeführt, sondern erst Ende Oktober. Grund dafür ist, dass die Bäume zu einem späteren Zeitpunkt günstiger eingekauft werden können. 

Pressestelle Stadt BGL

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

1 Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Ok, jedes Bäumchen ist sinnvoll. Gleichzeitig ist es ein fast zynisches greenwashing von Stadtverwaltung und Parteien: anderenorts werden große Flächen in „unserer“ Stadt mit gigantischen „Wohnquartieren“ unwiederbringlich zubetoniert.