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Die Stadtverwaltung bestätigt, dass es nicht leicht ist, im Bürgerbüro jemanden für die Vereinbarung eines Termins ans Telefon zu bekommen. Es gebe dafür besonders schlechte Zeiten, aber auch einen guten Zeitpunkt. Im Dezember soll die neue Telefonanlage in Betrieb gehen und für eine Verbesserung sorgen.

Sobald das Bürgerbüro geöffnet ist befinden sich alle Mitarbeiter:innen im Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürger, die vorab im Internet einen Termin vereinbart hatten – und nun ohne Wartezeiten dran kommen. In dieser Zeit könnten sie natürlich nicht ans Telefon gehen, um weitere Termine zu vereinbaren, erläutert die Stadtverwaltung auf Nachfrage. Für einen zusätzlichen Telefondienst reiche die Personaldecke nicht aus.

Damit bestätigt sich, was der Seniorenbeirat am Dienstag im Ratsausschuss kritisiert hatte: Senior:innen und andere Personen, die keinen Zugang zum Internet haben, landen sehr oft in einer Endlosschleife.

Nur für Notfälle, auch das bekräftigt die Stadt, könne man ohne Termin an der Infotheke des zentralen Bürgerbüros vorsprechen. (Für die Bürgerbüros in Refrath und Bensberg gilt das alles nicht, dort ist eine Terminvereinbarung gar nicht möglich. Dort muss aber mit Wartezeiten gerechnet werden.)

Mittwochs zwischen 14 und 15 Uhr

Einen Tipp für die Betroffenen hat die Stadt: Mittwochs zwischen 14 und 15 Uhr sei eine gute Zeit für die telefonische Kontaktaufnahme, wenn das Bürgerbüro geschlossen ist gebe es dafür Spielraum. Aussichtslos seien Anrufversuche dagegen in den Stoßzeiten, zum Beispiel am Montagvormittag oder am Donnerstagnachmittag.

Abhilfe verspricht sich die Stadtverwaltung von der neuen Telefonanlage, die nach aktuellen Angaben im Dezember in Betrieb geht.

Dann könnten automatische Bandansagen mit Vorab-Infos programmiert und eine Vorab-Abfrage der Anliegen („Drücken Sie die 3, wenn ….“) vorgenommen werden.

Wer ist zuständig?

Viele der telefonischen Anfragen bezögen sich auf Dinge, für die das Bürgerbüro gar nicht zuständig sei. Diese könne man über die Telefonanlage, so die Hoffnung, nach der Abfrage direkt an die Zentrale (02202 140) oder andere zuständigen Stellen wie etwa die Kreisverwaltung weiterleiten.

Ohnehin, so die Stadt, sei die Zahl der Anrufer:innen, die einen Termin vereinbaren wollten, „nicht sehr hoch“. Daher stelle sich die Frage, wie groß der Bedarf tatsächlich sei.

Denjenigen, die diesen Bedarf haben, steht jetzt immerhin ein Geheimtipp zur Verfügung: mittwochs zwischen 14 und 15 Uhr zum Hörer greifen.

Alle Kontaktmöglichkeiten zum Bürgerbüro finden Sie hier.

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G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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3 Kommentare

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  1. ich habe noch nicht verstanden, was eine neue Telefonanlage ändert, wenn Bürger/-innen einen Termin telefonisch machen wollen, und keiner Zeit hat, zum Hörer / Headset zu greifen.

  2. Danke für das Aufgreifen des Themas!

    Vor einem halben Jahr hatte ich genau dazu beim BB nachgefragt und mir wurde (schriftlich) versichert, dass es inzwischen möglich sei, telefonisch einen Termin zu vereinbaren. Dass das nur mittwochs zwischen 14 und 15 gilt, stand natürlich nicht dabei…

  3. Herr Bürgermeister, ich frage mich seit Beginn der Coronazeit bereits, ob das wirklich Ihr Ernst ist.
    Wann auch immer ein persönlicher oder telefonischer Kontakt in den letzten Monaten mit irgendeinem Bereich Ihrer Stadtverwaltung nötig war, haben diese Versuche bei mir, Familienangehörigen, Freunden und Bekannten zu völligem Unverständnis und Bestürzung geführt. Als Bürger fühlt man sich in Bergisch Gladbach wahrlich veräppelt. Ich glaube nicht, dass es hier besonderer Ausführung bedarf, ein jeder, der ein Anliegen an die Stadt hat, weiß was ich meine. Wenn ich Zeit habe, schreibe ich einmal ein nettes kleines Buch mit herrlichen Anekdoten. Man hat den Eindruck gewonnen, dass Corona als dankbarer Anlass genutzt wurde, die Amtsstube in ein Dornröschenschloss zu verwandeln, aus dem der Bürger möglichst ferngehalten werden soll. Ich darf für mein gesamtes Umfeld sprechen, wenn ich darum bitte, die Geschäftsverteilung doch bitte in naher Zukunft in Richtung Erreichbarkeit und funktionierende Organisation anzunähern. Bei allem Verständnis für Coronabedingungen wird es doch langsam Zeit, dass der Betrieb dennoch vernünftig läuft. Firmen oder andere Einrichtungen des öffentlichen Lebens schaffen das doch auch. Das gleiche gilt im Übrigen auch für den Rheinisch Bergischen Kreis.