In der südwestlichen Ecke des Schulgeländes In Refrath soll der Spielplatz überbaut werden. Foto: Screenshot Google Maps

Die KGS In der Auen in Refrath soll durch Container zum nächsten Schuljahr deutlich vergrößert werden – was bei den Anwohner:innen unter anderem mit Blick auf die Verkehrsbelastung Sorgen hervorruft. Auf Antrag der (ehemaligen) Ampel soll die Stadtverwaltung dafür kreative Lösungen suchen.

Die sogenannte Sofortschule an der KGS In der Auen soll schon zum kommenden Schuljahr zwei weitere Klassenzüge aufnehmen. Das führe trotz einiger relativ gut angenommener Elterntaxi-Stellplätze bei den Anwohner:innen in der Schwerfelstraße zu Sorgen vor einem weiter erhöhten Verkehrschaos, berichtete für die SPD Andreas Ebert im Ausschuss für Verkehrsflächen und Mobilität.

+ Anzeige +

Daher habe die Ampel-Koalition (vor ihrem Auseinanderbrechen) einen Antrag formuliert, der die Verwaltung beauftragt, ein Verkehrskonzept für die ganze Umgebung zu erarbeiten – und die Maßnahmen bis zur Inbetriebnahme der Sofortschule umzusetzen.

Lösungsansätze könnten die Erweiterung der Elterntaxi-Plätze, die Sperrung von Straßenabschnitten oder gar die Umwidmung der Straße als Schulhof sein. Kreative Ansätze seien gefragt, so Ebert.

Ein Anliegen, das auch die CDU unterstützte.

Ein Einwand kam vom Beigeordneten Ragnar Miegenda, der in dieser Sitzung schon eine ganze Reihe von Arbeits- und Prüfaufträgen entgegen genommen hatte. Die Zahl dieser Anträge steige immer weiter, während die Zahl der ohnehin wenigen Mitarbeiter in der entsprechenden Abteilung nicht nur konstant bleibe, sondern sinke.

Allerdings sei die Verwaltung bei dem Thema bereits aktiv, kläre die Lage und wolle bis zur Inbetriebnahme der Sofortschule entsprechende Maßnahmen umsetzen.

Der Antrag der Ampel wurde einstimmig angenommen.

image_pdfPDFimage_printDrucken

G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

7 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Das Problem (für die Anwohner – und die ohne Auto zur Schule kommenden Kinder) sind die „Elterntaxis“.

    Es läßt sich lösen durch eine Kombination von „Schulstraße“ und „Pedibus“ = Laufbus. Laufbus ist die Begleitung mehrerer Schüler durch Eltern (näher siehe Internet: vcd.org) – oder bsp. rüstige Rentner. Wir Grüne werden uns hier einbringen, aber ohne die jeweilige Schule (zur Absicherung von Unfallrisiken) und deren Elternschaft geht es nicht.

    Schulstraße bedeutet: Schließen der Straße (Einfahrt verboten) vor der Schule morgens bei Schulbeginn und mittags zum Hauptschluss des Unterrichts für jeweils eine 3/4Stunde. In Köln-Ehrenfeld wird das gerade erprobt!

    Wenn sich Anwohner und Eltern hierauf einigen, so kann das sicher ab Aug 2023 umgesetzt werden.

  2. Was bei der ganzen Diskussion um die Sofort-Schulen leider völlig untergeht, ist die Tatsache, dass diese auch dem Stand der Technik und der Wissenschaft entsprechend ausgestattet werden müssen um unsere Kinder auch für die Zukunft qualitativ hochwertig ausbilden zu können.
    Leider ist die Kommune als Schulträger nur teilweise für die zwingend notwendige personelle Ausstattung verantwortlich.

  3. Schwerfelstr. zur Anliegerstraße machen und fleißig Knöllchen kassieren dann ist das mit dem vermehrten Verkehr schnell geregelt Die Kinder haben Füße und können laufen.

    1. Exakt so. Kinder mit dem Auto zur Grundschule zu fahren, ist ind er Mehrzahl der Fälle schlicht und ergreifend eine blanke Dummheit, und das durch Elterntaxi-Parkplätze auch noch zu unterstützen, ist eine bizarre Idee. Nicht umsonst wird seit Jahren an vielen Standorten beklagt, dass der Bringverkehr eine erhöhte Gefährdung für die Schulkinder schafft.

      Und bei dieser Gelegenheit könnte die Stadt vielleicht auch einmal überlegen, ob es wirklich so eine schlaue Idee war, an einer Schule vorbeiführende Gehwege extrem zu verschmälern, damit Anwohner dort ihre Wohnmobile besser parken können.

    2. Wir haben nicht den Eindruck, dass die vorhandenen Elterntaxiparkplätze gut angenommen werden.

      Es mag sein, dass die Schule Appelle an die Eltern sendet, diese zu nutzen oder ganz auf das Auto zu verzichten. Das ist aber im Hinblick auf den ein Reden gegen Wände, zumindest bei einer nicht kleinen Gruppe Unbelehrbarer. Zu den üblichen Hol- und Bringzeiten kann sich jeder selbst ein Bild von der Lage machen.

      Ein gravierendes Problem ist auch der Parkplatz der Kirche St. Elisabeth. Dieser wird von vielen Autler-Eltern genutzt, wobei der Gehsteig überquert werden muss. Schon oft habe ich gesehen, dass abgelenkte Eltern mit hoher Geschwindigkeit ohne auf Fußgänger (Grundschulkinder) zu achten über den Gehsteig gefahren sind. Zur Verbesserung der Sicherheit sollte der Parkplatz unter der Woche gesperrt werden.

      Im Bereich des Schultores müsste ein absolutes Halteverbot eingerichtet und durchgesetzt werden.

      1. Ein Halteverbot ist sicher eine gute Idee, wenn es konsequent überwacht wird und Verstöße konsequent sanktioniert werden. Manche Unbelehrbare werden plötzlich doch einsichtig, sobald es ihnen ans Geld geht. Darauf, dass diese Eltern mal von sich aus das Hirn einschalten, wird man wohl vergeblich warten.