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Das Versorgungsunternehmen Belkaw setzt dem Trinkwasser im gesamten Stadtgebiet weiterhin Chlor zu, um auch die letzten potenziellen Reste einer Verunreinigung aus dem Netz zu spülen. Auf ein Ende der Aktion legt sich das Unternehmen noch nicht fest.

Vor gut zwei Wochen hatte die Belkaw eine bakterielle Verunreinigung in der neuen Druckerhöhungsanlage in Gierath festgestellt, seither setzt sie dem Trinkwasser in der ganzen Stadt innerhalb der zulässigen Grenzen Chlor bei. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt RheinBerg müsse diese Aktion vorerst fortgesetzt werden, teilte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage mit. Auf ein Ende wollte er sich jetzt nicht festlegen lassen.

Zwar habe sich bestätigt, dass die Verunreinigung mit neuen Komponenten beim Bau der Druckerhöhungsanlage Gierath eingetragen worden war. Es sei jedoch im laufenden Betrieb sehr langwierig, bis in mehreren aufeinanderfolgenden Messungen nachgewiesen werden könne, dass alle Verunreinigungen ausgespült sind. Die Anlage könne für die Reinigung auch nicht vom Netz genommen werden, weil dann der Druck zu stark abfalle.

Das Unternehmen betont, dass das Trinkwasser hygienisch einwandfrei sei und weiterhin problemlos für alle Anwendungen und den menschlichen Genuss verwandt werden kann, auch für Säuglings- oder Tiernahrung.

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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14 Kommentare

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  1. Liebe Redaktion !
    In Fachinformationen, die man gut googlen kann, wird vom Trinken chlorierten Wassers über einen längeren Zeitraum für Schwangere und Kleinkinder abgeraten, da sich Nebenprodukte wie z.B. Trichlormethan bilden können.Es wird lediglich diskutiert, was eine kurzfristige oder eben eine langfristige Exposition mit max. 0,3 mg Chlor/Liter ist.
    Ich bitte Sie anzugeben, wie hoch die momentane Chlorkonzentration in unserem Trinkwasser ist und wie der Stand der Meßreihen der koliformen Kontamination denn ist !Danke !

    1. Sehr geehrter Herr Schäfer, vielen Dank, dass Sie sich inzwischen etwas gemässigter äußern. „Die man gut googlen kann“ ist allerdings keine Quellenangabe. Unsere konkrete Anfrage an das Gesundheitsamt in dieser Sache ist bislang nicht beantwortet worden, eigene Messungen führen wir nicht durch.

  2. Hier wurde höchstwahrscheinlich nicht korrekt beim Anschluß der neuen Wasserdruckkomponenten gearbeitet.Diese hönnen und müssen vor(!) dem Anschluß hygienisch einwandfrei gereinigt werden.

    Nun wird dem Bürger wochenlang sowohl dieser starke Gestank als auch die Gesundheitsbelastung zugemutet, ohne kompetent zu informieren, wie sich die Meßergebnisse aktualisieren.

    Das Duschen und Waschen mit dieser, nennen wir es mal Chlorsuppe, ist unzumutbar !

    Daher müssen nun Meßreihen her, die eindeutig zeigen , wie hoch die wahren koliformen Kontaminationen überhaupt sind !
    Zudem fordere ich auf, die Chlor -menge pro Liter/Kubikliter anzugeben, die hier dosiert wird.
    Da die riechbare Chlormenge hoch ist, sollte m.E. die Desinfektion längst abgeschlossen sein.

    _________
    Hinweis der Redaktion: Dieser Kommentar wurde redaktionell bearbeitet, siehe Hinweis unten.

    1. Sehr geehrte Herr Schäfer, Sie verbreiten Falschinformationen. Trinkwasser darf in Deutschland mit maximal 0,3 Milligramm Chor je Liter versetzt werden und ist dann unschädlich, auch für den Schwangere, Kleinkinder und Tiere (Ausnahme: Aquariumsfische) geeignet.

      Die entsprechende Passage mit den gesundheitlichen Fehlinformationen haben wir aus Ihrem Kommentar gestrichen.

      Spekulationen über die Ursachen der Verunreinigungen sind nicht erforderlich, die hatte die Belkaw offengelegt.

    2. Sehr geehrte Belkaw, ich finde es sehr gut, dass hier von Herrn Schäfer auf mögliche Gesundheitsgefahren durch Chlorierung des Wassers hingewiesen wird. Sicherlich sind alte Menschen, kleine Kinder oder Allergiker besonders von den Auswirkungen betroffen. Da hier die Dosierung der Chlorierung von ihnen nicht angegeben wird, was sehr bedauerlich ist, sollten sie die Gefährdung nicht klein reden, sondern besser mit offenen Karten spielen.

      1. Die Belkaw dosiert in Absprache mit dem Gesundheitsamt. Das hat den Vorteil, dass dort Fachleute sitzen, die auch wirklich beurteilen können, was eine bestimmte Dosierung bewirkt.

  3. Danke für solche wichtigen und hilfreichen Infos !!
    Hoffe dass BELKAW etwas in-gl sponsert: immerhin wird mit solchen Infos die Hotline von Belkaw entlastet

    1. Die Belkaw sponsert uns nicht, sondern ist ein normaler Anzeigenkunde. Die Redaktion ist unabhängig.

      1. Soso Anzeigenkunden sponsoren nicht, die zahlen für Anzeigen. Das nennt man semantische Tarnung.
        Bin das erste Mal hier und stolpere allenthalben über die Belkaw. Ein Zufall nehme ich an.

      2. Das ist keine Tarnung, sondern das seit Jahrhunderten erprobte Geschäftsmodell von Zeitungen. Und seriös, wenn man Redaktion und wirtschaftliche Interessen sauber trennt, was bei uns der Fall ist.

        Natürlich finden Sie bei uns auf Beiträge über die Belkaw, und das ist auch kein Zufall. Wir berichten immer wieder, weil sie als kommunales Unternehmen und regionaler Versorger ein wichtiger Akteur ist, in der aktuellen Energiemangellage und Angesichts der Verunreinigungen im Trinkwasser noch mehr als sonst.

        Sollen wir, nur weil die Belkaw bei uns auch Anzeigenkunde ist, unsere Berichterstattung über Missstände und über Themen, die unsere Leser:innen direkt betreffen, einstellen?

        Wenn Sie zum ersten Mal hier sind, dann sollten Sie besser nicht durch unsere Seiten stolpern und vorschnelle Urteile fällen, sondern sich erst einmal einlesen. Wenn Sie konkrete Kritik an unserer Berichterstattung haben hören wir und das gerne an.

      3. @Schnabel Michael: Das ist ein ganz normales Geschäft, aber wenn man mit dem Thema wenig zu tun hat, kommt man offenbar auch schon mal auf eher bizarre Vermutungen.

        Anzeigenkunden buchen Anzeigenraum, um eine bestimmte Medialeistung zu erhalten. Das heißt: Sie kommen mit ihrer Werbebotschaft in Kontakt mit einer bestimmten Zahl von Lesern. Klassischerweise wird das über einen Tausender-Kontakt-Preis abgerechnet, online gibt es auch andere Modelle.

        Das betreffende Medium ist dabei der Werbeträger, der Werbung neben der und getrennt von der redaktionellen Berichterstattung ausspielt.

        Redaktionelle Inhalte und Werbung haben nichts miteinander zu tun. Werbung zu schalten ist auch keine Belohnung für genehme Berichterstattung, sondern der Werbetreibende bekommt für sein Geld eine handfeste, bezifferbare Gegenleistung (s.o.), ganz egal, was im redaktionellen Teil steht.

  4. Prinzipiell finde ich es gut das auf die Qualität unseres Leitungswassers geachtet wird. Aber folgende Kritikpunkte stören mich sehr:

    – Über den Start der Aktion wurde kaum informiert.
    – Die Chlormenge ist sehr hoch, es ist deutlich riechbar.
    – Ich habe mir extra einen Wasserfilter und Sprudel gekauft, da wir sonst Leitungswasser trinken. Das ist jetzt aber unzumutbar.
    – Das Ende der Aktion war nur sehr vage.
    – Die Aktion wurde ohne weitere Informationen fortgeführt.
    – Ein Ende der Aktion wurde nicht benannt.

  5. Das einzige was mir zu der NICHT trinkbaren Plörre einfällt ist das Wort FACHKRÄFTEMANGEL oder ganz einfach nicht sauber gearbeitet. Ein Metzger reinigt seinen Fleischwolf auch vor dem Benutzen.

    1. Wir wurden erst informiert über die Medien, als ich schon mehrere Tage beim Waschen u Zähneputzen mit Würgereiz gekämpft habe. Trinken ging da bei mir auf gar keinen Fall mehr. Und ich frage mich ob die Menge Chlor überhaupt von Fachkräften berechnet und ständig beobachtet wird. Selbst meine Katzen können das Wasser NICHT mehr trinken