Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Fritz-Georg Lehnhardt

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) misst der Depression bis zum Jahr 2030 sogar die stärkste Beeinträchtigung der Lebensqualität vor allen anderen Erkrankungen zu. Chefarzt Fritz-Georg Lehnhardt erklärt in einem Vortrag im Evangelischen Krankenhaus die Frühwarnzeichen für Depression und Burn Out und zeigt Behandlungsmöglichkeiten auf.

 Wie wichtig es ist, die ersten Anzeichen einer beginnenden Depression ernst zu nehmen und rechtzeitig eine Therapie einzuleiten, wird Priv.-Doz. Dr. med. Fritz-Georg Lehnhardt beim nächsten Medizindialog des Evangelischen Krankenhauses Bergisch Gladbach darlegen. Der Vortrag des Chefarztes der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik unter dem Titel „Volkskrankheit Depression und Burn Out – erkennen und handeln“ findet am Donnerstag, 26. Januar im EVK-Forum.

Ähnlich wie der Bluthochdruck, Magen-Darm-Erkrankungen oder die Koronare Herzkrankheit zählt auch die Depression zu den großen Volkskrankheiten in unserer Gesellschaft. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) misst der Depression bis zum Jahr 2030 sogar die stärkste Beeinträchtigung der Lebensqualität vor allen anderen Erkrankungen zu.

Medizindialog: Depression und Burn Out erkennen und handeln
Vortrag von Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Fritz-Georg Lehnhardt
Donnerstag 26.1.23 von 19:30 bis 21:00 Uhzr
EVK-Forum, 5. Stock, Ferrenbergstr. 24, Bergisch Gladbach
Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich
Teilnahme nur symptomfrei. Bis zum Sitzplatz muss eine Maske getragen werden.

Bereits heute weist die Depression in Deutschland die höchste Steigerungsrate bei der Arbeitsunfähigkeit auf und ist Hauptursache für eine frühzeitige Berentung. Umso wichtiger ist es, dass diese psychische Erkrankung frühzeitiger erkannt und die Einleitung einer störungsspezifischen Behandlung zeitgerechter erfolgen kann.

 Zum Unterschied zwischen Burnout und Depression stellt der Chefarzt fest: „Ein Burnout kann eine Vorstufe der Depression sein, muss es aber nicht“, so Priv.-Doz. Dr. med. Fritz-Georg Lehnhardt. Definiert wird Burnout ein Zustand, der durch andauernden (subjektiv erlebten) und nicht erfolgreich bewältigten Stress ausgelöst wird. Burnout steht für „Ausgebranntsein“ oder „Erschöpftsein“. In der diagnostischen Einschätzung gibt es seit etwas mehr als zehn Jahren ein Umdenken. Gab es bis 2011 eine extreme Zunahme der Diagnose „Burnout“, so gingen seitdem die Ausfalltage durch Burnout um 60 Prozent zurück. Dagegen stiegen die Fehltage durch Depression um 41 Prozent an. Heute werden psychische Erkrankungen, die durch chronischen Stress verursacht wurden, eher als Anpassungsstörung oder Depression erkannt.

 In dem Vortrag werden die Ursachen und typische Frühwarnsymptome der Depression beschrieben. Die wichtigsten Therapiesäulen in der Behandlung, Psychotherapie, Psychopharmakotherapie und Neurostimulation, werden dargestellt und auf neue Entwicklungen hingewiesen. Abschließend werden beispielhaft einfache Maßnahmen zur Prävention, Online-Hilfen zur Selbsthilfe und das Gesamtbehandlungskonzept einer Klinikbehandlung aufgezeigt.

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