Das Gebäude der GGS An der Steinbreche wurde kurzfristig geschlossen. Foto: Redaktion

Die Gebäude der Grundschule in Refrath werden am Mittwoch wieder weitgehend geöffnet, kündigt die Stadt an. Am Freitag waren dort in einer Klasse Deckenleuchten auf die Tische gekracht. Nur wird geprüft, ob solche Gefahren auch in anderen Schulen bestehen. Eine grundsätzliche Sanierung der GGS An der Steinbreche steht an, die konkrete Planung muss aber zunächst noch ausgearbeitet werden.

Nach der abrupten Schließung der GGS An der Steinbreche in Refrath hat die Stadtverwaltung mit Hochdruck daran gearbeitet, den Betrieb der Grundschule wieder zu ermöglichen. Am Freitag waren in einer Klasse Deckenlampen herab gekracht; Schüler:innen kamen offenbar nur deshalb nicht zu Schaden, weil die Klasse gerade Sportunterricht hatte. Der Kölner Stadt-Anzeiger hatte ausführlich über den Vorfall berichtet.

Auf Rückfrage betonte die Stadtverwaltung am Dienstag, dass nach einem weiteren Ortstermin und der Rücksprache mit der beauftragten Handwerksfirma alles dafür getan werden, dass in den Klassenräumen ab Mittwoch wieder Unterricht stattfinden kann. Am späten Nachmittag teilte die Daniela Fobbe-Klemm, Pressesprecherin der Stadt, dann mit, dass die Schule am Mittwoch wieder geöffnet werde; lediglich drei Räume müssten noch gesperrt bleiben. Darüber sei die Verwaltung mit der Schulleitung „im konstruktiven und verständnisvollen Austausch“.

Offiziell trägt die Schule den Namen „GGS an der Steinbreche“, der Eingang liegt jetzt am Mohnweg. Daher ist die Grundschule in Refrath auch allgemein als „Mohnwegschule“ bekannt.

Die Schulleitung hatte nach dem Vorfall zunächst das Gebäude gesperrt, der Unterricht fand am Montag auf dem Schulhof und am Dienstag in umliegenden Schulen bzw. ebenfalls auf dem Schulhof statt.

Neben den Lampen seien auch die Schallabsorber unter den Decken in den Klassenräumen überprüft worden, berichtet Fobbe-Klemm weiter. Damit mache die Stadt „das ihrerseits Mögliche, um eine angemessene Sicherheit zu garantieren“.

Darüber hinaus kläre die Stadt aktuell, ob und in welchen Gebäuden ähnliche Leuchten verbaut sein könnten. Sollte das der Fall sein, würden auch dort vorsorglich entsprechende Sicherungsmaßnahmen vorgenommen.

Wie bei vielen anderen Schulen gelten auch die Gebäude der GGS An der Steinbreche als dringend sanierungsbedürftig.

Von Elternvertreter:innen war der Vorfall als weiterer Beleg gewertet worden, wie marode die GGS An der Steinbreche (in Refrath auch als Mohnwegschule bekannt) ist. Tatsächlich steht die Schule auf dem Sanierungsplan der Stadt weit oben, in der Priorisierungsliste wird für die Umsetzung ein Zeitraum von Anfang 2025 bis Ende 2032 genannt.

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Nach der allgemeinen Priorisierung legt die Stadtverwaltung jetzt einen groben Zeitplan für die Sanierung von insgesamt 26 Schulen vor. Nach aktuellem Stand würde das 30 Jahre dauern. Der scheidende Bürgermeister Frank Stein zeichnet aber auch einen kostspieligen Weg vor, wie es deutlich schneller gehen könnte. Sofern der künftige Bürgermeister nach der Wahl im Herbst dafür eine Mehrheit im neuen Stadtrat findet.

Zum aktuellen Sachstand der Sanierung macht die Stadt auf Nachfrage keine konkreten Angaben. Die Schule befinde sich „bereits in der Projektentwicklung“. Es sei geplant, diese noch in diesem Jahr abzuschließen und dann den zuständigen Ratsausschüssen vorzulegen. Zur Frage, ob die Sanierung im laufenden Betrieb vorgenommen werden soll oder eine Auslagerung nötig ist, nimmt die Stadt ebenfalls noch nicht Stellung.

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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  1. Und Zack wider ne Lampe runter gekracht. Zum Glück keine Person zu Schaden gekommen. Aber irgendwann ist das Glück aufgebraucht Liebe Stadtverwaltung