Der grundlegende Umbau der Bensberger Einkaufsstraße ist weitgehend abgeschlossen – seit Donnerstag können Autos die Schlossstraße wieder ganz durchqueren, auch vom Stockbrunnen aus ist die Zufahrt möglich. Jetzt gilt es nur noch, den ruhenden Verkehr zu regeln.

Für die Bensberger Händlerschaft ist es ein wichtiger Meilenstein: Pünktlich zur Winterpause und im Zeitplan sind die fast dreijährigen Arbeiten zum Umbau der Schlossstraße weitgehend beendet. Seit Donnerstag ist der Verkehr bis zur Ausfahrt auf die Straße Am Stockbrunnen freigegeben, das Teilstück bis zum Wendehammer an der Tiefgarage kann in beide Richtungen befahren werden, die provisorische Ausfahrt über die Gartenstraße ist wieder gesperrt.

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Damit sind nur noch Restarbeiten zu erledigen. So fehlt noch die Wendeltreppe auf die erhöhte Ebene an der Schlossgalerie, der Spielplatz ist ebenfalls noch nicht freigegeben. Hier sei das Bauunternehmen auf die Lieferfristen für die Treppe und passende Witterungsbedingungen für den Spielplatz angewiesen, teilte die Verwaltung auf Anfrage mit.

Die Pflasterarbeiten sind, bis auf ein letztes Stückchen auf der rechten Straßenseite unmittelbar vor der Kreuzung zum Stockbrunnen, abgeschlossen. Ein Termin für die Abnahme der Bauarbeiten steht noch nicht fest, die offizielle Eröffnung wird beim Frühlingsfest im April gefeiert.

Zuletzt waren im letzten Abschnitt der Schlossstraße auch die letzten neuen Bäume gepflanzt werden; der erneut eingegangene Solitär-Baum an der Schlosstreppe soll im Frühjahr ersetzt werden.

Wo darf man parken?

Weiterhin ungelöst ist die Frage der Parkordnung. Von der Stadt vorgesehen ist, dass nur auf der rechten Straßenseite in markierten Bereichen geparkt werden darf. Die linke Straße gilt als „Möbelierungsband“ und soll von der Gastronomie genutzt werden.

Auf die Beschränkung „Parken auf markierten Flächen“ weisen aber nur zwei schlecht platzierte Schilder an der Kreuzung zur Nikolausstraße hin. Zudem fehlt eine Markierung der Parkplätze komplett. Auch die Verwaltung räumt ein, dass „die Parkregeln aktuell nicht für alle Bürgerinnen und Bürger eindeutig erkennbar sind“.

Lediglich am Anfang der Straße kann man bei sehr genauem Hinsehen die dezente schwarze Markierung eines Parkplatzes erkennen (Fotos unten). Dabei handelt es sich, so die Stadtverwaltung, um einen Feldversuch: Zunächst soll mit schwarzen, später mit weißen Markierungen ausprobiert werden, was geht.

Vorerst herrscht Anarchie. Die Autofahrer:innen, ohne Kenntnis der Intention der Stadtverwaltung und ohne deutliche Hinweise, parken wo sie wollen. In der Regel sind beide Straßenseiten dicht an dicht zugeparkt, selbst auf Blindenleitwege wird keine Rücksicht genommen.

Obwohl die Parkregeln weitgehend unbekannt sind, werden sie überwacht, betont die Stadt auf Nachfrage immer wieder. Das wird allerdings durch die Zahl der verhängten Bußgelder relativiert: In den elf Monaten von Januar bis November seien insgesamt 284 Verwarnungen mit Bußgeldern zwischen 20 und 55 Euro ausgesprochen worden. Das sind weniger als eine Verwarnung pro Tag.

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  1. Die Situation ist einigermaßen absurd: Nach langer Diskussion wurde als Kompromiss das einseitige Parken beschlossen – und nun interessiert es niemanden. Den Autofahrer:innen mache ich keinen Vorwurf: Es gibt keine Beschilderung und (fast) keine Kontrollen, also gilt ‘cosi fan tutte’ – Alle machen es so. Warum weigert sich die Verwaltung, den Beschluss des Stadtrats umzusetzen?

    Noch ist Winter, da wollen wenige Leute flanieren oder auf der Caféterrasse sitzen. Aber wenn das “wilde” Parken sich einmal etabliert, wird es schwer sein, diese Gewohnheit zu ändern. “Straße der Begegnung” – waren damit Menschen gemeint oder SUV? Zum Glück sind Refrath und Gladbach nicht weit, dort lässt es sich entspannt shoppen und Kaffee trinken.

  2. Die Aussage der Stadtverwaltung, bei der Parkregelung in der Schlossstraße handele es sich “um einen Feldversuch: Zunächst soll mit schwarzen, später mit weißen Markierungen ausprobiert werden, was geht.” ist nur schwer nachzuvollziehen und grenzt an eine Offenbahrung. Seit über 10 Jahren wird für den “Boulevard der Begegnungen” geplant und gebaut. Und da hat sich keiner der “Planer” Gedanken über die Umsetzung und Akzeptanz in der Praxis gemacht?

    Mit diesem “Feldversuch” wird die beabsichtigte Neugestaltung der Schlossstraße gleich zu Beginn, nach Fertigstellung der Pflasterarbeiten, in Frage gestellt! Die Markierungen für die Parkbereiche auf der rechten Strassenseite sind durchaus zu erkennen. Sie müssen m.E. nicht durch zusätzliche schwarze oder weiße Markierungen hervorgehoben werden; das würde das Gesamtbild der Pflasterarbeiten nur stören.

    Ausreichend wäre m.E., auf der linken Straßenseite deutliche Park- und Halteverbotsschilder aufzustellen und zu Beginn der Schlossstrasse mit gößeren Schildern sowohl auf der rechten als auch auf der linken Seite (denn diesen Bereich sieht man als Autofahrer zuerst, wenn man in die Schlossstraße einbiegt!) auf die Parkbereiche hinzuweisen. Diese deutliche Beschilderung müsste mit konsequenten Kontrollen begleitet werden!

    Zudem sollten verkehrswidrig auf dem Blindenleitweg, vor dem Emilienbrunnen, vor der Schlossgalerie und auf sonstigen für Passanten angelegte Freiflächen abgestellte PKW zügig abgeschleppt werden. Ich gehe davon aus, dass es sich nach mehreren Kontroll- und Abschleppaktionen auch bei dem letzten Autofahrer herumsprechen wird, dass man in der Schlossstrße ausschließlich auf der rechten Straßenseite parken darf (ausgenommen selbstverständlich der untere Bereich nach dem Wendehammer).

    Und was die Geschwindigkeit betrifft, mit der einige Autofahrer durch die Schlossstraße fahren, empfielt sich ebenfalls eine deutliche Beschilderung: 20 km/h. Es ist bedauerlich, wenn Verkehrsschilder aufgestellt werden müssen, aber freiwillig und an die Vernunft und Rücksichtnahme zu appellieren, scheint wenig erfolgreich zu sein, leider!

    Jeder kann und darf mit dazu beitragen, dass die Schlossstraße wieder ein attaktiver Einkaufs- und Aufenthaltsbereich wird!

    1. Man könnte ganz einfach in Berliner Kissen setzen alle 400m um die Geschwindigkeiten zu drosseln und Poller, Poller und Poller auf der rechten Seite. Es reicht langsam mit diesen Autozentrismus!

      1. Sie dürfen aber nicht außer Acht lassen, dass die Stadt den Autofahrern schon sehr viel zugemutet hat, indem sie die neuen Parkautomaten eingeführt hat. Da steht es ihr nur allzu gut an, bei Kontrolle und Durchsetzung der Regeln in der Schloßstraße zurückhaltend aufzutreten. Man darf die Leute nicht überfordern!

    2. Das war zu erwarten, aber sowas von!
      Das mit der „Fußgängerzonenstraße“, also „Autoeinkaufsstraße mit Fußgängern“ aber nicht für Fußgänger ist und bleibt ein Griff ins Klo. Ok, die Beschilderung ist hundsmiserabel und „Fremdautofahrer“ blicken da sowieso nicht durch. Aber hiesige, zumal wenn es Bensberger sind sollten langsam wissen, allein schon durch die Berichterstattung, wie geparkt werden sollte. Naja, und das mit dem „Möblierungsband“ muss man ja auch nicht verstehen. Bei dem Begriff tilt selbst Tante „Google“ und wirft nur Blödsinn aus. Und künftigen Fahrschülern muss man bundesweit extra beibringen das es in NRW eine Stadt gibt in der es „Möblierungsbänder“ gibt die beim Parken zu beachten sind. Das sollte man dann auch konsequent in die Straßenverkehrsordnung unter § 12 StVO aufnehmen. Da steht bisher unter Parken: Grundsätzlich auf dem rechten Seitenstreifen, wenn dieser befestigt ist. Ist kein Seitenstreifen vorhanden, am rechten Fahrbahnrand, in Einbahnstraßen auch links (aber nur wenn kein Möblierungsband vorhanden ist ).
      Und das zwischen Jan. und Nov. in elf Monaten nur 284 Verwarnungen und Bußgelder ausgestellt wurden spricht für sich. Während er Bauarbeiten standen die Straße entlang alle 10 m Parkverbotsschilder. Da hätte die Stadt täglich 50 Verstöße und mehr ahnden können, aber es war weit und breit kein Ordnungsamt oder die Polizei zu sehen.
      Ob sich künftig was ändern wir bleibt abzuwarten, anzweifeln kann man es bereits jetzt, Wetten?
      Und 20 Km/h (5,55 m/s) sind eindeutig zu schnell, Schrittgeschwindigkeit wäre angesagter. Und nicht auszudenken was passiert, wenn in dieser „Autoposer-Flaniermeile“ einer durchdreht und in die Gastronomie auf dem „Möblierungsband“ rast und dort die Tische abräumt oder auf der Freifläche vor dem REWE Fußgänger aufs Korn nimmt. Ein Sicherheitskonzept gibt es nicht und wer verantwortet dann so eine Katastrophe? Niemand, bei der Stadt GL sowieso nicht, man konnte es ja nicht voraussehen, gelle?

  3. Hat ja nicht lange gedauert.

    Heute ein Bericht über den tollen “Boulevard der Begegnung ” in Bensberg.

    Genau so hatte ich es mir vorgestellt als das Konzept für die Schloßstraße vorgestellt wurde und die Einzelhändler für ihren ” Drive In” plädierten.
    Der Artikel heute in der Kölner Rundschau ist schon lesenswert.
    ” Parkende Auto stören Flair der Schloßstraße ”
    Tja, mir hat nicht geschadet, Nur so bin ich aus Bensberg raus, parke via App in Bergisch Gladbach und habe dort in der Fußgänger Zone viele Geschäfte und Lokale ” neu” entdeckt.
    Vielen Dank dafür ihr Planer und Gestalter des traumhaften Boulevard.
    Mit etwas Nachdenken hätte man die jetzigen Zustände voraussehen können

  4. Mir war die gesperrte Schloßstraße mit fetter Baustelle als Fußgängerin lieber als die freigegebene mit der parkenden Blechlawine, sowas von ungemütlich…

    1. Da die Steine aus Spanien hierher transportiert wurden anstelle Ressourcen aus dem Bergisch zu nutzen, könnte man von einem bergisch/spanischem Meisterwerk sprechen.
      Wobei die Spanier wohl am wenigsten dafür können…

  5. Schön daß in der Schloßstraße pro Tag nur 1 Knöllchen verteilt wurde.Bei uns Im Alten Feld und im Krähenwinkel kommt das Ordnungsamt fast täglich und
    verteilt Knöllchen.In der Schloßstraße hätten Sie das Stadtsäckel besser füllen können!

  6. Ich freue mich für unsere Fußgängerlegasteniker, dass man jetzt wieder ungestört durch Bensberg fahren kann, quasi ein Boulevard der Begegnung, mit einem großen Drive- In wo es sich ungestört sein heiliges Blech abstellen läßt.

    Leider muss ich ab und an mal zum Arzt nach Bensberg, aber ich durfte vom oberen Parkdeck des Supermarkt in Sicherheit vor den rumirrenden PKW und teilweise verwirrten meist recht jungen Chauffeuren und Chauffeurinnen schmunzelnd das Chaos genießen, welches sich auf dem Prachtboulevard unter mir abspielte.

    Tolle Idee mit dem Springbrunnen !

    Da kann man sich während des Einkaufes im Rewe direkt eine kostenlose Unterbodenwäsche machen lassen.

    Nach nun fast 30 Jahren in Bensberg, habe ich aber dank diesem “Boulevard der Begegnung” endlich die Fußgängerzone in Bergisch Gladbach nebst seinem Einzelhandel, Cafés und Restaurants lieben und schätzen gelernt.

  7. Klasse, endlich können die ganzen Rentner wieder mit ihrem SUV in der Fußgängerzone fahren – mal gucken wie lange es dauert, bis einer wieder Gas und Bremse verwechselt und eine Familie mitnimmt.

    Wieso raffen es die Menschen nicht, dass wir mehr Platz für Fußgänger, Fahrrad und Natur brauchen? Stattdessen versiegelte Flächen, Parkplätze und ein einziger Baum auf der Fläche. Im Sommer wird da keiner sein.
    Politik von alten Männern für alte Männer

    1. Wer läuft heutzutage noch zu Fuß?
      Und Bäume in der Stadt machen nur Dreck ; weiss ich aus eigener Erfahrung.

    2. Ich glaube, Sie würden sich wundern, wie viele „alte Männer“ (und natürlich auch Frauen) sich hier für eine Fußgängerzone und mehr Grün ausgesprochen haben. Man erkennt am Namen nicht automatisch das Alter.

  8. Komisch, bei uns im Wohngebiet bekommt man Sonntag morgen 6:00 Uhr ein Knöllchen, weil man nicht innerhalb der Markierung parkt. Und hier in der Bensberger Innenstadt gibt es bei hunderten täglichen Verstössen ungefähr eins. Die Frage, welche ich mir Stelle, warum wird nicht mehr kontrolliert? Will oder kann man nicht?

  9. Weiß irgendwer, was die halbrunden Noppen auf dem Spielplatz sein sollen? Im (Halb-)Dunklen werden sicher viele Leute darüber fallen. Auch sonst hat der Platz leider wenig “Spielwert”.

    Zuletzt ging es wirklich flott voran – ich hätte nicht gedacht, dass die Pflasterung bis zum Jahreswechsel fertig wird! Allerdings wird auch immer offensichtlicher, was in der Schloßstraße fehlt: Grün. Das graue Pflaster ist schon arg eintönig, es gibt quasi keine Bepflanzung – nur im Sommer stellen Cafés und Restaurants einige Kübel raus. Da muss dringend nachgebessert werden!

    Zur Parksituation: Es gibt halt keinerlei Kommunikation, wo geparkt werden darf und wo nicht. Da ist es wenig erstaunlich, dass sich Leute nicht an die Regeln halten.

    1. Allein dieser Artikel ist die wiederholte Kommunikation zum Parken ausschließlich in den gekennzeichneten bzw. umrahmten Parktaschen/-streifen auf der rechten Seite.

      Zugegeben: die laut Verkehrszeichen verbindlich angeordnete Kennzeichnung selbiger müsste verbessert werden.

  10. Wer im Bereich von Blindenleitsysteme – und die sind eineindeutig zu erkennen – parkt handelt a-sozial und gehört unter Annahme des Vorsatzes in doppelter Höhe verwarnt oder besser gleich abgeschleppt.

    Auto-Anarchie: unfassbar und muss umgehend und umfangreich sanktioniert werden. Ich verstehe die Stadt in keiner Weise hinsichtlich der seit Monaten/Jahren anhaltenden Zurückhaltung. :-(

  11. So lernt natürlich auch kein Autofahrer… Es wird ja wohl möglich sein in der Automeile Bensberg in verständlicher Weise die Parkregeln auszuschildern und dann entsprechend durchzusetzen. Sorry, aber sowas werden wir ja wohl noch hinkriegen, oder?

    1. Da widerspreche ich: Man parkt ja nicht auf der linken Straßenseite, man geht „nur mal kurz“ in ein Geschäft. So fast täglich am Schlosscenter zu beobachten. Anstatt in das Parkkaus zu fahren um mal kurz beim Action einzukaufen oder Post abzugeben, stellt man die Blechkiste einfach in der 2. Reihe ab – ist halt bequemer.

  12. Ich schrieb es schon einmal: Dann bleiben Sie doch in Altgladbach, Herr Anwohner, wo Sie bitte auch kotzen sollten!

    1. Gut das sie das nicht in der Schloßstraße tun! Die Sauerei zu beseitigen, würde uns Steuerzahler unnötig belasten.

    2. Naja, das muss ja jetzt auch nicht sein. Auch, wenn es an der einen oder anderen Stelle so aussieht, als ob das schon passiert wäre.
      Dennoch ist die Vorgehensweise der Stadt hier nicht wirklich nachvollziehbar. Und angesichts der leeren Stadtkasse lässt einen diese Nachlässigkeit („weniger als eine Verwarnung pro Tag“) bei dem, was hier täglich geboten wird, etwas ratlos zurück.

  13. “In den elf Monaten von Januar bis November seien insgesamt 284 Verwarnungen mit Bußgelder zwischen 20 und 55 Euro ausgesprochen worden. Das sind weniger als eine Verwarnung pro Tag.”

    Ja, weil alle Augen geschlossen wurden! Ich wette man hätte 284 Verwarnungen an einem Tag verhängen können.